Die Anforderungen an die Internet-Infrastruktur wachsen rasant, denn es müssen immer mehr Daten von einem Ort zum anderen gebracht werden.
Internet-Infrastruktur muss sich stetig weiterentwickeln, um die Voraussetzungen für neue Technologien zu schaffen. Vier Punkte sollten dabei im Fokus stehen.
Die wachsenden Datenmengen und digitalen Services des immersiven Internets werden größere Bandbreiten, niedrigere Latenzen und eine stärkere Resilienz und Redundanz von Netzwerkverbindungen einfordern. Damit ein Internet Exchange (IX) flexibel auf die Anforderungen der Kunden an die Verbindungen reagieren kann, muss er weitreichend automatisiert werden. Ein zukunftsfähiger IX bietet im Idealfall ein Self-Service-Portal für Echtzeit-Monitoring, Nutzungsstatistiken für alle Dienste sowie ein Vertragsmanagement in Eigenregie.
Nimmt die Nutzung neuer Online-Angebote in einer Region zu, müssen die Anbieter dieser Dienste ihre Infrastruktur schnell hochskalieren, damit es nicht zu Verzögerungen oder gar Ausfällen kommt. Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Hardware skalierbar ist. Sie muss in Bezug auf die Gesamtbandbreite und die Port-Dichte auf die Größenanforderungen des Standorts und der jeweiligen Anwendungsszenarien anpassbar sein.
Das Internet zählt zu den kritischen Infrastrukturen. IX-Betreiber sind daher in der Pflicht, ihre Infrastrukturen redundant aufzubauen, um Konnektivität auch im Fall von örtlichen Ausfällen oder Verbindungsunterbrechungen sicherzustellen. Das System sollte georedundant aufgebaut sein. Ressourcen müssen räumlich verteilt sein, um das Risiko zu minimieren, dass sie vom selben Ereignis beeinträchtigt werden.
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Die Cloud wird die infrastrukturelle Basis für innovative Anwendungen der Zukunft bilden und eine verlässliche Konnektivität in Multi-Cloud-Szenarien wird für Unternehmen zu einem geschäftskritischen Faktor. Dies wird sich unweigerlich in den Anforderungen an die Internet Exchanges niederschlagen. Sie müssen Cloud-Konnektivität priorisieren und die Entwicklung von Kapazitäten für eine Cloud-to-Cloud-Kommunikation mit geringer Latenz vorantreiben. Mittels eines Cloud-Routing-Services können die Betreiber effiziente Wege für den direkten Datenaustausch zwischen verschiedenen Cloud-Umgebungen bereitstellen. Dies wirkt sich positiv auf die betriebenen Anwendungen aus, die von verbesserter Performance, geringeren Latenzzeiten, mehr Sicherheit und Schutz vor Cyberattacken profitieren.
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