Wirtschaftsaussichten

Drei von fünf CEOs sind optimistisch

Fast 60 Prozent der CEOs erwarten laut einer PwC-Umfrage 2025 eine Steigerung des globalen Wachstums, 42 Preozent rechnen mit einer Erhöhung des Personalbestands.

Die Weltwirtschaft unter der Lupe

Fast 60 % der CEOs weltweit erwarten, dass das globale Wirtschaftswachstum in den nächsten zwölf Monaten zunehmen wird, so die 28th Annual Global CEO Survey von PwC, der auf der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums vorgestellt wurde. Die Studie, für die 4.701 CEOs aus 109 Ländern und Regionen befragt wurden, zeigt auch, dass 42 % der Befragten in den nächsten zwölf Monaten mit einem Anstieg der Mitarbeitendenzahl um 5 % oder mehr rechnen.

Während die CEOs optimistisch sind, was die globale Wirtschaft angeht, bleiben die makroökonomische Volatilität (29 %) und die Inflation (27 %) dennoch die größten Risiken für das kommende Jahr - mit Unterschieden zwischen den Regionen. Geopolitische Konflikte gelten als größtes Risiko im Nahen Osten (41 %) und Zentral- und Osteuropa (34 %). In Westeuropa sind Cyber-Risiken (27 %) eine geringfügig größere Sorge als der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften (25 %) und die Inflation (24 %) – wobei die makroökonomische Volatilität mit 29 % die Liste anführt. In Afrika steht die Inflation an erster Stelle (39 %), während die Risiken in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum weitgehend mit dem weltweiten Durchschnitt übereinstimmen.

Transformation ist notwendig

Vier von zehn (42 %) CEOs glauben, dass ihr Unternehmen nicht über das nächste Jahrzehnt hinaus überlebensfähig sein wird, wenn es seinen derzeitigen Weg unverändert fortsetzt. Von diesen Unternehmen geben 42 % an, dass Veränderungen im rechtlichen Umfeld den größten Einfluss auf ihre wirtschaftliche Lebensfähigkeit haben. Aber die CEOs handeln – über alle Sektoren hinweg haben fast zwei Drittel (63 %) in den letzten fünf Jahren mindestens eine wichtige Maßnahme ergriffen und konnten in den letzten zwölf Monaten häufig höhere Gewinnmargen melden.

Das Tempo ist jedoch langsam, und der großen Mehrheit der Unternehmen mangelt es an Agilität. Wenn es darum geht, Budget und Personal zwischen Projekten und Geschäftsbereichen zu verschieben, hat uns etwa die Hälfte der CEOs mitgeteilt, dass sie 10 % oder weniger der finanziellen und personellen Ressourcen von Jahr zu Jahr umverteilen. Mehr als zwei Drittel verteilen weniger als 20 % um. Im Durchschnitt kamen nur 7 % der Einnahmen über die letzten fünf Jahre von verschiedenen neuen Geschäftsbereichen.

KI und Nachhaltigkeit stehen für größten Wandel

CEOs berichten greifbare Auswirkungen von GenAI. Mehr als die Hälfte (56 %) geben an, dass in den letzten zwölf Monaten Effizienzgewinne bei der Arbeitszeit ihrer Mitarbeitenden verzeichnet werden konnten, und ein Drittel (32 %) konnte seinen Umsatz steigern. Das Vertrauen in KI bleibt eine Hürde für eine breitere Einführung. Nur ein Dritte der CEOs gaben an, ein hohes Maß an Vertrauen in die Einbettung der Technologie in Schlüsselprozesse in ihrem Unternehmen zu haben.

Trotzdem ist der Optimismus hinsichtlich der Auswirkungen von GenAI auf die Rentabilität im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen – 49 % erwarten einen Anstieg in den nächsten zwölf Monaten. Etwa die Hälfte (47 %) erwartet, dass sie in den nächsten drei Jahren KI (einschließlich GenAI) in ihre Technologieplattformen integrieren werden, 41 % planen, sie in Kerngeschäftsprozesse zu integrieren, und 30 % haben Pläne für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

Da sich der Klimawandel weiterhin auf die Unternehmen auswirkt, ergreifen die CEOs auch weiterhin Maßnahmen. Als wir die CEOs baten, eine Bilanz der finanziellen Auswirkungen klimabezogener Investitionen in den letzten fünf Jahren zu ziehen, stellten wir fest, dass diese Maßnahmen mit sechsmal höherer Wahrscheinlichkeit zu Umsatzsteigerungen (33 %) als zu Umsatzrückgängen (5 %) geführt haben. Darüber hinaus gaben fast zwei Drittel der CEOs an, dass klimabezogene Investitionen entweder zu Kostensenkungen geführt oder keine nennenswerten Auswirkungen auf die Kosten gehabt hätten.

Die vollständigen Ergebnisse können unter pwc.com/ceosurvey abgerufen werden.

Bild von freepik

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