Bibliothek wird multimedial präsentiert

Digitalisierung einer Musiksammlung

Die „Musikbibliothek Peters“, eine international bekannte Sammlung von Handschriften, Erstausgaben bedeutender Komponisten, Noten und Büchern, wird seit Jahren im Magazin der Leipziger Stadtbibliothek aufbewahrt. Nun sollen einige Exponate und die Geschichte der Sammlung mithilfe von Arvato in digitaler Form einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Musiknoten

Vor mehr als 100 Jahren haben Leipziger Bürger damit begonnen, wahre Schätze für die Öffentlichkeit zu sammeln.

Dank Arvato Systems werden zum 1.000-jährigen Jubiläum der Stadt Leipzig die Geschichte der Sammlung und die der Familie Hinrichsen anhand von Fotos, Dokumenten und digitalisierten Beispielen einiger wertvoller Werke auf einem Großbildschirm in der Stadtbibliothek und über das Internet interaktiv und spielerisch sichtbar und erlebbar gemacht. Auch Hörbeispiele soll es geben.

„Aus dem Bestand der Musikbibliothek Peters, der insgesamt 24.000 Medien umfasst, und weiteren Dokumenten und Fotos haben wir einige wichtige ausgewählt und digitalisiert“, erläutert Susanne Metz, Direktorin der Leipziger Städtischen Bibliotheken das Projekt. „Jetzt wird von Arvato Systems alles multimedial aufbereitet und für die Präsentation auf einem Großbildschirm und im Internet gestaltet“.

In der Präsentation soll dann ein Auszug aus dem Gästebuch der Musikbibliothek Peters zu sehen sein. Dort verewigten sich ab Januar 1894 zahlreiche bedeutende Vertreter der nationalen und internationalen Musikwelt, wie die Komponisten Edvard Grieg, Johannes Brahms, Richard Strauss oder Gustav Mahler.

Ziel ist es, den Leipziger Bürgern und ihren Gästen durch die multimediale Präsentation die enge Verbindung jüdischer Geschichte in Leipzig mit der Musik- und Verlagsgeschichte der Stadt zu vermitteln. „Gerade das junge Publikum ist uns dabei wichtig. Wir hoffen, durch diese moderne Präsentationsform auch Schüler zu erreichen. So werden wir dem Anspruch gerecht, das kulturelle Erbe in die Zukunft zu tragen“, betont Susanne Metz.

Die Präsentation wird in Deutsch und Englisch erarbeitet. Sie soll ab Ende des Jahres auf einem Großbildschirm im 3. Obergeschoss der Stadtbibliothek zu sehen sein und kann darüber hinaus auch über die Website der Leipziger Städtischen Bibliotheken abgerufen werden.

Bildquelle: Thinkstock/Photodisc

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