Studie zu Cyberkriminalität

Führungskräfte geraten ins Visier der Hacker

Cyberkriminelle haben es laut einer GetApp-Studie vor allem auf Führungskräfte abgesehen. Sie sind aufgrund ihres Zugangs zu sensiblen Daten Systeme eine besonders attraktive Zielgruppe.

Cyberangriffe nehmen weiter zu

Cyberangriffe haben es häufig auf Führungskräfte abgesehen, die aufgrund ihres Zugangs zu sensiblen Daten und umfangreichen Rechten innerhalb der IT-Systeme eine besonders attraktive Zielgruppe darstellen. Eine neue Studie von GetApp untersucht die Anfälligkeit von Führungskräften gegenüber Cyberangriffen und wie Unternehmen ihre Cybersicherheit verbessern können.

Die Konsequenzen eines Cyberangriffs sind verheerend, wenn er eine Person in Führungsposition trifft. Cyberkriminelle sind sich dieser Folgen bewusst und nehmen sich Führungskräfte zum Ziel: So geben 64 % der befragten IT-Experten an, dass leitende Angestellte in ihrem Unternehmen in den letzten 18 Monaten Ziel mindestens eines Cyberangriffs waren. Außerdem sagten 72 % der IT-Experten aus, dass Führungskräfte häufiger Opfer von Cyberattacken werden als andere Angestellte. Zudem vermehren sich die Angriffe immer weiter: 65 % der Befragten, deren Führungskräfte zum Ziel eines Cyberangriffs wurden, geben an, dass diese Angriffe in den letzten drei Jahren zugenommen haben. 

Leitende Angestellte fallen immer noch auf Phishing-Angriffe herein

Die Studie zeigt, dass die Angriffe hauptsächlich durch E-Mail-Phishing (56 %), Malware (43 %) und Angriffe auf Passwörter (31 %) ermöglicht wurden. Oft führen elementare Fehler dazu, dass Unternehmen Cyberangriffen ausgesetzt sind. Wenn es um die Handlungen von Führungskräften geht, die zu einer Cyberattacke geführt haben, ist der Download von Dateien aus nicht bekannten oder nicht vertrauenswürdigen Quellen (41 %) neben schwachen Passwörtern (41 %) das Hauptproblem. Außerdem ignorierten 34 % der Führungskräfte Cybersicherheitsschulungen.

Der Identitätsbetrug von Personen in der Führungsebene stellt ein großes Cyberrisiko für Unternehmensdaten und finanzielle Vermögenswerte dar und dürfte Anlass zur Sorge geben, da Angriffe wie KI-Deepfakes immer mehr zu einer immer ernsteren Bedrohung werden. Tatsächlich zeigt die Studie, dass bereits 27 % der Führungskräfte von einem KI-gestützten Deepfake-Angriffe betroffen waren. Dieser Wert liegt über dem internationalen Durchschnitt von 21 %.

“Das Risiko, auf einen Identitätsbetrug hereinzufallen, kann durch Schulungen stark reduziert werden. 80 % der IT- und Sicherheitsexperten sind der Meinung, dass Führungskräfte mehr Cybersicherheitsschulungen erhalten sollten als andere Angestellte. In mehr als ein Drittel der Unternehmen (36 %) ist dies jedoch nicht der Fall. Durch das Bewusstsein für gängige Angriffsvektoren und die Anwendung bewährter Sicherheitspraktiken können menschliche Schwachstellen minimiert werden, welche meistens von Angreifern ausgenutzt werden,” so Ines Bahr, Content Analystin der Studie.

Weitere Ergebnisse der Studie gibt es auf der Website von GetApp.

Bild: Eden Moon / Pixabay

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