Wie viel lässt sich mit dem Umstieg auf Cloud Computing tatsächlich einsparen?
Laut dem IT-Trends-Index 2017 des IT-Anbieters Solarwinds haben im letzten Jahr bereits 82 Prozent der Unternehmen wichtige Anwendungen in die Cloud migriert. Dabei sollten die IT-Experten bereits vor dem Umstieg in die Cloud genau wissen, was sie zu erwarten haben. Naturgemäß hat jedes Unternehmen andere Erwartungen an die Vorteile einer Migration von Anwendungen oder Infrastrukturen in die Cloud. Zu den größten Anreizen gehören jedoch sicherlich vereinfachte Verwaltungsprozesse, eine schnellere Bereitstellung und Kostenersparnisse, die sich positiv auf die Gewinne auswirken.
Wie die Ergebnisse des diesjährigen Berichts zeigen, konnte nur ein Viertel der befragten IT-Experten alle erwarteten Vorteile der Migration von verschiedenen Bereichen der IT-Infrastrukturen des Unternehmens in die Cloud vollständig umsetzen. Zum Teil kann dies an zu hohen Erwartungen an die Cloud und einer unzureichenden Planung im Vorfeld liegen. Im Folgenden werden einige Fakten aufgeführt, die IT-Experten beim Umstieg in die Cloud berücksichtigen sollten.
IT-Abteilungen auf der ganzen Welt werden vom Management dazu gedrängt, in die Cloud zu migrieren, da diese im Vergleich zu lokalen Hosting-Anwendungen als kostengünstiger erachtet wird. Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Je nachdem, welche Anwendungen migriert und welche zusätzlichen Dienste ausgewählt werden, kann eine Cloud-Bereitstellung am Ende deutlich mehr kosten als eine lokale. Nach Abschluss der Entwicklungs- und Designarbeiten durch IT-Experten für den gesamten Stack ist der Preis letztlich wahrscheinlich höher als erwartet.
Es gilt immer zu beachten, dass Verfügbarkeit und akzeptable Antwortzeiten für Endbenutzer gewährleistet sind – und das unabhängig davon, wo Anwendungen gehostet werden. Auch die Anwendungslebenszyklen ändern sich. Sie werden kürzer, was zu fortlaufenden Integrations- und Bereitstellungsaufgaben führt. Sobald eine Anwendung in die Cloud migriert wurde, müssen die Dienste auf Abruf bereitstehen und konstant bei optimaler Leistung ausgeführt werden, damit SLAs erfüllt werden können.
Dies kann zum Beispiel durch die Implementierung eines Überwachungssystems erreicht werden, das eine umfassende Übersicht über die gesamte hybride IT-Umgebung bietet. Durch ein solches System können IT-Mitarbeiter fundierte Entscheidungen treffen, welche Rechenlasten lokal ausgeführt und welche in die Cloud migriert werden sollten. Außerdem zeigt das System zu jedem beliebigen Zeitpunkt an, wenn die Leistung einer lokalen oder Cloud-Anwendung abfällt oder zu gering ist, und gibt einen Vergleich der relativen Leistung aus, sodass sachgerechte Entscheidungen getroffen werden können.
Hybride IT führt zu einer höheren Komplexität von IT-Umgebungen. IT-Experten sind nun für eine Vielzahl von Variablen verantwortlich, die sie teilweise nicht selbst steuern, aber dennoch verwalten müssen. Auch wenn Anwendungen sich auf dem Server oder innerhalb der Infrastrukturen von Dritten befinden bzw. dort gehostet werden, sind IT-Experten für die Servicequalität dieser Anwendungen verantwortlich und müssen sicherstellen, dass sie die Service Level Agreements (SLAs) erfüllen.
IT-Teams sollten auch ihre Erfahrung im Bereich Sicherheit berücksichtigen, bevor sie Anwendungen in die Cloud migrieren. Dies gilt insbesondere bei der Migration in eine öffentliche Cloud. Zum angemessenen Schutz von Daten in der Cloud müssen IT-Organisationen sich bei der Risikominimierung genauestens mit ihrem Cloud-Service-Provider abstimmen und Tools für die Sicherheitsüberwachung und -verwaltung überlegt einsetzen.
Aufgrund der zunehmenden Migration in die Cloud müssen IT-Experten sich mithilfe von Best Practices dafür rüsten, in dieser schnelllebigen Umgebung Schritt halten zu können. Dabei sollten sie folgende Aspekte besonders in Betracht ziehen:
Sollten Unternehmen noch nicht mit der Migration in die Cloud begonnen haben, könnte diese in nächster Zukunft jedoch anstehen. Spätestens dann müssen IT-Experten die Erwartungen im Hinblick auf hybride IT mit dem Management abstimmen und die Ergebnisse entsprechend kommunizieren, damit die Bereitstellung aus der Cloud erfolgreich verlaufen wird. Da IT-Umgebungen immer komplexer werden, müssen sich die IT-Experten zudem neue Fähigkeiten aneignen und sich umfassend mit der Cloud-Thematik vertraut machen.
* Der Autor Kong Yang ist Head Geek bei Solarwinds.
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