Erfolgreich digitalisieren

Die Digitale Transformation als Chance für CIOs

Das Tempo und die Güte, wie Unternehmen sich digital transformieren, sind höchst ­unterschiedlich. Wie wird also eine solche Transformation zum Erfolg?

Erfolgreich digitalisieren

Die Studie zeigt: CIOs ist relativ klar, was auf sie zukommt – und auch, wo Handlungsbedarf besteht.

Die Transformation ist kein Selbstzweck. Am Ende geht es darum, die Produktivität zu steigern. Dies ist ein ganzheitlicher Prozess, der strategisch aufgesetzt und in allen Unternehmensbereichen umgesetzt werden muss. Doch rücken vor allem IT-Abteilungen und Chief Information Officers (CIOs) immer stärker in den Fokus. Um mehr über Status quo, Herausforderungen und Wünsche in Bezug auf die Digitale Transformation zu erfahren, hat das Beratungsunternehmen Genpact in Zusammenarbeit mit dem MIT Sloan CIO Symposium 500 CIOs von Großkonzernen in sieben Ländern weltweit befragt.

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Die Studie zeigt: Den CIOs ist relativ klar, was auf sie zukommt – und auch, wo Handlungsbedarf besteht. 55 Prozent der befragten CIOs weltweit gehen in den nächsten zwei Jahren von mehr Verantwortung für ihre Abteilung aus, um Transformationsprozesse aktiv zu steuern – in Deutschland vertreten mit 60 Prozent sogar überdurchschnittlich viele CIOs diese Ansicht. Doch nur jeder vierte CIO in Deutschland sieht sich schon jetzt in der Funktion, die Transformation wesentlicher Geschäftsprozesse zu steuern.

Die CIOs in Deutschland sehen künftig vor allem eine stärkere Schnittstellenfunktion ihrer Abteilung: 66 Prozent gaben an, dass sie in den nächsten zwei Jahren mit mehr funktionsübergreifender ­Zusammenarbeit in ihrem Unternehmen rechneten. Dazu zählen etwa das Verbessern der Produk­tivität durch das Automatisieren von Prozessen und das Generieren von Einnahmen mithilfe neuer digitaler Produkte und Services. Auch verbesserte Services für Kunden und Mitarbeitende gehören dazu. Doch auf der anderen Seite erscheint die Position des CIO und seiner Abteilung bislang wenig strategisch im Unternehmen verankert. Dies zeigt sich etwa im Austausch mit dem Geschäftsführer (CEO). Zwar berichten 88 Prozent der befragten CIOs in Deutschland an den CEO, doch nur 30 Prozent gaben an, regelmäßig mit ihm im Austausch zu sein.

Vor allem Cloud-bezogene Investitionen stehen für CIOs in Deutschland auf der Agenda, um Unter­nehmensziele zu erreichen. Der Wunsch, zusätzlich auch in KI zu investieren, ist hoch: Jeder zweite CIO in Deutschland würde in den nächsten zwölf Monaten in KI-Technologie investieren, wenn die Mittel vorhanden wären.

Die Studie zeigt, dass die Aufgaben für CIOs immer vielfältiger werden. Die Bedeutung von IT als Baustein in einem ganzheitlichen Transformationsprozess wird steigen. Für Unternehmen heißt es, diesem Bedeutungszuwachs künftig stärker gerecht zu werden. CIOs sollten mehr in strategische Entscheidungen eingebunden werden. Auch eine bessere finanzielle Ausstattung von IT-Abteilungen ist sinnvoll, um als kontinuierlicher Innovations­treiber zu fungieren. Neben den nötigen Strukturen und Ressourcen liegt es am CIO und seinem Team, das Potenzial zu nutzen. Die Rolle eines CIO wird damit deutlich ak­tiver: Das kontinuierliche Treiben strategisch relevanter Themen und der Austausch mit anderen Ab­teilungen sollten zur täglichen ­Routine werden.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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