Dell hat das nach eigenen Angaben erste Pilotprojekt für das Recycling von Gold aus alten Elektronikgeräten vorgestellt.
Derzeit werden nur 12,5 Prozent des entstehenden Elektroschrotts bei der Herstellung neuer Produkte wiederverwendet, heißt es in einer Pressemeldung. Allein in den USA würden jedes Jahr Gold und Silber im Wert von 60 Millionen Dollar aus nicht mehr benötigten Telefonen weggeworfen. Dies zeigt, welches Potential das Recycling dieser Materialien hat. Doch die Wiederverwendung von Gold aus gebrauchten Geräten hat laut Dell nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische Vorteile, indem Schäden für Gesundheit und Umwelt, die üblicherweise mit dem Abbau von Gold verbunden sind, vermieden werden.
In einem umweltschonenden Prozess zerlegt der Dell-Umweltpartner Wistron Greentech gebrauchte Elektronik in einzelne Komponenten. Das in Motherboards verbaute Gold wird im Rahmen einer Kreislauflieferkette recycelt und in neuen Motherboards oder anderen Produkten wiederverwendet. Laut einer Studie von Trucost, einem britischen Analysten für Umweltrisiken, werde hierdurch die Umweltbelastung im Vergleich zur traditionellen Goldgewinnung um 99 Prozent verringert.
„Innovativer Materialeinsatz, beispielsweise bei Kunststoff, Kohlefaser und jetzt Gold, wird für uns immer wichtiger. In einer Tonne Motherboards ist bis zu 800 Mal mehr Gold vorhanden als in einer Tonne Erz. Das macht die enorme Bedeutung solcher Anstrengungen sehr deutlich“, erklärt Jeff Clarke, Dell Vice Chairman.
Bildquelle: Thinkstock/Ingram Publishing