Eine leistungsstarke, digitale Infrastruktur bildet das Fundament der Digitalisierung.
Unternehmen stehen unter Druck: Die Covid-19-Pandemie hat in zahlreichen Branchen Störungen und Unterbrechungen von Arbeitsabläufen zur Folge gehabt. Gleichzeitig haben sich in den letzten Monaten immer mehr analoge Prozesse in den digitalen Raum verlagert, verspricht dies Unternehmen doch eine größere Flexibilität, um auf ein verändertes Marktumfeld reagieren zu können und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Eine kürzlich von Equinix veröffentlichte Marktstudie, die 4. Ausgabe des Global Interconnection Index (GXI), untersucht, wie sich dies auf die Digitale Transformation und den Ausbau der zugrundeliegenden digitalen Infrastruktur auswirkt. Neben Covid-19 identifiziert die Studie fünf Makrotrends, die in den nächsten drei Jahren beeinflussen werden, wie Unternehmen Infrastrukturinitiativen planen:
Das Zusammenspiel dieser Trends verdeutlicht den Mehrwert einer leistungsstarken, digitalen Infrastruktur als Fundament der Digitalisierung. Wichtigstes Grundprinzip einer solchen Infrastruktur ist dabei die private Konnektivität (Interconnection) zwischen Unternehmen, Clouds und Services, die dank direkter Anbindungen innerhalb von Colocation-Rechenzentren nicht nur schneller, sondern auch sicherer ist als das öffentliche Internet.
Der GXI prognostiziert in diesem Kontext einen rasanten Anstieg der weltweiten Interconnection-Bandbreite, also dem Maß der privaten Konnektivität zwischen Organisationen. So erreicht die Interconnection-Bandbreite in Europa zwischen 2019 und 2023 eine jährliche Wachstumsrate von 45 Prozent. Die Region kommt damit auf einen Anteil von 23 Prozent (3.782 Tbit/s) der global installierten Interconnection-Bandbreite. Wichtigster europäischer Wachstumsmarkt ist Frankfurt mit einer jährlichen Wachstumsrate von 50 Prozent – eine beachtliche Entwicklung, die die Bedeutung des Standorts als europäische Rechenzentrums- und Datenhauptstadt unterstreicht.
Vor allem die Nachfrage nach direkten Cloud-Anbindungen und digitalen Services am Netzwerkrand ist ein Wachstumstreiber: So sollen Telekommunikationsunternehmen sowie Cloud- und IT-Anbieter in EMEA insgesamt 54 Prozent des Gesamtwachstums der Interconnection-Bandbreite ausmachen. Diese wachsende Anbieterkapazität wird dabei vor allem von Branchen wie der Industrie, dem Finanzwesen oder dem Gesundheitssektor in Anspruch genommen, die sich mit digitalen Initiativen auf den Aufschwung nach der Pandemie vorbereiten.
Der Bericht zeigt, dass vorerst kein Ende der Digitalisierung in Sicht ist. Im Gegenteil: Das Tempo der Transformation hat noch einmal zugenommen. Um diesem wachsenden Bedarf auch in Zukunft nachzukommen werden Rechenzentrumsanbieter in Deutschland auch in den nächsten Jahren ihr Angebot ausbauen. Damit einher geht die wachsende Bedeutung der Branche als Bereitsteller einer essentiellen Infrastruktur.
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