Big-Data-Analysen erfordern Datenqualität

Große Datenberge effizient auswerten

Eine aktuelle Omikron-Studie zeigt auf: Der Datenqualitätsaspekt wird in der aktuellen Diskussion zu Big Data noch weitgehend ausgeklammert.

Zwar wird bereits intensiv über Big Data diskutiert, in vielen Unternehmen fehlen jedoch noch konkrete Anwendungsszenarien mit Geschäftsnutzen. Nach einer Studie der Omikron Data Quality GmbH, Pforzheim, bewerten die Unternehmen das wachsende Datenvolumen vielmehr als eine herausfordernde Schwierigkeit und problematisieren beim Thema Big Data zudem den Aspekt der Datenqualität.

Der Erhebung zufolge stehen die Firmen in den nächsten Jahren vor einem sich gewaltig entwickelnden Datenvolumen. In jedem vierten Fall  soll derzeit das jährliche Wachstum 50 Prozent und mehr betragen. Umgekehrt liege der Anteil der Firmen, die eine vergleichsweise geringe Volumenentwicklung von einem Fünftel und weniger pro Jahr haben, lediglich bei 23 Prozent.

Doch obwohl die Zunahme der Informationsmenge grundsätzlich auch neue Optionen für Datenanalysen bietet, stehen die Unternehmen diesen Möglichkeiten laut Studie noch recht skeptisch gegenüber. Nur 20 Prozent bewerten die Volumenentwicklung in der Hinsicht primär als Chance, für eine deutliche Mehrheit von 57 Prozent verbirgt sich dahinter jedoch in erster Linie ein Problem.

Diese Haltung kristallisiert sich auch bei der Frage heraus, ob die befragten IT-Verantwortlichen für eine Zusammenführung und Analyse unterschiedlichsten Datenquellen schon konkrete Geschäftseinsatzfelder identifiziert haben. Dies gilt erst für jeden Fünften, während 54 Prozent derzeit noch keinerlei Anwendungsmöglichkeiten für Big Data erkennen. Interessant ist der mit 29 Prozent vergleichsweise hohe Anteil derjenigen, die sich dazu noch gar nicht positioniert haben, weil ihnen offenbar der Zugang zu diesem Thema fehlt.

Allerdings bestünde in Sachen Datenqualität bei den Befragten eine relativ große Überstimmung. Hier ist der Anteil der IT-Verantwortlichen, die noch über keine ausreichende Einschätzung verfügen, nicht nur deutlich geringer. Sondern der überwiegende Teil misst mit Blick auf Big Data der Datenqualität große Bedeutung zu. So urteilen 44 Prozent, dass daraus neue, aber noch nicht ausreichend klare Herausforderungen erwachsen. Weitere 39 Prozent werden sogar noch deutlicher und äußern die Meinung, ohne eine höhere Datenqualität seien Big Data-Ansätze zum Scheitern verurteilt.

www.omikron.net

Welche Bedeutung messen Sie beim Thema Big Data dem Management der Datenqualität zu?

  • es erzeugt neue, aber noch unklare Herausforderungen: 44 Prozent
  • ohne höhere Datenqualität funktioniert Big Data nicht: 39 Prozent
  • die Anforderungen werden sich kaum ändern: 5 Prozent
  • noch keine Einschätzung: 12 Prozent

Bildquelle: Joujou/Pixelio

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