THW setzt auf Snom-IP-Telefone

Flexible Anbindung

Anlässlich des Papstbesuchs im September 2011 hat das Technische Hilfswerk gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst und der Freiburger Berufsfeuerwehr nahe dem City-Flugplatz Freiburg eine Führungsstelle eingerichtet. Zum Einsatz kamen dabei auch acht IP-Telefone von Snom.

Snom-Telefon im Einsatz beim THW, Bildquelle: Snom

Die IP-Telefone von Snom hat das THW per WLAN in das Netzwerk integriert.

Diese hat das Technische Hilfswerk (THW) per WLAN in ein komplexes Netzwerk mit Richtfunkstrecken und Glasfasernetz integriert. Dank der einfachen Anbindung und der Möglichkeiten zur schnellen Konfiguration der Telefone war das THW in der Lage, flexibel auf den jeweiligen Kommunikationsbedarf zu reagieren und den Einsatz erfolgreich zu absolvieren.

Bereits seit sechzig Jahren ist das Technische Hilfswerk weltweit unterwegs, um Menschen in Not technische Hilfestellung zu geben. Ob humanitäre Hilfe nach Dürreperioden, Bürgerkriegen, Erdbeben und Hochwasserkatastrophen oder technische Unterstützung bei Großereignissen wie dem Papstbesuch – das THW leistet an vielen Einsatzorten auf der ganzen Welt täglich ganz praktische Hilfe. Als Bundesanstalt gehört das Technische Hilfswerk zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums, doch nur ein Prozent der Mitarbeiter des THW sind hauptberuflich bei der Behörde beschäftigt. 99 Prozent der über 80.000 deutschen Helfer engagieren sich ehrenamtlich in 668 Ortsverbänden.

Anlässlich des Deutschlandbesuchs von Papst Benedikt II im September 2011 war der THW-Ortsverband Emmendingen gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst (MHD) und der Freiburger Berufsfeuerwehr u.a. damit betraut, auf dem THW-Gelände nahe dem City-Flugplatz Freiburg die Führungsstelle Rettungswesen einzurichten und zu betreiben. Die Einsatzleiter wurden im Rahmen des Einsatzes u.a. mit IP-Telefonen von Snom ausgestattet. Da sich die vorkonfigurierten Telefone jederzeit flexibel anbinden ließen, war es dem Einsatzteam möglich, die Geräte dort in Betrieb zu nehmen, wo sie tatsächlich gebraucht werden.

Integration in bestehende Netzwerke

„Ich hatte mich im Vorfeld im Internet schlau gemacht und auch mit etlichen Anwendern gesprochen“, erinnert sich Eric Mühle, Fernmeldeführer des Einsatzes und Stellvertretender Vorsitzender des THW-Förderverein Emmendingen, an seine Recherche. „Was ich über die Snom-Telefone gelesen und gehört habe, hat mich überzeugt.“ Und Heike Cantzler, Head of Corporate Communication bei Snom, betont: „Das THW beim Papstbesuch zu unterstützen, war für uns Ehrensache und Highlight zugleich.“ Insgesamt hat Snom acht IP-Tischtelefone an das THW übergeben: das Basis-Businesstelefon 300, das 320 für Vieltelefonierer, das 821 mit hochauflösendem TFT-Farbdisplay und das 870 mit Touch-Display und intuitiver Menüführung.

Die Anforderungen, die Eric Mühle vom THW an die IP-Telefone stellte, waren nicht zu unterschätzen: Die Geräte mussten schnell einzurichten und einfach zu konfigurieren sein. Außerdem konnte die Führungsstelle Rettungswesen keine aufwändige, kilometerlange Verkabelung vornehmen lassen – eine Voraussetzung, die die Snom-Telefone von Haus aus erfüllen. Sie arbeiten auf Basis des offenen SIP-Protokolls und lassen sich darum einfach in bestehende Netzwerke integrieren.

Nachdem THW, MHD und Feuerwehr mit den Vorbereitungen für das Event bereits im April begonnen hatten, verlief der insgesamt zehntägige Einsatz – Auf- und Abbau der Führungsstelle inklusive –problemlos. Umfassende Tests der Kommunikationstechnik unmittelbar vor der Veranstaltung wurden ohne nennenswerte Fehler absolviert. „Das ist mir in meinen 15 Jahren beim THW noch nie passiert“, so Mühle. Drei Führungslage-Anhänger mit Führungskommunikationskraftwagen bildeten die Führungsstelle für drei Einsatzstäbe des Technischen Hilfswerks, des Malteser Hilfsdiensts und der Berufsfeuerwehr Freiburg.

Koordination von über 1.000 Helfern

Von der Führungsstelle aus war das Team in der Lage, die insgesamt über 1.000 Helfer zu koordinieren. Zwischen den einzelnen Lkw hat das THW ein Netzwerk eingerichtet und eine hybride Telefonanlage installiert, die sowohl VoIP- als auch ISDN-fähig ist. Mit den IP-Telefonen hat man neben der Führungsstelle Rettungswesen auch die Patiententransportleitstelle und den Sanitätsstand auf dem Flugplatz ausgestattet. Die Anbindung der beiden Außenposten erfolgte über mehrere IP-Richtfunkstrecken, die über das Glasfasernetz auf dem Flugplatz verbunden waren. Die IP-Telefone hat das THW per WLAN in das Netzwerk integriert.

„Auf einer Großveranstaltung mit Tausenden Besuchern kann man sich nie sicher sein, ob alles nach Plan abläuft. Man muss stets schnell und flexibel reagieren können, sollte doch etwas Unvorhergesehenes geschehen“, sagt Eric Mühle vom THW. „Ohne zuverlässige und anpassungsfähige Kommunikationstechnik steht man da schnell auf verlorenem Posten.“ Von der Standortunabhängigkeit und der Zuverlässigkeit der IP-Telefone hat sich die Führungsstelle Rettungswesen schnell überzeugen können. „Was mich begeistert hat, war, dass ich die Telefone innerhalb von zehn Minuten einrichten und einfach über das Web konfigurieren konnte“, so Mühle.

Da man bei THW, MHD und Feuerwehr im Vorfeld nicht genau wusste, wo welcher LKW stehen würde, war es eine Arbeitserleichterung, dass sich die Telefone ortsunabhängig per WLAN in das Netzwerk integrieren ließen. „Und dann musste die Patiententransportleitstelle tatsächlich kurzfristig umziehen. Dank WLAN war die Inbetriebnahme der Telefone am neuen Standort aber kein Problem“, berichtet Mühle.

Keine spezielle Schulung

Während des Einsatzes haben sich zwei Funktionen der Telefone ganz besonders bewährt: Die flexible Tastenbelegung und die Fernkonfiguration über das Web. Das THW nutzte die Möglichkeit, Telefonnummern samt Namen mit nur wenigen Tasteneingaben abzuspeichern und ebenso unkompliziert auf das Telefonbuch zuzugreifen. Das Modell 870 etwa ist eigens dafür optimiert. Im Adressbuch kann der Nutzer jeden Anrufer schnell identifizieren und bei Bedarf auch wichtige Zusatzinformationen hinterlegen. Die Bedienelemente auf dem Display sind in ihrer Größe an einen aktiven Umgang mit dem Telefon angepasst. So war gewährleistet, dass die Fernmeldezentrale auch in der größten Hektik immer den richtigen Kontakt anwählen konnte.

Zudem bieten die Telefone einen weiteren Vorteil, der dem THW viel Ärger erspart hat: die Option, einzelne Tasten über die Web-Oberfläche zu sperren oder etwa die „Do not disturb“-Funktion per LAN zu aktivieren. „Wir haben die Erfahrung gemacht: Je weniger Tasten der Anwender bedienen kann, desto weniger Fehler passieren. So ist es uns gelungen, die Anzahl der technischen Störungen auf ein Minimum zu reduzieren“, erklärt Mühle. Zudem verfügen alle Modelle, die die Führungsstelle Rettungswesen eingesetzt hat, über diverse frei belegbare Funktionstasten. So konnten die Führungskräfte selbst entscheiden, welche wichtige Funktion sie auf welcher Taste hinterlegen wollten, wie etwa einen Anruf halten, weiterleiten oder umleiten.

Vor Inbetriebnahme der IP-Telefone hatten die späteren Nutzer der Telefone keine spezielle Schulung erhalten. Dennoch hatten Eric Mühle und seine Kollegen keinerlei Schwierigkeiten, sich in die Funktionsweise und Handhabung der Geräte einzuarbeiten. „Wenn man sich ein wenig für Kommunikationstechnik interessiert, ist die Bedienung eines Snom-Telefons kinderleicht“, beschreibt Mühle die Vorteile der intuitiven Menüführung der IP-Telefone. Rückblickend zieht er ein entsprechend positives Feedback: „Die IP-Telefone haben uns den Einsatz im Bereich Telefonie erleichtert. Dank der VoIP-Technik konnten wir die Geräte an jedem beliebigen Ort flexibel einsetzen. Selbst meine erfahrenen Kameraden aus den speziellen Weitverkehrstrupps des THW waren von der einfachen Konfiguration begeistert.“

Bildquelle: Snom

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