Der Zugang zu unternehmenskritischen Bereichen sollte nicht nur vor Ort, sondern auch digital kontrolliert werden.
Im letzten Jahr boten zahlreiche Unternehmen ihren Mitarbeitern erstmalig die Möglichkeit, primär von Zuhause aus zu arbeiten. Dadurch wurde die Rolle von einem sicheren Daten- und Anwendungszugriff außerhalb der Unternehmensgrenzen in den Fokus von IT-Sicherheitsexperten gerückt, denn flexibles Arbeiten bietet vermehrt Angriffspunkte für Cyberkriminelle. Unternehmensinterne Daten benötigen deutlich mehr Schutz. Gleichzeitig müssen Anwendungen und Dateien für Mitarbeiter leicht zugänglich sein. Dabei kann die Nutzung von Identitäten und Zertifikaten hilfreich sein. Umfassende Sicherheit und effizientes Arbeiten ermöglichen Unternehmen durch ein solides IAM, wie es etwa von Micro Focus angeboten wird.
IAM ermöglicht es IT-Experten, den richtigen Nutzern, Endgeräten oder Anwendungen sicheren Zugriff zu den für sie relevanten Daten und Anwendungen zu ermöglichen. Dabei gilt es, den unterschiedlichen Identitäten passgenaue Freigaben zuzuordnen. Dies können Compliance- und Governance-Teams durch den Rückgriff auf verschiedene Zertifikate sicherstellen, die Nutzern den gezielten Zugriff auf für sie relevante Informationen ermöglichen. Im Vergleich: Bei VPN-Zugängen ermöglicht meistens ein Passwort den Zugriff auf alle unternehmensinternen Daten. Durch Zertifikate und Micro-Zertifikate gibt es Nuancen bei der Freigabe von Informationen. Zudem geben spezielle Point-in-Time-Zertifikate bei Bedarf zeitlich begrenzten Zugriff. So können beispielsweise ehemalige Mitarbeiter nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen nicht mehr auf die internen Informationen zugreifen und die Compliance wird somit automatisch gewahrt. Wird besonderes Augenmerk auf solche Zugangsbeschränkungen gelegt, sind Unternehmen auch auf zukünftige gesetzliche Änderungen in Sachen Datenschutz bestens vorbereitet.
Unternehmen profitieren am meisten von ihrer IAM-Infrastruktur, wenn sie diese zentral verwalten. So können sie die jeweiligen Freigaben und Informationen über verschiedene Identitäten in Echtzeit aktualisieren. Die Identitäten von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen oder eine neue Rolle einnehmen, können so sofort aktualisiert oder deaktiviert werden. Somit reduziert sich nicht nur der Arbeitsaufwand, durch automatisierte Prozesse wird ebenso vermieden, dass ein Account nicht gesperrt wird.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Zu diesem zentralisierten Ansatz gehört auch, dass einzelne Abteilungen keine eigenen, geschlossenen IAM-Infrastrukturen aufbauen. Zunächst gilt es, unternehmensweit eine umfassende IAM-Plattform einzuführen. Dadurch garantieren Unternehmen eine durchgängig überprüfbare End-zu-End-Transparenz für die Zugriffsrechte ihrer Mitarbeiter. Auf einen Blick können die zuständigen IT-Experten so verschiedene Identitäten erfassen und diese übergreifend je nach Mitarbeiter, Anwendung oder Endgerät anpassen.
Ein Ausblick in die Zukunft: Künstliche Intelligenz und Machine Learning gestützte Technologien könnten zukünftig dafür eingesetzt werden, unübliches Nutzerverhalten zu identifizieren und basierend auf etablierten Richtlinien Reaktionen einzuleiten. Aktuell steht IAM bei vielen Unternehmen jedoch noch in den Startlöchern, der technologische Fortschritt aber macht keinen Halt. Dies müssen IT-Experten erkennen und eine IAM-Strategie als Basis für die weitere digitale Transformation in ihrem Unternehmen sehen. Es gilt jetzt, in die Zukunft zu investieren – und davon dann ausreichend zu profitieren.
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