Malware bleibt weiterhin hochaktiv
Der IT-Sicherheitshersteller ESET gibt mit seinem Threat Report regelmäßig Updates über die aktuelle Lage in der Cybersicherheit. In der neuesten Ausgabe fassen die ESET Analysten ihre Ergebnisse aus dem Zeitraum von Dezember 2023 bis Mai 2024 zusammen. Herausgekommen sind zahlreiche neue und bekannte Bedrohungen für Internetnutzer und Unternehmen, darunter Infostealing-Malware, die Videospieler angreift.
Gamer im Visier der Cyberkriminellen
"Cyberkriminelle nehmen Gamer ins Visier, die sich außerhalb des offiziellen Gaming-Ökosystems bewegen. Einige Videospiel-Cracks und Cheating-Tools, die in Online-Multiplayer-Spielen verwendet werden, enthielten gefährliche Infostealer-Malware wie Lumma Stealer und RedLine Stealer", sagt Jirí Kropác, Director of ESET Threat Detection.
"RedLine Stealer verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 mehrere Spitzen in unserer Telemetrie, vor allem in Spanien, Japan und Deutschland, wo 50 Prozent der Fälle erfasst wurden. Gamer sollten ihre Software ausschließlich über offizielle und legale Quellen beziehen - nicht nur aus Sicherheitsgründen, sondern auch weil Cracks und Cheating-Werkzeuge in Multiplayer-Spielen in den meisten Fällen illegal sind."
Fake-KI-Tools auf dem Vormarsch
In den letzten Monaten hat Infostealing-Malware damit begonnen, sich als generative KI-Tools zu tarnen. Im ersten Halbjahr 2024 wurde der Rilide Stealer entdeckt, der sich als KI-Assistent wie Sora von OpenAI und Gemini von Google ausgibt, um potenzielle Opfer anzulocken. In einer anderen Kampagne verbarg sich der Infostealer Vidar hinter einer angeblichen Windows-Desktop-App für den KI-Bildgenerator Midjourney. Das echte KI-Modell von Midjourney ist nur über die Messenger-Plattform Discord verfügbar. Seit 2023 hat ESET beobachtet, dass Cyberkriminelle das Thema KI zunehmend missbrauchen - ein Trend, der sich aller Voraussicht nach fortsetzen wird.
Weitere Informationen gibt es bei ESET im BLog WeLiveSecurity.com.
Der gesamte Report ist unter diesem Link verfügbar.