Deutscher Netzwerkmarkt ist hart umkämpft

Hochwertigkeit ist das Gebot der Stunde

Der deutsche Netzwerkmarkt ist hart umkämpft – wer sich durchsetzen möchte, muss sich von der Konkurrenz abheben. Jakub Duch, Executive Officer, Vice President Marketing, DevOps & Technology Partner Alliance, und Christian Rannetshauser, Vice President European Channel Management & Director Regional Sales, bei Allied Telesis, erklären im Interview, mit welcher Strategie sie den deutschen Markt gewinnen wollen.

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    Laut Jakub Duch ist der deutsche Markt dem ­japanischen in vielerlei Hinsicht ähnlich.

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    Christian Rannetshauser betont, wie umkämpft der Netzwerkmarkt in Deutschland ist.

ITD: Herr Rannetshauser, um Ihr Unternehmen war es hierzulande zwischenzeitlich recht still geworden. Seit einigen Jahren bearbeiten Sie nun auch den deutschen Markt wieder – was hat sich hier im Netzwerkmarkt der ­Zwischenzeit verändert? Mit welchen ­Strategien hoffen Sie, bei den Kunden in Deutschland punkten zu können?
Christian Rannetshauser:
Nun, so still, wie viele denken, war es ja eigentlich gar nicht. Wir hatten die Zeit bis 2016 genützt, um uns auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten. Seit einigen Jahren haben wir nun das Konzept der engen Partnerschaft etabliert. Im Detail bedeutet dies, dass wir unsere Anstrengungen auf die intensive Unterstützung der Partner fokussieren. Gleichzeitig legen wir einen Schwerpunkt auf das Generieren eines Mehrwerts für Kunden – zum einem im technischen Bereich, zum anderen mit unseren Dienstleistungen. Als typisch japanisches Unternehmen gehören Respekt und Vertrauen mit zu den wichtigsten Aspekten in einer Partnerschaft. Der Netzwerkmarkt ist in Deutschland umkämpft, deshalb wollen wir uns mit diesem Ansatz unterscheiden.

ITD: Herr Duch, was unterscheidet den deutschen Markt für Netzwerklösungen von anderen Märkten? Wo gibt es hier aktuell noch Nachholbedarf und wer sind dabei die Stakeholder?
Jakub Duch:
Der deutsche Markt ist dem japanischen Markt in vielerlei Hinsicht ähnlich. Deutsche Kunden legen Wert auf hochwertige Produkte. Und die Investitionen in das Gesundheitswesen, das Bildungswesen oder die kommunale Infrastruktur sind für beide Länder ein Schwerpunkt. Wir sind sehr stark partnerorientiert. Jeder Partner hat seine Stärken in einem bestimmten vertikalen Markt, den wir ansprechen wollen.  Heute liegt in Deutschland der größte Fokus auf Lösungen für das Gesundheits- und Bildungswesen sowie für Regierungsnetzwerke. Wir arbeiten mit lokalen Behörden, Beratern und spezialisierten Partnern zusammen, um jeden vertikalen Zielmarkt zu entwickeln. Es ist wichtig, dass wir alle Compliance-Regeln erfüllen, um Netzwerkprodukte und -dienste in Deutschland zu verkaufen. Es ist für uns sehr bedeutend, zertifiziert und somit ein anerkannter Anbieter zu sein.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

ITD: Von welcher Technologie versprechen Sie sich für die zukünftige Entwicklung den größten Innovationsschub? Welche Projekte haben Sie schon angestoßen?
Jakub Duch:
Das wird auf jeden Fall unsere Lösung zur Automatisierung von Geschäftsprozessen im Unternehmen sein. Dafür haben wir unser Management-Automatisierungs-Framework namens AMF (Autonomous Management Framework) entwickelt. Allied Telesis AMF umfasst eine Reihe von Verwaltungsfunktionen, die in der Software der Netzwerkknoten selbst codiert sind. Häufig anfallende Aufgaben werden automatisiert oder so einfach gestaltet, dass der alltägliche Betrieb eines Netzwerks mit erheblich reduziertem Verwaltungsaufwand und mit weniger Fehlerquellen erreicht wird.

Bildquelle: Allied Telesis

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