Fachkräftemangel

Führungskräfte müssen umdenken

Wenn es darum geht, Fachkräfte zu gewinnen, werben viele Unternehmen gerne mit ihren flachen Hierarchien, flexiblen Arbeitszeiten, Homeoffice und Co-Working Spaces. Doch längst nicht immer sind sich Arbeitgeber und Mitarbeiter einig darüber, wie die schöne neue Arbeitswelt gestaltet werden sollte.

Führungskräfte

Nur 43 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland geben an, dass ihr Feedback mindestens einmal im Jahr eingeholt wird - ein Grund für Führungskräfte, öfter und besser zuzuhören.

So zeigt etwa der aktuelle „Work Trend Index“ von Microsoft, dass zwar 86 Prozent der befragten Mitarbeiter in Deutschland angeben, in einer hybriden Arbeitswelt produktiv zu arbeiten. Allerdings haben ihre Führungskräfte daran eher Zweifel: Gerade einmal 21 Prozent glauben das. Die überwiegende Mehrheit befürchtet, dass Produktivitätseinbußen auf die mangelnde Effizienz der Beschäftigten im Homeoffice zurückzuführen sind. Der Druck auf die Beschäftigten, sich beweisen zu müssen, nimmt damit noch weiter zu.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Ein solcher Produktivitätswahn untergräbt hybride Arbeitsformen und macht sie wenig nachhaltig. 44 Prozent der im Rahmen der Studie befragten Beschäftigten und 54 Prozent der Führungskräfte in Deutschland geben an, dass sie sich bei der Arbeit ausgebrannt fühlen. Darum ist es wichtig, Klarheit zu schaffen. So sollten Führungskräfte ihren Beschäftigten dabei helfen, zu entscheiden, was wichtig ist, um sich darauf zu fokussieren. Und sie sollten öfter zuhören: Nur 43 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland geben an, dass ihr Feedback mindestens einmal im Jahr eingeholt wird. Damit steigt das Risiko, dass ohnehin unzufriedene Mitarbeiter sich noch schneller für einen Jobwechsel entscheiden. Angesichts des Fachkräftemangels sollten Unternehmen daher rasch umdenken, um ihre Beschäftigten zu halten.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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