Veritas-Studie

Fehler aus Scham und Angst vertuscht

Eine aktuelle Studie von Veritas Technologies zeigt, dass viele Angestellte grobe Anwendungsfehler aus Scham oder Angst verheimlichen, auch wenn dadurch wichtige Daten in Cloud-basierten Applikationen verloren gehen.

Angst vor Konsequenzen

Angst vor persönlichen Konsequenzen sorgt bei vielen Mitarbeitern dafür, dass sie Fehler verheimlichen.

Unternehmen verlieren Daten nicht nur durch Ransomware-Angriffe, sondern auch durch grobe Schnitzer ihrer Mitarbeiter. Das hat eine Studie von Veritas ergeben, für die insgesamt 11.500 Büroangestellte aus aller Welt befragt wurden. Hierzulande haben mehr als die Hälfte schon einmal gemeinsam genutzte Daten wie Word- oder Excel-Dokumente versehentlich gelöscht. 23 Prozent der Befragten passiert dies mehrmals pro Woche, einem Fünftel sogar täglich.

Die Studie ergab, dass Anwendungsfehler häufig gar nicht ans Tageslicht kommen. So versuchen 40 Prozent der Umfrageteilnehmer in Deutschland zu vertuschen, dass sie gemeinsame Daten aus Cloud-Anwendungen versehentlich gelöscht haben. 37 Prozent gaben an, dass niemand ihren Fehler bemerkt habe. Bei der großen Mehrheit (63 Prozent) wurden die Fehler dagegen entdeckt. In 16 Prozent aller Vorfälle waren die Daten für immer verloren.

Auf die Frage, warum sie die Fehler nicht zugaben, antworteten 35 Prozent, sie hätten sich geschämt. 17 Prozent erklärten, dass sie Angst vor persönlichen Konsequenzen hatten. Sieben Prozent nannten als Grund, dass sie bereits Ärger mit ihrer IT-Abteilung hatten. Bei Ransomware-Vorfällen wird noch mehr verheimlicht: Nur 32 Prozent der Befragten in Deutschland würden Fehler, mit denen sie das Einschleusen von Ransomware erst möglich machten, sofort eingestehen.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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