Dr. Frank Schlottmann, langjähriger Lehrbeauftragter für Künstliche Intelligenz am Karlsruher Institut für Technologie, verfügt über tiefgreifende Kenntnisse im Consulting.
KI-Technologien wie ChatGPT, Luminous und Bard schlagen aktuell große Wellen. Unbestritten ist: Large Language Models bergen breit einsetzbare Fähigkeiten und enormes Potenzial. Gleichzeitig schürt dies Ängste: Werden manche Berufe aussterben? Sehr wahrscheinlich werden sich Jobprofile ändern. In weniger als drei Jahren wird es Normalität, dass Beschäftigte aus der Kreativ-, Wissensarbeit und IT täglich auf LLM-basierte Assistenzsysteme zurückgreifen. Diese werden die Recherche beschleunigen und Rohtexte für viele Anwendungsfälle generieren, z.B. für Webinhalte und Social-Media-Posts. Zudem wird KI anhand von natursprachlichen Beschreibungen Inhalte, Bilder und Videos für Präsentationen erstellen oder neue Codefragmente erzeugen. Vor allem an der Kundenschnittstelle werden das sprachliche Niveau und der Automatisierungsgrad der Mensch-Maschine-Kommunikation deutlich erhöht. KI wird Menschen nicht überflüssig machen. Wie beim Robotereinsatz in der Industrie wird sie wesentlicher Teil von Arbeitsprozessen sein. Am Ende soll und muss der Mensch den KI-Output neuer Assistenzsysteme sichten, bewerten, anpassen und in ein finales Arbeitsergebnis überführen.
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Bildquelle: Msg Systems AG