Content Days

Ein neues Gesicht für ECM

Am 13. und 14. März 2012 trafen sich rund 700 Kunden und Partner des Anbieters Open Text zu den jährlichen Content Days in München. Neben Vorträgen, Workshops und Produktdemonstrationen wurden die Teilnehmer über die künftige Unternehmensausrichtung informiert.

Content Days, Bildquelle: Siegfried Dannehl

Mehr als 700 Partner und Kunden trafen sich im März 2012, um sich über aktuelle ECM-Trends zu informieren.

Adressiert und diskutiert wurden aktuelle Themen, darunter die Nutzung von ECM-Systemen zur Automatisierung der Dokumentenerfassung, -erstellung und -verteilung, die elektronische Vorgangsbearbeitung mittels elektronischer Akte oder die effizientere Gestaltung von Geschäftsprozessen durch die Kombination von Business-Process-Management- und ECM-Systemen. Ebenfalls auf der Tagesordnung standen Trends wie der Einsatz von Social Media in ECM-Systemen oder der ECM-Zugriff über mobile Endgeräte.

Im Detail analysiert wurden die genannten Themen im Rahmen einer DACH-weiten Studie, die Open Text beim Analystenhaus Pierre Audoin Consultants in Auftrag gegeben hatte. Nach deren Ergebnissen haben die 120 befragten Verantwortlichen in mittelgroßen und großen Unternehmen klare Vorstellungen über Entwicklungen im ECM-Umfeld. ECM-Cloud-Services genießen demnach zur Zeit wenig Aufmerksamkeit. Einen hohen Stellenwert, wenn auch erst in der Zukunft, werden nach der Erwartung der Befragten, Themen wie Social Media, Collaboration und der mobile Datenzugriff erlangen. Basierend auf der Erkenntnis, dass Informationsmanagement für die Unternehmen insgesamt eine hohe Relevanz hat, verfolgen die meisten Firmen dennoch pragmatische ECM-Ansätze. Treibende Faktoren sind, laut Studie, in vielen Fällen nach wie vor gesetzliche Vorgaben.

Als Highlight im Produktbereich, präsentierte der Anbieter die neue Capture-Lösung für Microsoft Sharepoint. Damit adressiere man das Problem, dass es meist an einer unternehmensweiten Plattform zur Erfassung und Weiterverarbeitung verschiedenster Dokumentenarten fehlt. Die Lösung erfasst nicht nur Papierdokumente, sondern erlaubt auch den Import anderer Dokumentenarten wie Faxe, E-Mails mit Anhängen, Bilder oder Formulare. So lassen sich Inhalte unternehmensweit erfassen und automatisch in den Sharepoint Libraries einstellen. Durch den zentralen Plattformansatz sinken die Kosten pro Transaktion und der Automatisierungsgrad von Prozessen lässt sich erhöhen.

Seit Januar 2012 steht Mark J. Barrenechea als neuer CEO an der Spitze des Softwarehauses. Im Rahmen einer Pressekonferenz unterstrich er den Ehrgeiz, die Spitzenstellung seines Unternehmens als einer der weltweit größten unabhängigen Anbieter im ECM-Markt zu behaupten. Eine wichtige Rolle soll dabei der Ausbau des bestehenden Partnernetzwerkes spielen. Auch durch gezielte Akquisitionen möchte man weiter wachsen. Technologisch betrachtet, prognostiziert Barrenechea dem ECM-Segment in den kommenden Jahren weitreichende Veränderungen. „Business Intelligence, intelligente Suchmaschinen aber auch neue Sicherheitsmechanismen werden künftigen ECM-Lösungen ein neues Gesicht geben. ECM wird sich sukzessive zu einem umfassenden Business Information Management wandeln“, glaubt Barrenechea. Einen starken Einfluss auf diese Entwicklung werden neue Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit durch Social Media und die fortschreitende Konsumerisierung im IT-Umfeld haben.

Bildquelle: Siegfried Dannehl

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