„Die digitale Bereitstellung von Rechnungsdaten bietet große Vorteile: schnellere und effizientere Arbeitsabläufe, geringere Zahlungsverzögerungen sowie niedrigere Druck- und Portokosten“, weiß Ralf Bergmann, Verantwortlicher für die Umsetzung der E-Rechnung im Bundesverwaltungsamt.
IT-DIRECTOR: Herr Bergmann, welche Rolle spielt für Sie und Ihre Behörde das Thema „ZUGFeRD“?
R. Bergmann: In Zeiten knapper Kassen und schwindender Ressourcen müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, die vorgegebenen haushalterischen Einsparungen zu kompensieren. Das Bundesverwaltungsamt verarbeitet ca. 50.000 Buchungen jährlich. Die Zuordnung, Verteilung und Erfassung der Rechnungen bis zur abschließenden Zahlbarmachung verursacht einen erheblichen Aufwand. Die digitale Bereitstellung von Rechnungsdaten bietet große Vorteile: schnellere und effizientere Arbeitsabläufe, geringere Zahlungsverzögerungen sowie niedrigere Druck- und Portokosten. Hierdurch wird die Fehlerrate gesenkt, die Transparenz verbessert und der Prozess insgesamt beschleunigt. Für das Bundesverwaltungsamt und die öffentliche Verwaltung insgesamt ergeben sich daraus erhebliche Einsparpotentiale. Dazu bedarf es aber eines Standards.
IT-DIRECTOR: Vor welchem Hintergrund haben Sie sich dazu entschieden, auf das Format „ZUGFeRD“ zu setzen?
R. Bergmann: Wir verfügen bereits über einen fast durchgängigen elektronischen Rechnungsbearbeitungsprozess: von der Beschaffung bis zum Rechnungsworkflow. Die E-Rechnung ist somit der letzte Baustein für einen komplett medienbruchfreien, elektronischen Prozess. ZUGFeRD wird vom Bundesministerium des Innern (BMI) empfohlen, und wir werden es mit Unterstützung der Mach AG umsetzen.