Studie des Münchner Kreis e.V.

Durchbruch für virtuelle Desktops?

Virtuelle Desktops warteten jahrelang auf einen Boom – jetzt stehen sie laut ­Studienergebnissen des Münchner Kreis e.V. bei den CIOs auf Platz Eins der Investitionsziele.

Durchbruch, Bildquelle: Thinkstock/iStock

Schaffen virtuelle Desktops den Durchbruch?

Lange zögerten Entscheider, ihre IT-Arbeitsplätze zentral in Rechenzentren zu betreiben. Galt es zunächst viele Fragen zu beantworten:  Wie aufwendig ist die Einrichtung der virtuellen Desktops? Wie leistungsfähig und zuverlässig ist das Rechenzentrum auch im Hinblick auf Sicherheit? Und  rechnet sich das gegenüber dem klassischen Desktop überhaupt?

Laufen alle Desktops in einem Rechenzentrum, erleichtert das zum einen Management, Wartung und Sicherheitsmaßnahmen. Zum anderen reagieren CIOs damit auf die Wünsche ihrer Mitarbeiter. Denn diese möchten überall und jederzeit arbeiten können. Das hat die Studie „Innovationsfelder der digitalen Welt 2013“ des Münchner Kreis e. V. herausgefunden. Mit einem virtuellen Desktop spielt es keine Rolle, wo und wann die Mitarbeiter arbeiten und mit welchem Endgerät. Denn sie greifen immer auf dieselben Daten und Anwendungen zu – auf zentral bereitgestellte Daten aus dem Rechenzentrum.

Für 46 Prozent der deutschen IT-Entscheider ist die Desktop-Virtualisierung das wichtigste Investitionsziel. Das ergab 2013 eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne unter 100 deutschen CIOs. Doch die bestehenden Angebote für Desktop as a Service lassen sich oft nur im Komplettpaket buchen und nicht individuell erweitern. Manche Produkte eignen sich etwa nicht, um gezielt Applikationen zur Verfügung zu stellen und Zugriffsrechte dynamisch zu vergeben. Kunden können diese Funktion aber auch nicht hinzubuchen. Wenn Unternehmen zudem virtuelle Desktopinfrastrukturen (VDI) nur teilweise einsetzen, müssen sie z.B. Datenspeicher zusätzlich zur Cloud auch vor Ort betreiben. Dadurch zahlen sie doppelt.

Eine Alternative stellen Lösungen dar, deren Angebot sich mit zusätzlichen Dienstleistungen modular anpassen lässt. Im Unterscheid zu reinen Desktop-as-a-Service-Angeboten betreiben entsprechende Lösungen, wie z.B. „Dynamic Workplace“ von T-Systems, auch die virtualisierten Applikationen in der Cloud. So lassen sich Doppelkosten für On-Premise-Elemente vermeiden. Zudem können Anwender Zusatzpakete buchen – diese unterstützen z.B. Mitarbeiter, die über verschiedene Unternehmensstandorte hinweg zusammenarbeiten, mit entsprechenden Applikationen wie z. B. Microsoft Lync, Exchange und Sharepoint.

 

Umstellung auf ­virtuelle Desktops

Fünf Fragen, die sich Unternehmen vor der Umstellung auf virtuelle Desktops stellen sollten:

  • 1. Welche Anforderungen haben die Anwender oder bestimmte Gruppen (z.B. Arbeiten im Offlinemodus)?
  • 2. Wie hoch sind die Implementierungs- und Betriebskosten?
  • 3. Wie können die Mitarbeiter miteinbezogen werden?
  • 4. Welche Unternehmensprozesse müssen angepasst werden?
  • 5. Wann soll die Virtualisierung stattfinden?

 

Bildquelle: Thinkstock/iStock

 

 

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