„Wo Wissen aktiv geteilt wird, steigen die Qualität der Arbeit und die Effizienz“, betont Johannes Woithon.
Nach über zwei Jahren Corona-Pandemie ist der Begriff „New Work“ in aller Munde. Diesen Megatrend gab es bereits lange vor der Pandemie, nur wurde er durch sie beschleunigt, da die Situation mehr Flexibilität erforderte und notwendig machte. New Work ist ein weiterführendes Verständnis von Arbeit. Es ist gekennzeichnet durch das Zusammenwachsen von Arbeit und Privatem und fußt auf Werten wie Kollaboration, Flexibilität und Gestaltungsfreiheit. Mit New Work und dem Work-Life-Blending verbinden immer mehr Unternehmen, dass Annehmlichkeiten wie Tischkicker oder Obstkörbe in die Büroräume einziehen, aber weniger, dass sich die Arbeit strukturell verändert. Im eigentlichen Sinne geht es um ortsunabhängiges Arbeiten und darum, sich als Mitarbeiter einbringen zu können – über Hierarchien und Standorte hinweg. Und schließlich geht es um eine Unternehmenskultur, die dies begünstigt und fördert.
Was macht New-Work-Modelle eigentlich so interessant für Unternehmen? Der Fachkräftemangel und das Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge machen selbst großen Unternehmen immer stärker zu schaffen. Auch sie müssen sich insbesondere für junge Berufseinsteiger attraktiv machen, die Karriere und Privates möglichst flexibel miteinander vereinbaren möchten. Das ist auch für erfahrene Berufstätige mit Familie ein Argument.
Aus dem partizipativen Aspekt von New Work ziehen Unternehmen den Vorteil, dass sich mehr Mitarbeiter mit ihrem Wissen einbringen können. Die Voraussetzung: Strukturen müssen weniger starr als bislang sein, und das Engagement der Talente muss gefördert werden. Wo Wissen aktiv geteilt wird, steigen die Qualität der Arbeit und die Effizienz. Doch ein flexibler Arbeitsplatz erfordert eine gewisse IT-Ausstattung, um den Zugang zu Prozessen und Informationen zu gewährleisten und so ein produktives Arbeitsumfeld zu schaffen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 4/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
In vielen Unternehmen findet kollaboratives Arbeiten bis heute noch papiergebunden oder im Mix mit E-Mails statt. Das ist ineffizient und birgt das Risiko, dass Informationen verloren gehen bzw. dass nicht alle relevanten Personen zum richtigen Zeitpunkt erreicht werden. Mitarbeiter sind auf ein gut strukturiertes System angewiesen, in dem Prozesse und Richtlinien gut beschrieben sind – und jederzeit abrufbar, ohne dass dabei komplexe Ordnerstrukturen auf dem Server durchforstet werden müssen. Wissen speichern, Informationen zuverlässig lenken und Prozesse transparent machen: Das muss ein digitales Informations-Management leisten. Wissen muss partizipativ werden. Ein digitales, leicht bedienbares und agiles Informations-Management erhöht die Motivation der Mitarbeiter. Für alle digitalen Anwendungen gilt: Sie sollten leicht und intuitiv bedienbar sein. Ein gut organisiertes Informations-Management erleichtert die interne Zusammenarbeit und fördert den Austausch untereinander – ganz gleich an welchem Standort oder auf welcher Hierarchiestufe.
Bildquelle: Orgavision