Ein blinder Fleck

Endpoint to Cloud als Achillesferse

Mit Firewalls, Netzwerksicherheit, Cloud-Sicherheit, Endpunktschutz und Network Detection and Response (NDR) scheint das Thema IT-Sicherheit komplett abgedeckt zu sein. Sicherheitsvorfälle am Übergang vom Endpunkt zur Cloud bleiben jedoch ein blinder Fleck.

Schloss mit Lücke

Daten müssen geschützt werden – ganz gleich an welchem Ort sie sich befinden.

Laut Ifo-Institut hat sich in Deutschland der Anteil der Beschäftigten, die manchmal oder häufig im Homeoffice arbeiten, bei 25 Prozent eingependelt – gegenüber weniger als 15 Prozent vor der Corona-Pandemie. Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern weiterhin, entweder zu 100 Prozent oder im Rahmen eines hybriden Modells aus der Ferne zu arbeiten.

Neben stationärer Hardware im Homeoffice nimmt auch die Nutzung mobiler Geräte für den Zugriff auf Unternehmensressourcen zu. Viele Mitarbeiter sind somit außerhalb des traditionellen Netzwerks aktiv, greifen auf Anwendungen in der Cloud zu und nutzen Geräte, deren Verwaltung nicht durch die IT-Abteilung erfolgt.

Punktueller Tool-Mix?

Unternehmen reagierten auf die neuen Rahmenbedingungen, indem sie punktuelle Sicherheitslösungen ergänzten. Diese bieten jedoch keinen umfassenden Ansatz vom Endpunkt bis zur Cloud, erschweren das Sicherheitsmanagement und führen zu Lücken. Die nachträglich hinzugefügten Maßnahmen beeinträchtigen zudem die Nutzererfahrung und damit die Produktivität der hybriden Belegschaft. Zeitgemäßer wäre einer Sicherheitslösung, die Unternehmensdaten „verfolgt“ und schützt, wo immer sie gerade fließen oder sich befinden.

Einen effektiven Ansatz verfolgen andere Unternehmen wie z.B. Lookout mit einer Cloudsicherheitsplattform, die Security Service Edge (SSE) und Endpunktsicherheit zusammenführt, um Anwender und Daten unabhängig vom Standort zu schützen. SSE bündelt Cloud-zentrierte Funktionen, um den sicheren Zugriff auf das Web, Cloud-Dienste (SaaS) und private Anwendungen zu erleichtern. Die kombinierte Plattform für SSE und Endpunktsicherheit überwacht kontinuierlich die Risikolage von Anwendern und Geräten, um einen dynamischen und granularen Zero-Trust-Zugang auf der Grundlage der Sensibilitätsstufe von Anwendungen und Daten zu ermöglichen. Unternehmen können so ihre Mitarbeiter, deren Geräte, Anwendungen und Daten vor unbefugtem Zugriff sowie vor aktuellen internetbasierten Bedrohungen schützen.

Vier Säulen

Der Plattformansatz für Endpoint-to-Cloud-Sicherheit stützt sich auf vier Säulen: mobile Endpunktsicherheit, einen sicheren privaten Zugang zu Unternehmensanwendungen, einen sicheren Internetzugriff sowie einen sicheren Cloud-Zugriff.

Die mobile Endpunktsicherheit schützt verwaltete und nicht verwaltete Geräte vor Phishing, bösartigen Anwendungen, riskanten Netzwerkverbindungen und der vollständigen Kompromittierung. Den sicheren privaten Zugang zu Unternehmensressourcen gewährleistet eine in der Cloud bereitgestellte Zero-Trust-Network-Access-Lösung (ZTNA), unabhängig davon, wo sich der Nutzer oder die Anwendung befinden. Im Gegensatz zu einem VPN verbindet diese Säule der Endpoint-to-Cloud-Sicherheit die Anwender mit den Anwendungen und nicht mit dem Netzwerk, was dem Kernprinzip einer Zero-Trust-Architektur entspricht.

Der sichere Internetzugriff ist durch ein ebenfalls aus der Cloud bereitgestelltes Secure Web Gateway mit Firewall as a Service gewährleistet. Diese Säule baut ebenso auf den Prinzipien von Zero Trust auf, um Anwender, zugrundeliegende Netzwerke und Unternehmensdaten vor internetbasierten Bedrohungen zu schützen und Datenverluste zu verhindern.

Für den sicheren Cloud-Zugriff schließlichdient ein Cloud Access Security Broker, um nahtlos alle Cloud- und SaaS-Anwendungen mit einheitlichen Richtlinien, zuverlässiger Datensicherheit und validierter Standardkonformität zu schützen. Dabei ist vollständige Sichtbarkeit und Kontrolle über das gesamte Geschehen der Cloud-Nutzung gewährleistet.

Daten bleiben geschützt

Eine Cloud-native, einheitliche Sicherheitsplattform adressiert sowohl Endpunkt- als auch Cloud-Sicherheit ganzheitlich. Es geht darum, Daten zu schützen, egal wo sie gespeichert sind, ob auf dem Endgerät des Nutzers oder in einer Unternehmensanwendung, und wo immer sie sich gerade bewegen, einschließlich Netzwerken, Clouds, Anwendungen und Nutzergeräten. Eine entsprechende Lösung muss so dynamisch und flexibel sein wie die moderne digitale Welt. Unternehmen können dadurch ihre sensiblen Daten überall schützen und zugleich deren Wert freisetzen, um sich im Wettbewerb zu behaupten.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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