Mitarbeiter sollten durch entsprechende Trainingsmaßnahmen und spezielle Kurse zum Thema „Cyberangriffe“ für die möglichen Bedrohungen sensibilisiert werden.
Eine aktuelle Studie des Digitalverbands Bitkom gibt an, dass Unternehmen im Durchschnitt nur sieben Prozent ihres IT-Budgets für die IT-Sicherheit einsetzen – ein Fehler, der schnell zum Verhängnis werden kann.
Neben einer kontinuierlichen Bewertung der aktuellen Risikofaktoren im Unternehmen gilt es, auch potenzielle zukünftige Risikoszenarien auf Basis eines standardisierten Frameworks in die Sicherheitsplanung mit einzubeziehen. Dazu werden Prozesse und Technologie, aber auch die Mitarbeiter berücksichtigt. Cyberkriminelle nutzen Machine Learning (ML) und Künstliche Intelligenz (KI), um gezielt Mitarbeiter anzugreifen. Heutzutage wird zwar kaum jemand auf eine E-Mail klicken, in der 1.000.000 Euro angeboten werden, aber die meisten Menschen trauen einer Mail des Managements zu neuen Infos über die Covid-19-Vorkehrungen. Der Link führt dann einen bösartigen Code aus oder lockt die Mitarbeiter auf eine gefährliche Website. Gerade deshalb ist es unerlässlich, das Personal durch entsprechende Trainingsmaßnahmen und Kurse zum Thema „Cyberangriffe“ für die möglichen Bedrohungen zu sensibilisieren.
Aber Vorsicht – die Methoden, um in Unternehmen einzudringen, werden ständig weiterentwickelt. Daher ist die Wahl geeigneter Tools, um die Mitarbeiter zu schulen, wichtig. Es lohnt sich, die Seiten zu wechseln und so aufzuzeigen, wie die Hacker arbeiten. Hierzu gibt es unterstützende Angebote auf dem Markt. Eine Anwendung der Cybersecurity-Plattform der Also Holding AG automatisiert etwa den Versand verschiedener potenziell bösartiger E-Mails an die Mitarbeiter eines Unternehmens; wenn auf den darin enthaltenen Link geklickt wird, zeigt sie, wo die potenzielle Bedrohung lag und wie sie in Zukunft vermieden werden kann. Sichere, wechselnde Passwörter, Vorsicht bei Downloads, aktualisierte Sicherheitsprogramme, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Co. tun ein Übriges – so wird das Team zur menschlichen Firewall. Hier ist es wie im realen Leben: Wachsame Nachbarn senken das Einbruchsrisiko.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 4/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Eines ist klar: Einen hundertprozentigen Schutz vor Cyberangriffen gibt es nicht. Aber Unternehmen können das Risiko signifikant senken, indem mithilfe einer externen Analyse die eigenen Schwachstellen klar identifiziert werden. Am Ende ist es wie bei der Ersten Hilfe: Am meisten macht man falsch, wenn man gar nichts macht – das Einzige, das man daher definitiv nicht tun sollte, ist, sich nicht um die Cybersecurity zu kümmern.
Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus