Online-Attacken und Schadprogramme

Die unterschätzte Gefahr

Online-Attacken und Schadprogramme sind bekannte Bedrohungen für Unternehmen, gegen die Administratoren die IT-Infrastruktur oft umfassend absichern. Dagegen wird das Gefahrenpotential durch ungeschlossene Sicherheitslücken in ­der Software oft unterschätzt.

Businessmann, Bildquelle: G-Data

Gemäß einer Untersuchung von Microsoft werden am Tag durchschnittlich 22 Sicherheitslücken bekannt, pro Jahr kommen so über 8.000 Schwachstellen zusammen. Cyber-Kriminelle nutzen diese Lücken aus, um sogenannte Software-Exploits zu programmieren und damit die Systeme zu infiltrieren. Ist das Netzwerk einmal infiziert, kann – je nach Zielsetzung der Täter – beliebiger Schadcode nachgeladen werden um, beispielsweise Daten zu stehlen.

Ein Großteil der Attacken auf Firmen basiert auf den Exploits und nutzt Sicherheitslücken, von denen rund 90 Prozent bereits bekannt sind und für die auch Patches existieren. Das Installieren von Updates ist daher ein entscheidender Baustein in puncto IT-Sicherheit. Ein mangelndes Bewusstsein für die Wichtigkeit der Programmaktualisierungen spielt Onlinekriminellen geradewegs in Hände und ermöglicht erfolgreiche Attacken. Die Folgen eines Angriffes können bis hin zum wirtschaftlichen Ruin des Unternehmens führen.

Unternehmensnetzwerke sind heute äußerst heterogen, so kommen nicht nur unterschiedliche Geräte wie PCs, Notebooks oder Mobilgeräte zum Einsatz, sondern auch eine große Bandbreite verschiedener Betriebssysteme und Software. Gerade für Administratoren größerer Firmennetzwerke ist es daher oft schwer, den Überblick über die genutzte Soft- und Hardware zu behalten.

Nach Erhebungen von Senunia sind auf jedem einzelnen Rechner im Netzwerk neben dem Betriebsprogramm durchschnittlich 74 verschiedene Programme von 25 Herstellern installiert, darunter ein Office-Paket, spezielle Programme und vor allem sogenannte Third Party Software wie Java oder der Adobe Flash Player. Gerade diese Dritthersteller-Programme nutzen Cyber-Kriminelle bevorzugt für Attacken aus – demzufolge hat Software einen unmittelbaren Einfluss auf die Sicherheit der IT-Infrastruktur. Die regelmäßige Installation der Patches ist folglich essentiell und Ad­ministratoren müssen in der ­Lage sein, die Update-Installation zu bewältigen. Die Kom­plexität und Heterogenität wird durch einen aktuellen IT-Trend zusätzlich verschärft: Viele ­Mitarbeiter nutzen z. B. ihre privaten Notebooks im Unternehmensumfeld – was zu einer noch höheren Anzahl von Geräten und Programmen im Netzwerk führt.

Das Problem lässt sich aber nicht allein auf die hohe Anzahl der eingesetzten Software und neuer Updates reduzieren, denn viele IT-Verantwortliche installieren Patches bewusst nicht, weil sie befürchten, dass es danach zu Störungen oder Ausfällen im Netzwerk kommt. Nach dem Motto „Never change a running system“ warten viele Administratoren zunächst ab, lassen Sicherheitslücken weiterhin ungeschlossen und gefährden damit die Sicherheit des Unternehmens. Andere Administratoren handeln nach der Devise „Install and forget“ und kümmern sich nicht mehr um die Software, sobald sie einmal installiert wurde. Dabei sollte die optimale und schnelle Einbindung neuer Patches ein in­tegrativer Bestandteil des IT-Sicherheitskonzepts in Unternehmen sein, da u.a. neben dem Einsatz einer umfassenden Sicherheitslösung nur so eine gut abge­sicherte IT-Infrastruktur garantiert ist.

Für Administratoren ist ein Überblick über die installierte Software und deren Update-Möglichkeiten daher ein entscheidender Baustein im IT-Sicherheitskonzept. Unternehmen, die mit den neuen Bedrohungen durch ungeschlossene Sicherheitslücken Schritt halten wollen, benötigen eine Patch-Management-Software beispielsweise von G Data, durch die alle verfügbaren Programm-Updates umgehend auf allen Rechnern im Netzwerk installiert werden. Cyber-Kriminelle haben so keine Chance mehr, die IT-Infrastruktur über ungeschlossene Schwachstellen zu infiltrieren. Die Patch-Management-Lösung verschafft einen Überblick über die verfügbaren Updates und den Sicherheitsstatus der installierten Software schaffen. Die Qualität der bereitgestellten Patches sollte durch die Software vorher geprüft werden und ein schritt- bzw. testweises Ausrollen der neuen Updates ermöglichen, um eventuelle Systemstörungen und Ausfälle zu vermeiden.

Nicht zuletzt ist es Aufgabe der IT-Verantwortlichen, die eingesetzte Software und Geräte zu inventarisieren, um den Überblick über die IT-Ausstattung zu behalten. Die Anzahl der verwendbaren Programme sollte auf ein Minimum begrenzt werden, welches für die Arbeit im Unternehmen notwendig ist – diese Maßnahme reduziert die Anzahl der genutzten Software. Alle nicht benötigten und auch veralteten Programme sollten von den Rechnern und somit aus dem Netzwerk entfernt werden, das sorgt für mehr Sicherheit und hält die Patch-Flut etwas in Grenzen. Bei der Umsetzung hilft eine Firmenrichtlinie, in der klar geregelt wird, welche Programme genutzt und installiert werden dürfen und wer die Installation vornehmen darf.

Bildquelle: G-Data

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