Big Data: Aktivposten oder Belastung?

Große Datenmengen nutzbar machen

Kommentar von Achim Deboeser, Vice President und General Manager EMEA Central Region bei Informatica, über eine notwendige Integration von Daten für erfolgreiche Big-Data-Analysen

Achim Deboeser, Informatica

Achim Deboeser, Vice President bei Informatica

Das moderne Computing durchläuft gerade einen signifikanten Wandel – das Wo, das Was und das Warum verändern sich. Dieses Phänomen hat tief greifende Auswirkungen auf alle Aspekte des modernen Computings: So findet ein Wechsel von lokal in die Cloud statt (das betrifft das Wo) vom Transaktionsdatenbestand hin zu Interaktionsdaten (das Was) und vom klassischen Desktop zu mobilen Geräten (das Wie) statt.

Diese Veränderungen betreffen auch alle Aspekte von Daten:
•    Der Umfang an Daten, die Unternehmen erzeugen, nutzen, speichern und auf die sie zugreifen, wächst nach wie vor exponentiell. Statistiken von IDC zufolge kann man davon ausgehen, dass sich die Datenbestände über das nächste Jahr gesehen mehr als ver44-fachen – und zwar auf atemberaubende 35.2 Zettabytes weltweit.
•    Auch der Typus der Daten verändert sich enorm – mit den neuen Arten von Daten in den sozialen Netzwerken und Daten, die für den Betrieb eines Gerätes gespeichert werden.
•    Und schließlich werden die Fristen, mit dem Unternehmen ihre Daten verarbeiten können müssen, immer kürzer. Was bislang eine ganze Woche in Anspruch nahm, muss jetzt an einem Tag erledigt sein, während sich die Verarbeitungszeiten eines Tages auf ein paar Minuten reduziert haben.

In einigen Fällen ist die Verarbeitung im Micro-Sekunden-Takt bereits Standard.
Ob Big Data zum größten Aktivposten eines Unternehmens wird oder eher zu einer erheblichen Belastung – dies hängt ganz von den Strategien und Lösungen ab, die eingesetzt werden, um mit dem geradezu epischen Wachstum der Datenvolumina, der Komplexität, Diversität und Schnelligkeit fertig zu werden. Die Informatica Plattform ermöglicht beispielsweise die Maximierung des “Return on Big Data”, da sie Datenintegration auch für Big Data bietet. Eine solche Integration ermöglicht den Zugriff auf und die Integration von Daten jeden Ausmaßes und aus jeder beliebigen Quelle und kann sie zusammenführen, um so Einblicke und Wertschöpfung zu schaffen, die sonst unerreichbar wären.

Die Big-Data-Integration ermöglicht zum Beispiel den Zugang zu großen Datenvolumina, selbst dann, wenn die Menge ein Petabyte in der Dimension übersteigt, mit nativer Konnektivität zu OLTP- und Olap-Datenspeichern. Zudem wird der Zugriff auf ganz neue Informationsquellen wie Daten aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Linkedin und anderen möglich. Und zwar in Kombination mit im Unternehmen vorhandenen Daten, um die einheitliche Sicht auf den Kunden zu verbessern.

Zahlreiche Kunden nutzen bereits die Macht der Big-Data-Integration für ihre Geschäftsentwicklung, so zum Beispiel T-Mobile. Das Unternehmen nutzt das Informatica PowerCenter um Daten, die über eine ganz unterschiedliche, gebündelte Architektur verteilt sind, zu integrieren. Ebenfalls genutzt wird unter anderem eine Hadoop-Implementierung die die eine moderne Kundendaten- und Kündigungsanalyse unterstützt, die auf CDRs, Weblogs, Rechnungsdaten, Daten aus den sozialen Netzwerken und mehr basiert. Indem Big Transaction und Big Interaction Data kombiniert werden, gewinnt T-Mobile eine umfassendere Sicht auf den Kunden und die Ursachen für Kündigungen. In nur einem Quartal konnte die Zahl der Kündigungen halbiert werden.

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