Benchmarking mit neuem Green-Grid-Tool

Fortschritt in grünen Rechenzentren

Rechenzentrumsbetreiber können jetzt ihre Fortschritte in Effizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung mittels eines neuen Tools messen, das The Green Grid online zur Verfügung stellt.

Pflanze, Bildquelle: Lea Sommerhäuser

The Green Grid ist ein offenes Industriekonsortium, das sich der Förderung der Ressourceneffizienz in Rechenzentren und Business-IT-Umgebungen widmet. Das kostenfrei nutzbare Tool soll die Bewertung von Rechenzentrum und IT-Portfolio mit dem The Green Grid Data Centre Maturity Model (DCMM), einem Kriterienkatalog zur Messung des Fortschritts hin zu umweltfreundlicheren, nachhaltigeren Verfahren im Rechenzentrum, ermöglichen.

Als Erweiterung des DCMM bietet das neue Werkzeug dem Nutzer nicht nur die Möglichkeit, sein Rechenzentrum hinsichtlich Energie, Kühlung, Rechenleistung, Storage und Netzwerk zu messen sowie den eigenen Fortschritt innerhalb seiner Peergroup und mit aktuellen Best Practices in der Branche zu vergleichen. „Wir haben das Data Centre Maturity Model als das weltweit umfassendste eigenständige System entwickelt, das Rechenzentrumsbetreiber auf einen Weg hin zu maximaler Nachhaltigkeit und Energieeffizienz führen kann“, sagt Harkeeret Singh, Vorsitzender The Green Grid Technical Work Group. „Darauf baut das neue Online-Benchmarking-Tool auf und bietet dem Nutzer klare Bewertungskriterien mittels derer er sich im Vergleich zu den aktuellen Best Practices und einer Roadmap für die Branche über fünf Jahre messen kann.“

Verbesserte Nachhaltigkeit

„Die DCMM-Kriterien beschreiben den Stand der Fähigkeiten für jeden Bereich im Rechenzentrum. Betreiber können so die jeweilige Leistung im einzelnen bewerten, die Reifegrade bestimmen und die notwendigen weiteren Schritte und Innovationen identifizieren, um eine größere Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu erreichen“, ergänzt Singh. „Nach Eingabe ihrer Daten erhalten Nutzer Zugriff auf ihren persönlichen DCMM-Equaliser, ein Modell, anhand dessen sich der Reifegrad bestimmen lässt und die aktuell notwendigen Schritte und Innovationen im Rahmen der eigenen Strategie ersichtlich sind, die zu größerer Energieeffizienz und verbesserter Nachhaltigkeit im Rechenzentrum führen.“ Nutzer können dann auch Benchmark-Ergebnisse erhalten, so dass sie sehen, wie sie im Vergleich zur Branche und zu ähnlichen Rechenzentren abschneiden und welche nächsten Schritte notwendig sind, um die Effizienz zu verbessern.

„Das DCMM sollte als kollektiver Routenplan für die Branche betrachtet werden – Betreiber werden nach Weiterentwicklung der Aussagekraft des Modells verlangen, Anbieter und Hersteller werden Nutzer dabei unterstützen, ihre daraus abgeleiteten Ziele zu erreichen. ‚Grüne’ Initiativen der IT-Branche werden oft skeptisch betrachtet, und manchmal ist dies auch gerechtfertigt. Das DCMM-Tool wird Rechenzentren in die Lage versetzen, den glaubwürdigen Beweis zu liefern, in der Branche – und vielleicht auch gegenüber ihrer Konkurrenz – führend in Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit zu sein“, fasst Singh zusammen.

www.thegreengrid.org

Bildquelle: Lea Sommerhäuser

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