Aus Siemens Enterprise Communications wird Unify

Durchstarten mit „Project Ansible“

Der tiefgreifende Wandel in der Kommunikationsbranche hat auch beim Unified-Communications-Anbieter (UC) Siemens Enterprise Communications Spuren hinterlassen. Mit dem neuen Firmennamen „Unify“ und der in Kürze verfügbaren Kommunikationsplattform „Project Ansible“ will sich das Traditionsunternehmen eine zeitgemäße Identität zulegen.

Hamid Akhavan, Unify

„Unsere neue Marke haucht unserer ­Vision Leben ein“, so Hamid Akhavan, CEO von Unify.

Im Rahmen einer aufwendigen Präsentation hat Siemens Enterprise Communications gemeinsam mit namhaften Branchenexperten seine Umbenennung in Unfiy zelebriert. In München nahmen über 1.000 Mitarbeiter und Gäste an dem Event teil, gleichzeitig war man live mit dem Social Command Center von Unify in New York City verbunden. Weltweit verfolgten Mitarbeiter in 33 Ländern und rund 60 Niederlassungen die Übertragung und feierten gemeinsam die Enthüllung des neuen Markennamens.

Nach den Worten von Martin Kinne, Deutschlandchef und General Manager Zentraleuropa, definieren Marktentwicklungen wie die Consumerization der IT, Bring-your-own-Device-Konzepte (BYOD), der Einfluss der „Anywhere Workers“ und nicht zuletzt eine neue Generation IT- und kommunikationsaffiner Nutzer eine neue Art des Arbeitens. Der neue Firmenname bringt laut Kinne in perfekter Weise das Markenversprechen und die Unternehmensvision von Unify zum Ausdruck, Kommunikationssysteme, Geschäftsprozesse und Menschen zusammenzuführen.

Project Ansible spielt Schlüsselrolle

„Wir blicken auf eine lange Siemens-Tradition zurück und die Verbindung zu unserer Herkunft als Innovator bleibt stark“, unterstreicht Hamid Akhavan, der seit 2010 die Position des CEO bekleidet und das Unternehmen komplett umkrempelte. Das Ziel der neuen Geschäftsstrategie besteht seinen Angaben zufolge darin, bestehende Kunden und die Branche insgesamt dazu zu animieren, sich auf eine neue Art einzulassen, miteinander zu arbeiten. „Es wird sich zeigen, dass Technologie den Teamerfolg von Mitarbeitern verstärkt, Arbeitsgruppen und Prozessen neue Energie verleiht und die geschäftliche Performance steigert“, verspricht Hamid Akhavan.

Eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung dieser Strategie soll das Project Ansible spielen. Die Plattform für Kommunikation und Zusammenarbeit wurde im Juni dieses Jahres erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und stieß sowohl bei Kunden als auch bei Analysten auf positive Resonanz. Die Kommunikationsplattform wurde gemeinsam mit Frog Design, einem Spezialisten für Produktdesign, Digitale Medien, Software, Branding und Geschäftsstrategie, entwickelt und ist das Ergebnis aus zwei Jahren Entwicklungsarbeit basierend auf Recherche zu Anforderungen und Vorlieben der Anwender.

Unify bestätigt SaaS-Angebot

Die Plattform vereint und verwaltet die tägliche Kommunikationsflut in einer effizienten Multimediakommunikation. Verschiedenste Kanäle werden in ­einer einheitlichen Ansicht zusammengeführt. Nach Angaben des Anbieters wird die erste Version der Plattform vier Kommunikationskanäle gleichzeitig unterstützen: Sprache, Video, Text sowie eine gemeinsame Bildschirmnutzung. Ebenso wird sie es Anwendern ermöglichen, mithilfe einer einfachen Geste, genannt „Konversation-Swipe“, Multichannel-Gespräche ohne Unterbrechung von einem Gerät auf ein anderes zu übertragen. Der Anbieter bestätigte zudem, dass die erste Version als cloud-basiertes SaaS-Angebot (Software as a Service) bereitgestellt wird. Nach Vorstellung der Verantwortlichen soll Project Ansible die umfassende Palette bestehender Lösungen ergänzen, zu der u.a. das Openscape-Portfolio gehört, sowie Lösungen für Unternehmenstelefonie von anderen Anbietern wie etwa Cisco und Avaya unterstützen.

Die Plattform setzt dabei auf die Methodik der agilen Entwicklung. Das bedeutet, dass kontinuierliche Validierung und entsprechendes Feedback durch die Kunden entscheidend sind. Der Anbieter hat zu diesem Zweck ein Customer Advisory Council angekündigt. Aufgrund des starken Interesses von Kunden, Partnern und Lieferanten gab man überdies einen verkürzten Zeitplan für das Projekt bekannt. So sollen erste Tests auf Kundenseite bereits im Januar stattfinden und die allgemeine Verfügbarkeit ist für Juli 2014 geplant. Außerdem erklärte das Unternehmen, dass die Zahl der Registrierungen für die erste Beta-Testversion das Angebot bereits jetzt übersteigt.

www.unify.com

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