Firmen sollten ihre Suche nach neuen Talenten weltweit ausdehnen.
Im Zuge der Lockdowns, pandemiebedingten Quarantäne- und Homeoffice-Pflicht waren viele Unternehmen gezwungen, quasi über Nacht Remote-Arbeitsmodelle einzuführen. Mit einer zunehmend ortsunabhängig und virtuell arbeitenden Belegschaft weiten immer mehr Firmen ihre Suche nach neuen Mitarbeitern weltweit aus: Warum nicht die besten Fachkräfte einstellen, egal, wo auf der Welt sie zu finden sind? Employer of Record wie Globalization Partners sind eine wichtige Unterstützung, wenn es darum geht, internationale Fachkräfte schnell und rechtskonform einzustellen.
Doch nicht jede Region ist gleich. Länder und Orte, in denen Unternehmen neue Mitarbeiter einstellen, müssen nicht nur über eine gute Kommunikationsinfrastruktur und ein zuverlässiges Internet verfügen, sondern auch wirtschaftlich und geopolitisch stabil sein. Idealerweise sollten auch Zeitzonen und geografische Gegebenheiten innerhalb eines Remote-Teams aufeinander abgestimmt sein, um eine effektive Zusammenarbeit und integrierte Arbeitspläne zu ermöglichen. Die wichtigsten Regionen für eine internationale Personalgewinnung dürften Nord- und Südamerika, APAC und EMEA sein.
Südamerika ist mit gut ausgebildeten, zweisprachigen Fachkräften in Städten wie Mexiko-Stadt, Costa Rica, Monterrey (Mexiko) und Medellin (Kolumbien) bei Unternehmen sehr beliebt. Die vergleichsweise niedrigen Gesamtbeschäftigungskosten machen es einfacher, Mitarbeiter zu geringeren Kosten zu finden und zu halten.
Nordamerikanische Städte wie Atlanta (Georgia) und St. Louis (Missouri) haben den Vorteil, dass sie eine kostengünstige Benchmark für Gehälter bieten. Das ist vor allem für Unternehmen interessant, die Teams mit einer vielfältigen Mischung von Funktionen aufbauen wollen.
Viele Fachkräfte im asiatisch-pazifischen Raum sind hochqualifiziert, mehrsprachig und haben Erfahrung in der Zusammenarbeit mit internationalen Unternehmen. Arbeitgeber können hier aufgrund der niedrigeren Lebenshaltungskosten äußerst wettbewerbsfähige Gehälter anbieten, die sich jedoch für die Spitzenkräfte in der Region als sehr attraktiv erweisen.
Sri Lanka beispielsweise bringt jährlich etwa 40.000 international zertifizierte Buchhalter hervor, von denen die große Mehrheit auf Business-Process-Outsourcing-Arbeiten (BPO) vorbereitet ist. Diese Fachkräfte verdienen ca. ein Zehntel des Durchschnittsgehalts eines Buchhalters in den USA und Westeuropa. Das macht Sri Lanka zu einem beliebten Offshoring-Ziel vor allem für Banken und Versicherungen.
Auch Malaysia ist eine Region mit vielfältigen, gut ausgebildeten, mehrsprachigen Fachkräften. Die Lebenshaltungskosten in der Stadt sind 59 Prozent niedriger als etwa in New York. Seoul in Südkorea ist ein wichtiger Standort für Unternehmen, die an einer starken technologiebasierten Wirtschaft teilhaben wollen. Singapur dagegen beherbergt Banken von Weltrang sowie bedeutende Elektronik-, Biotech- und Energieunternehmen und ist mit seinen strengen Gesetzen zum Schutz des geistigen Eigentums das ideale Ziel für wachstumsstarke Technologieunternehmen.
Ein großer Pool englischsprachiger Fachkräfte mit Hochschulabschluss in Kombination mit Durchschnittsgehältern im Bereich von 12.000 USD pro Jahr macht Manila auf den Philippinen zu einem attraktiven Ziel für Unternehmen, die Tech-Experten einstellen wollen.
Führungskräfte, die englischsprachige Mitarbeiter an budgetfreundlichen Standorten suchen, könnten sich in einem der 24 Länder Afrikas umsehen, in denen Englisch die Amtssprache ist. Warschau in Polen gilt als eines der wichtigsten Geschäftszentren Europas, während Krakau die Heimat vieler erstklassiger Ingenieurschulen ist, die jährlich 100.000 Absolventen hervorbringen. Die ukrainischen Programmierer haben die besten Kenntnisse in Cybersicherheit und verteilten Systemen der Welt.
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Aufstieg flexibler ortsunabhängiger Arbeitsbedingungen bietet Unternehmen Zugang zu einem großen, globalen Pool an potenziellen Fachkräften. Vorrangiges Ziel ist es dabei nicht, Arbeitsleistungen zu geringeren Kosten zu erhalten. Vielmehr geht es darum, genau die Experten zu finden und einzustellen, die regional nicht verfügbar sind, die Unternehmen jedoch für ihr Wachstum benötigen.
Bildquelle: Globalization Partners