IT-Projekte brauchen die externe Workforce.
Selbständige IT-Fachkräfte sind unverzichtbare Stützen im laufenden IT-Betrieb. Insbesondere für CIOs, die vorausschauend agieren und langfristig auf die Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur setzen. Etwa 75 Prozent aller befragten IT-Entscheider haben laut der aktuellen Studie „Was CIOs erwarten“ von den Marktforschern von Lünendonk & Hossenfelder diesen Fokus für die Jahre 2024 und 2025. Trotz der aktuellen Kostendämpfung wissen sie um die Bedeutung von Innovationsprojekten für mittelfristige Steigerungen in Prozesseffizienz und -automatisierung. „Wenn sich eine Verbesserung der konjunkturellen Aussichten abzeichnet, werden die digitalen Wachstumsthemen wieder stärker nachgefragt werden“, erwartet Mario Zillmann, Autor der Studie.
Auch beim auf freiberufliche IT-Experten spezialisierten Personaldienstleister Etengo geht man trotz konjunkturell bedingter Talfahrt langfristig von einem Nachfrageanstieg nach externen Projektmitarbeitern aus. Externe Spezialisten für die Bereiche „Data Science“ und „Machine Learning“ stehen dauerhaft hoch im Kurs – auch deshalb, weil viele Unternehmen längst wissen, sie können solche Tätigkeiten kaum noch intern besetzen.
Der anhaltende Mangel an qualifizierten IT-Experten, langwierige und kostspielige Rekrutierungsprozesse, demografische Veränderungen sowie hohe Komplexität im IT-Management verdeutlichen, wie unverzichtbar externe Unterstützung wird. Sei es für Commodity- oder auch Zukunftsthemen. Zusätzlich treiben veränderte Arbeitsansichten, die auf Flexibilität und Eigenverantwortung abzielen, erfahrene IT-Profis vermehrt in die Selbständigkeit.
Diese Entwicklung hat bereits begonnen und zwingt Unternehmen dazu, sich genau zu überlegen, wie die IT-Workforce der Zukunft aussehen soll, die komplexe Modernisierungs- und Digitalisierungsthemen strategisch wie operativ vorantreiben kann. Laut einer aktuellen Auswertung des Portals Freelancermap sind schon jetzt knapp 70 Prozent aller IT-Freiberufler mit IT-Infrastrukturthemen wie der Cloud-Transformation beschäftigt. Ähnlich viele Externe werden in Bereichen wie dem Datenmanagement sowie bei IT-Sicherheitsthemen eingesetzt.
Dabei gilt: je größer die Spezialisierung, desto besser. Zwar haben diese externen Wissensarbeiter ihren Preis. Was allerdings in Anbetracht der strategischen Bedeutung des IT-Projekts von vielen IT-Entscheidern als das deutlich kleinere Übel angesehen wird. Zudem steht ein hoher Stundensatz eines erfahrenen Profis einer sofortigen Verfügbarkeit sowie einem schnellen Produktiveinsatz gegenüber. Das ist auch dringend notwendig, denn Innovationszyklen werden immer kürzer, womit die Einarbeitung in neue Wissensgebiete wie z.B. in die Zukunftstechnologie der Künstlichen Intelligenz (KI) immer schneller vonstattengehen muss. Damit die externen Profis ihre komfortablen Honorare abrufen und ihre Expertise in den Großprojekten voll zum Einsatz bringen können, bedarf es seitens der internen IT allerdings einer möglichst gut umrissenen Aufgabenstellung.
Allerdings liegt genau hier das Problem, das sich insbesondere durch den demografischen Wandel verstärkt. Fehlendes internes Know-how führt dazu, dass Einsatzgebiete für Externe immer schwieriger zu definieren sind. IT-Freelancern bleibt oft nichts anderes übrig, als ihren Projekteinsatz basierend auf verschiedenen Erfahrungen selbst zu gestalten. Besonders in den Bereichen „IT-Infrastruktur“, „IT-Sicherheit“ und „Datenmanagement“ klaffen immer größere Lücken zwischen interner Qualifikation und externem Bedarf. Der Personaldienstleister Hays hat in seinem globalen Cyber Security Report etwa beziffert, dass ganze 90 Prozent der befragten Führungskräfte die Umsetzung ihrer Cyber-Security-Strategie in Gefahr sehen, weil es bei diesen Kompetenzen dauerhafte Qualifikationslücken gibt.
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Angesichts dieser Entwicklung sollten CIOs den Einsatz und die Rolle ihrer externen IT-Mitarbeiter in zukünftigen Modernisierungs- und Digitalisierungsprojekten genauer untersuchen. Denn trotz Kostenoptimierung gilt es,die IT-Infrastruktur widerstandsfähiger und gleichzeitig fit für die Zukunft zu machen.
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