Interview mit Volker Smid, HP

Ein Fundament für die Cloud

Interview mit Volker Smid, Geschäftsführer von HP Deutschland, über die strategische Positionierung des Unternehmens – auch hinsichtlich aktueller Trends wie Cloud Computing und Mobility

  • Volker Smid, HP

    Volker Smid, Geschäftsführer von HP Deutschland

Nach knapp 18 Monaten unter der Führung von Konzern-Chefin Meg Whitman hat HP mit einer strategischen Neuausrichtung die Weichen gestellt. Die Geschäftsbereiche Drucken und Personal Computing wurden zusammengelegt; die Enterprise Group vereint nun das gesamte IT-Infrastruktur-Portfolio inklusive Technology Services. Zudem wurden umfangreiche Restrukturierungen einschließlich eines Stellenabbaus auf den Weg gebracht. Einsparungen sollen dabei zu einem Großteil in Innovation reinvestiert werden. Mit diesen Maßnahmen will HP die Voraussetzung schaffen, um erneut eine Spitzenposition in der Branche einzunehmen. Hierzulande liegt die Verwirklichung dieser Ziele in den Händen von Volker Smid und dem Managementteam der HP GmbH. Im Gespräch schildert Smid, wie das erreicht werden soll. Darüber hinaus gibt er in seiner Position als Vizepräsident des Hightech-Verbands Bitkom einen Einblick in den aktuellen Wandel der IT-Welt und die damit einhergehenden Herausforderungen.

IT-DIRECTOR: Herr Smid, Sie engagieren sich stark im Bitkom. Welche Themen dominieren momentan die Verbandsarbeit?
V. Smid:
Die Diskussionen werden von Themen wie Energiewende, Veränderungen im Verkehrs- und Gesundheitsbereich sowie Industrie 4.0 beherrscht. Da sich die damit verbundenen Ziele nicht ohne entsprechendes IT-Know-how verwirklichen lassen, muss eine Verschmelzung von IT-, TK- sowie klassischen Branchenkompetenzen stattfinden. Vor diesem Hintergrund treibt der Bitkom die intelligente Vernetzung sämtlicher Lebensbereiche voran.

IT-DIRECTOR: Demgemäß werden fast alle gesellschaftlichen Bereiche von IT durchdrungen sein. Inwieweit würde das öffentliche Leben stillstehen, sollten diese Systeme einmal ausfallen?
V. Smid:
Von einem Ausfall wären sicherlich nicht alle Bereiche auf einmal betroffen. Generell gilt jedoch: Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von IT-Infrastrukturen und -Anwendungen sowie deren Integration mit webbasierten Diensten ist es so wichtig wie nie zuvor, für Sicherheit und Hochverfügbarkeit zu sorgen. Insbesondere in den Unternehmen müssen durchgehende Sicherheitskonzepte existieren.

IT-DIRECTOR: Mit welchen Themen beschäftigen sich die CIOs über IT-Sicherheit hinaus derzeit noch?
V. Smid:
Aufgrund der unsteten wirtschaftlichen Lage können die IT-Verantwortlichen ihre Budgets nicht drastisch erhöhen. Gleichzeitig steigt jedoch der Druck auf die IT, Innovationen schneller umzusetzen. Dies hängt damit zusammen, dass sich sowohl die Geschäftsmodelle als auch die Marktsituation sehr schnell verändern.

Ein Beispiel: Insbesondere in traditionellen Märkten wie Westeuropa oder Nordamerika stagnieren die Umsätze bzw. gehen zurück. Demgegenüber steigen die Absätze in den Schwellenländern. Vor diesem Hintergrund müssen rasch neue IT-Infrastrukturen in den unterschiedlichsten Regionen aufgebaut werden. Dies wiederum erhöht den Druck auf die IT-Verantwortlichen, für mehr Compliance und Sicherheit zu sorgen. Und nicht zuletzt sind die Geschäftsbereiche und damit auch die IT-Organisationen gefordert, zügig neue Technologien wie Cloud-Services oder mobile Endgeräte einzubinden.

IT-DIRECTOR: Verlieren die IT-Leiter nicht an Bedeutung, wenn Fachabteilungen Cloud-Services an ihnen vorbei ins Unternehmen holen?
V. Smid:
Nicht unbedingt, denn ein guter CIO verschmilzt mit den Firmeninteressen und erhält so seinen Wert an sich. Er muss heute sicherstellen, dass die dynamische Ausweitung von Cloud-Bezugsmodellen sicher gemanagt und administriert werden kann. Denn der Bezug von Cloud-Lösungen ist kein Selbstläufer.

IT-DIRECTOR: Die IT-Welt befindet sich in einem Wandel und auch HP selbst erlebte zuletzt turbulente Zeiten. Wie steht das Unternehmen heute da?
V. Smid:
Wir agieren in einer dynamischen Industrie, die per se für Transformation steht. Dazu gehört, dass wir auch schwierige Entscheidungen treffen müssen. Im Oktober 2012 haben Meg Whitman und  das Konzernmanagement im Rahmen des Security Analyst Meeting die strategische Ausrichtung untermauert und eine Roadmap für die nächsten drei bis fünf Jahre vorgelegt. Die Kernaufgaben sind also klar definiert.

IT-DIRECTOR: Welche Aufgaben zählen dazu?
V. Smid:
Wir wollen unsere weltweite Marktführerschaft im Bereich IT-Infrastrukturen weiter ausbauen. Überdies wollen wir auch in anderen Sparten unsere führenden Positionen halten oder ausbauen, wie zum Beispiel im Drucker- oder PC-Markt.

IT-DIRECTOR: Wie wichtig ist dabei Ihr Softwaregeschäft?
V. Smid:
IT-Infrastrukturen können heutzutage nur mithilfe moderner Softwarekomponenten effizient gemanagt werden. Von daher besitzt unsere Software alle Stacks, um Infrastrukturen effektiv zu unterstützen und bei den Kunden erfolgreich zum Einsatz zu bringen. Darüber hinaus dient unser Service-Angebot dazu, für runde IT-Prozesse auf allen Seiten zu sorgen.

Alle Applikationen und die darauf aufbauenden Geschäftsprozesse basieren auf einer robusten Infrastruktur. Man braucht diese etwa, um Smartphones smart zu machen. Denn jede heruntergeladene App funktioniert nur dann, wenn entsprechende Infrastrukturen im Hintergrund dafür sorgen, dass sie mit Daten und Darstellungen versorgt wird. Unsere Rolle liegt also vornehmlich darin, als Transformationsmotor für die Infrastrukturen der Unternehmen zu fungieren.

IT-DIRECTOR: Wie sieht der Motor konkret aus?
V. Smid:
Ein Beispiel: Derzeit arbeiten wir an unserer neuen Servergeneration „Moonshot“. Diese basiert auf hocheffizienten Prozessoren, die man bislang in mobilen Endgeräten vorgefunden hat. Damit können sowohl der Platzbedarf für Serverinfrastrukturen als auch der Energiebedarf und damit die Stromkosten erheblich gesenkt werden.

IT-DIRECTOR: Sie sprachen Ihre Roadmap an – was können sich Ihre Kunden davon versprechen?
V. Smid:
Wir unterstützen CIOs dabei, ihre Infrastrukturen fit für die Zukunft zu machen. Dies betrifft zunehmend die Einbindung von Private- sowie Public-Cloud-Services. Möchten Kunden dieses Gebilde so robust und sicher wie möglich machen, werden sie an unseren Lösungen nicht vorbeikommen.

IT-DIRECTOR: Welchen Stellenwert besitzt Cloud Computing im Rahmen Ihrer Strategie?
V. Smid:
Kein Großunternehmen wird in nächster Zeit ausschließlich auf Cloud-Services setzen, dafür sind in den Firmen noch zu viele Altsysteme vorhanden. Von daher machen die weltweit genutzten Cloud-Dienste aktuell nur rund zehn Prozent des gesamten Infrastruktur- bzw. IT-Markts aus. Bis 2015 werden Cloud-Services hier voraussichtlich einen Anteil von rund 30 Prozent besitzen. Das heißt, dass auch dann noch 70 Prozent aller IT traditionell vorgehalten wird und nur 30 Prozent der Services aus der Wolke bezogen werden. Deshalb wird es in den nächsten Jahren primär darum gehen, die Übergänge von traditionellen und cloud-basierten IT-Umgebungen fließend zu machen bzw. sicher zu gestalten. So gesehen stehen wir erst am Anfang einer Transformationsphase, in der Kunden und Anbieter gemeinsam den Übergang in die Wolke managen müssen.

IT-DIRECTOR: Es geht also darum, ein stabiles Fundament für Cloud-Services aufzubauen?
V. Smid:
Genau, aber auch um einen Kulturwandel. Denn mit der Verbreitung und dem damit verbundenen Zwang zur Integration von Cloud-Diensten in bestehende IT-Landschaften geht ein Wandel sowohl auf Herstellerseite als auch seitens der IT-Verantwortlichen einher. Die IT-Abteilungen müssen sich von einer Organisation, die heute vornehmlich Infrastrukturen aussucht, implementiert und in Betrieb nimmt, hin zu einem Bereich wandeln, der Sourcing-Konzepte entwickelt. Am Ende geht es für sie eher um das Management von Service Levels als um die Auswahl eines Herstellers.

IT-DIRECTOR: Mit Cloud-Brokern oder Cloud Service Providern treten zudem neue Anbieter auf den Plan?
V. Smid:
Vor diesem Hintergrund wird sich künftig ein dynamischer Markt entwickeln. Bereits heute ist es möglich, eine rein private Cloud-Umgebung zu betreiben und dennoch kurzfristig – etwa um Lastspitzen abzufedern – Ressourcen eines Public-Cloud-Anbieters hinzuzubuchen, und zwar stunden-, tage- oder monatsweise. Die aktuell noch eher statische IT-Welt wird künftig sehr dynamische Infrastrukturen ausbilden müssen.

IT-DIRECTOR: Sie propagieren eine sogenannte Converged Cloud. Was steckt hinter diesem Modell?
V. Smid:
Unsere Cloud-Definition unterteilt in eine Private, Managed sowie Public Cloud. Denn wir können unsere Kunden nur dann erfolgreich bedienen, wenn wir alle Dimensionen des Bezugsmodells abdecken. Wir liefern eine Plattform, die Anwender in die Lage versetzt, auch Nicht-HP-Cloud-Dienste erfolgreich einzubinden und abzurechnen. So kann eine von uns installierte Cloud-Infrastruktur problemlos andere Dienste – etwa von Amazon oder Salesforce.com – einbinden, provisionieren sowie bei Bedarf hinzubuchen oder abkündigen. An dieser Stelle kommt die von Herstellern wie HP unterstützte Initiative „Open Stack“ zum Tragen. Die hier vereinbarten Standards bilden die Grundlage dafür, Cloud-Dienste verschiedener Anbieter in die eigene IT-Struktur einzubinden. Dies wiederum erlaubt dem CIO die Schaffung einer offenen Cloud-Aggregationsplattform.

IT-DIRECTOR: Hinter Open Stack steht eine quelloffene Architektur für Cloud Computing, die neben HP auch Firmen wie AMD, Citrix, Intel oder Dell unterstützen. Hat man damit bereits eine flächendeckende standardisierte Architektur geschaffen?
V. Smid:
Noch nicht umfänglich, aber Open Stack ermöglicht bereits über den reinen Datenaustausch hinaus das Koppeln unterschiedlicher Cloud-Services. So kann jedes Unternehmen neue Dienste schnell und unkompliziert anbinden, absichern und abrechnen.

IT-DIRECTOR: Wie verträgt sich diese Open-Source-Initiative mit dem ureigenen Interesse der Hersteller, stets ihre eigenen Produkte zu verkaufen?
V. Smid:
Hier muss jeder Kunde für sich selbst entscheiden, welchem Cloud-Anbieter er vertraut. So gibt es proprietäre Angebote, bei denen die Cloud nur dann funktioniert, wenn der Virtualisierungslayer von Hersteller A zum Einsatz kommt. Demgegenüber gehen andere Anbieter davon aus, dass im Unternehmen mehrere Virtualisierungslayer bereits vorhanden sind. Wir denken, dass die zuletzt genannte Vorgehensweise langfristig erfolgreicher ist. Denn wir leben in einer dynamischen Welt, in der Unternehmen gekauft bzw. verkauft und Geschäftsbereiche abgekoppelt werden. Auf diese Weise entsteht eine Heterogenität, die man in den Griff bekommen muss. Der Verantwortliche, der davon träumt, alles in einem Stack managen zu können, lebt auf einem anderen Stern.

IT-DIRECTOR: Können Sie uns eines Ihrer Cloud-Projekte beschreiben?
V. Smid:
Erst kürzlich haben wir die SAP-Anwendungen von AVL, einem Hersteller von Antriebssystemen, in die Wolke gebracht. In diesem Rahmen kamen auch unsere HP Utilities Services zur Anwendung, auf deren Basis man Standardservices wie E-Mail, Sharepoint oder andere quasi aus der Steckdose beziehen kann.

Ein weiteres Projekt realisierten wir bei ING Diba in den Niederlanden. Hier entschied sich der CIO für ein hybrides Bezugsmodell, mit welchem er intern private Cloud-Services betreibt und bei Bedarf öffentliche Dienste hinzuziehen kann. Der Vorteil: Benötigt das Finanzinstitut eine neue Applikation, müssen weder umfangreiche Installationen geplant noch neue Infrastrukturressourcen bereitgestellt werden. So reduziert sich die Zeit bis zur Inbetriebnahme von früher mehreren Monaten auf bis zu einen Tag.

IT-DIRECTOR: Wie begegnen Sie den Sicherheitsbedenken der Anwender bei der Anbindung von Public-Cloud-Services?
V. Smid:
Mit unserer Aggregationsplattform gibt es nur noch eine Stelle, an der die Services aggregiert, abgerechnet und abgesichert werden. Statt Public-Cloud-Services über zig verschiedene Kanäle ins Unternehmen zu holen, läuft alles fest geregelt über eine Plattform ab.

IT-DIRECTOR: Neben Cloud-Services rücken mobile Technologien in den Fokus vieler CIOs. Welche Mobility-Lösungen bieten Sie diesen an?
V. Smid:
Unser neues Flaggschiff ist das auf Windows 8 basierende Elite Pad 900, dessen Design aus Aluminium und Gorilla-Glas speziell für Unternehmenskunden entwickelt wurde. Sogenannte HP Smart Jackets, die sich wie eine Schutzhülle an das Tablet anbringen lassen, machen das Produkt zum optimalen Begleiter für den Arbeitsalltag. Sie enthalten unter anderem einen SD-Kartensteckplatz und weitere Steckplätze für zusätzliche Speicher- und Anschlussmöglichkeiten. Ein Jacket mit einem Zusatzakku sorgt außerdem für eine längere Akkulaufzeit.

IT-DIRECTOR: Dafür könnte man doch auch ein klassisches Notebook bzw. Ultrabook nutzen?
V. Smid:
Genau, weshalb ein Tablet für uns nichts anderes darstellt als ein neuer Formfaktor. Künftig sehen wir hinsichtlich der Nutzung mobiler Endgeräte auch in den Unternehmen fließende Übergänge, wobei deren Auswahl immer von der Frage abhängen wird, wozu der Mitarbeiter das Gerät eigentlich braucht.

IT-DIRECTOR: Was halten Sie im Zuge der zunehmenden Mobilität der Mitarbeiter von dem Hype um „Bring your own Device“?
V. Smid:
Eine ähnliche Bewegung gab es Anfang der 90ziger Jahre als der private PC in die Unternehmen drängte und – angeblich – die Großrechner verdrängen sollte. Einige Zeit später sollte die zunehmende Nutzung von Laptops wiederum dem klassischen Arbeitsplatz-PC gefährlich werden. Heute haben jedoch sowohl die Großrechner als auch die Arbeitsplatzrechner noch ihre Berechtigung. Vielmehr etablierte sich in der Praxis eine umgekehrte Vorgehensweise: Die IT-Verantwortlichen stellen ihren Mitarbeitern Firmengeräte zur Verfügung, die diese mit nach Hause nehmen können. So werden die Arbeitgeber künftig mobile Devices zur Verfügung stellen, mit denen der Mitarbeiter auch private Dinge erledigen darf. Schlankes, attraktives Design vereint mit der Ausstattung eines Business-Notebooks – das sind die mobilen Produkte der Zukunft.

IT-DIRECTOR: Ein anderes Hype-Thema betrifft den Umgang mit Big Data – wie ist HP in diesem Bereich aufgestellt?
V. Smid:
Im Rahmen unserer Big-Data-Strategie ermöglichen wir die Beherrschung der unterschiedlichsten Dateiformate sowie aller unstrukturierten Inhalte – inner- wie außerhalb der Unternehmen. Mit den Akquisitionen von Softwareschmieden wie zuletzt Autonomy und Vertica ergänzen wir dabei unsere Infrastrukturkompetenz. Das damit erhaltene Know-how versetzt uns in die Lage, nicht nur Business-Intelligence-Lösungen anzubieten, sondern alle unterschiedlichen Dimensionen von Big-Data-Analysen abzubilden.

IT-DIRECTOR: Wie realisieren Sie die intelligente Analyse der Daten?
V. Smid:
Die Software von Autonomy ermöglicht es dem Anwender, über 27 Sprachen hinweg linear sowie kontextabhängig zu suchen. So erfährt der Nutzer etwa, ob seine Kunden mit den Call-Center-Services des Unternehmens zufrieden sind. Solche Informationen liegen in keiner Datenbank, sondern müssen im World Wide Web gesucht und anschließend entsprechend für die Verantwortlichen agreggiert aufbereitet werden. Ein anderes Beispiel findet man im Patentwesen. Wollen Unternehmen heute ein Patent anmelden, sollten sie sich vorher zwingend darüber informieren, ob sich irgendwo auf der Welt nicht bereits jemand mit diesem Sujet beschäftigt hat.

IT-DIRECTOR: Übernimmt dies nicht das Patentamt?
V. Smid:
Sicher, aber erst am Ende des Patentprozesses. Doch zuvor hat das Unternehmen viel Geld und Zeit in eine Entwicklung investiert, die es schon gibt. In unserer heutigen Welt mit 550 Millionen Webservern und zwei Milliarden Internetnutzern ist die Suche nach relevanten Informationen ungleich schwieriger geworden als noch vor zehn Jahren. Eine Big-Data-Lösung hilft, herauszufiltern, ob sich jemand weltweit und egal in welcher Sprache bereits um ein Patent bemüht hat.

IT-DIRECTOR: Apropos Patente – wie viel Aufwand stecken Sie in die Entwicklung von Innovationen?
V. Smid:
Wir besitzen aktuell mehr als 37.000 Patente, wobei zum Beispiel allein die Ankündigung unserer „Gen8“-Serverarchitektur über 150 neue Patente mit sich brachte. Generell ruhen wir uns auf diesen Errungenschaften nicht aus, sondern bringen laufend neue Technologien auf den Markt.

IT-DIRECTOR: Können Sie uns ein Beispiel nennen?
V. Smid:
Kürzlich haben wir eine neue Tintenstrahldrucktechnologie angekündigt. Mit der sogenannten „PageWide Technology“ kann eine Seite in Sekundenschnelle auf einmal bedruckt werden. Dabei besitzt der Tintenstrahlkopf bis zu 42.000 Düsen, die gleichzeitig die Tinte auf das Papier bringen. Die Größe der einzelnen Tropfen liegt bei sechs Pikolitern, was ein Billionstel Liter ist und für unsere Augen kaum wahrnehmbar ist.

Volker Smid
Alter: 55 Jahre
Werdegang: Studium der Informatik und Betriebswirtschaft, danach folgten Tätigkeiten im Management-Consulting; Gründer und Geschäftsführer eines auf das Gesundheitswesen spezialisierten Softwarehauses, anschließend arbeitete Smid für einige Startups in den USA. Im Anschluss daran folgten leitende Positionen bei Parametric Technology und Novell bevor er zu HP wechselte.
Derzeitige Position: Geschäftsführer von HP Deutschland
Hobbys: Segeln und HSV

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