Cloud

Die Dreifaltigkeit der Cloud-Exzellenz

Innovationsfähigkeit, Effizienz, Flexibilität, Skalierbarkeit: Das versprechen sich ­Unternehmen vom Sprung in die Cloud. Was erfolgreiche Cloud-Lösungen ausmacht, erläutert Boris Bialek, Global Head of Industry Solutions bei MongoDB, im Kommentar.

Boris Bialek

Boris Bialek: „Cloud-Lö­sungen benötigen Services, die wirklich für die Cloud geeignet sind.

Das Konzept „Lift and Shift“ ist nicht neu. Die bloße Verschiebung von Anwendungen und Daten von einem Rechenzentrum – oft „on premises“ genannt – in ein anderes – genannt „die Cloud“ –, sorgt ­allerdings nicht automatisch für Kosten­optimierung, Agilität oder Effizienzsteigerung. Eine erfolgreiche Migration einer Anwendung in die Cloud erfordert neue Paradigmen für Architektur, Bereitstellung und Lebenszykluskonzepte: MACH-Grundsätze, Datendomänen und ein Konzept zum Beseitigen von Datensilos. Vor allem Letzterespassiert in etablierten Systemen nicht über Nacht.

Microservices, API first, Cloud-Native und Headless: Jeder Architekt wird diesen Prinzipien zustimmen, die Umsetzung wird aber häufig unterschätzt. Insbesondere der Unterschied zwischen einem API-first-gesteuerten Design und einem Design, bei dem APIs nachträglich hinzugefügt werden, sorgt für verschiedene Nutzererfahrungen. Das Hinzufügen von APIs ist aufwendig und führt oft zu statischen und schnell alternden Lösungen. Beim API-first-Ansatz wird dagegen um die API herum entwickelt und mögliche Erweiterungen werden von Anfang an eingeplant. In Kombination mit Microservices ermöglicht es dieser Ansatz so, Best of Breed mit flexiblen Designs zu kombinieren. Cloud-Native klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Cloud-Lösungen benötigen Services, die wirklich für die Cloud geeignet sind. Headless baut auf dem Cloud-Native-Ansatz auf: Jede Frontend-Anwendung sollte auf die bereitgestellten Dienste aufgesetzt werden können – sei es eine mobile App, ein Web-Frontend oder ein Fat Client.

Die Umsetzung des MACH-Designs erfordert ein neues Datenkonzept, das es Microservices ermöglicht, „ihre“ Daten zu nutzen. Derzeit sind diese Daten oft in isolierten Legacy-Anwendungen („Silos“) und -Formaten „versteckt“. Die korrekte Übertragung von Daten in neue Domänen ist von Bedeutung. Glücklicherweise vereinfachen JSON und das Dokumentenmodell die Entwicklung eines opera­tiven Datenspeichers, der zunächst nur die Silodaten abstrahiert und dann zur neuen Single Source of Truth für die MACH-basierten Lösungen wird.

Danach geht es um die Verwaltung dieser Datendomänen, die Einführung des Produktmanagers für Daten und das Konzept der Vernetzung. Eine Redundanz zwischen operativen und analytischen Daten schafft neue Barrieren. Data Mesh schafft dagegen eine dezentralisierte Architektur, die bereichsübergreifende Datenanalysen ermöglicht. Verschiedene Funktionen werden mit drei einfachen Daten­domänen implementiert und ermöglichen die Einspeisung von Legacy-Daten in die operative Datenebene.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Erfolgreiche Cloud-Lösungen basieren auf MACH, Datendomänen und der Verwaltung von Daten in ihrer neuen Form des Data Mesh. Das Zusammenwirken dieser Faktoren ebnet den Weg zu einer langlebigen und flexiblen Cloud-Lösung.

Bildquelle: MongoDB

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