SAP-Trends

Großes Vertrauen in Zukunftsplattform S/4HANA

Laut einer aktuellen Valantic-Studie denken die IT-Chefs darüber nach, wie sie die neue Technologie mit großem Mehrwert und nutzenstiftend einsetzen können.

SAP Messestand

Die SAP Business Technology Plattform auf der Hausmesse Sapphire

Unternehmen der DACH-Region wollen massiv von Künstlicher Intelligenz (KI) profitieren, mit SAP S/4HANA und der Business Technology Platform (BTP). Die Business-Strategen in den Unternehmenszentralen denken zurzeit intensiv darüber nach, wie sie die neue Technologie mit großem Mehrwert und möglichst nutzenstiftend in die SAP-Module und Unternehmensworkflows integrieren können, so das Ergebnis einer aktuellen valantic-Studie.

Das Digital Solutions-, Consulting- und Software-Haus valantic fragt im Jahresturnus seit 2018 SAP-Experten aus der DACH-Region nach dem Stand der Dinge in puncto S/4HANA-Migration, nach Investitionsabsichten, präferierten Technologien, Business-Chancen, BPM, Cloud und aktuell Künstlicher Intelligenz. Der Vergleich mit den Umfrage-Ergebnissen erlaubt es, langfristige Trends zu erkennen und Entwicklungen abzuschätzen. Dieses Jahr haben gut 200 SAP Expert*innen in zwei Umfragephasen teilgenommen.

In Zukunft erfolgreicher wirtschaften 

Die Teilnehmer der Umfrage, so eines der Ergebnisse, setzen dabei großes Vertrauen in SAPs Zukunftsplattform S/4HANA. 78,6 Prozent, das ist mit großem Abstand der höchste Wert, wollen durch eine Migration auf S/4HANA vor allem Automatisierungsmöglichkeiten durch KI, Predictive Analytics und verwandte Data-Science-Technologien stärker ausschöpfen als bisher, um sich dadurch im Wettbewerb besser aufstellen und in Zukunft erfolgreicher wirtschaften zu können. 

SAP-Unternehmen, das hat die diesjährige valantic SAP Umfrage 2024 gezeigt, ist die herausragende Bedeutung von KI im Unternehmensumfeld klar bewusst und sie wollen die vielen KI-Vorteile realisieren. Die Walldorfer hatten im September letzten Jahres mit ihrem KI-Assistenten Joule ein starkes Debut hingelegt. Joule verstehe den Geschäftskontext und sei direkt in die geschäftskritischen Prozesse von Unternehmen integriert, so SAP. Davon profitieren SAP-Cloud-Anwendungen wie das HR-Management und Finanzwesen, das Supply Chain Management bis hin zur BTP. Effizienz, Produktivität und Kreativität steigen nach der Einarbeitungsphase. Für 42,9 Prozent ist Joule die beliebteste KI-Anwendung. 

Cloud: Immer noch umstritten in den Firmen

Beim Thema Cloud scheiden sich allerdings die Geister. Trotz des Cloud-Hypes, die Cloud gilt mittlerweile für viele Services als Commodity, bevorzugen fast 60 Prozent der von valantic befragten Unternehmen für ihr Allerheiligstes, also ihr ERP-System, immer noch den Eigenbetrieb on-premises. Das ist schon eine Überraschung und möglicherweise spielen fehlende Kommunikation und Aufklärung eine entscheidende Rolle. Immerhin gehen 31 Prozent in die abgesicherte und speziell auf ihr Unternehmen zugeschnittene SAP S/4HANA Private Cloud. Dieser Trend hatte sich bereits im Vorjahr abgezeichnet. Aber nur 9,5 Prozent der Umfrageteilnehmer trauen sich in die SAP S/4HANA Public Cloud. Das geht sogar so weit, dass 23,8 Prozent die Public Cloud prinzipiell ablehnen.

Besonders die große Anzahl an Eigenentwicklungen, die ja auch in die Cloud migriert werden müssen, und geringere Einflussmöglichkeiten im Cloud-Betrieb bereiten den Zögerern Kopfschmerzen (beide jeweils 47,6%). In Sachen migrationsfähige Eigenentwicklungen und KI-Erweiterungen könnte die SAP Business Technology Platform (BTP) eine große Hilfe sein, die von 64 Prozent als Integrationsmaschine gesehen wird. Allerdings herrscht dort noch ein großer Informationsbedarf, besonders bei KI. Erst 5,5 Prozent haben sich mit dem aktuellen Funktionsumfang der BTP im Bereich KI beschäftigt. 36,7 Prozent haben immerhin bereits einen Blick darauf geworfen. Der ganze Rest von 57,8 Prozent: Niente.

Zehn Key Facts des SAP-Survey

  • 78,6 Prozent wollen mit SAP S/4HANA die Automatisierung (u.a. durch KI) im Unternehmen vorantreiben
  • 45,2 Prozent der Teilnehmer denken intensiv über eine Transformation auf SAP S/4HANA nach (Vorjahr: 13,2 Prozent)
  • 40,5 Prozent, die Mehrheit, wählen die schnelle und weniger kostenintensive Brownfield-Migrationsmethodik, die allerdings auch Nachteile hat. Optimierungspotenziale werden unter Umständen nicht genutzt.
  • 69,1 Prozent beklagen sich über fehlende Ressourcen für Transformationsprojekte
  • Fast 60 Prozent betreiben ihr ERP immer noch im Eigenbetrieb on-premises
  • Bei der Cloud-Migration bereiten die große Anzahl an Eigenentwicklung und geringere Einflussmöglichkeiten Kopfschmerzen (beide jeweils 47,6 Prozent)
  • 23,8 Prozent lehnen die Public Cloud prinzipiell ab
  • KI-Assistent Joule ist mit Abstand die beliebteste KI-Anwendung der SAP Community (42,9 Prozent)
  • Aber erst für 6,6 Prozent ist KI ein integraler Bestandteil ihrer Geschäftsprozesse
  • 64 Prozent sehen die Business Technology Platform (BTP) vor allem als Integrationsmaschine

Sie können die Studie hier herunterladen.

Bild: SAP

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok