Kommentar

Ich bin dann mal weg?

Auf dem Weg in Richtung „Edge“ gilt es, auch die Unternehmens-IT im Auge zu behalten. ­Worauf es dabei ankommt, beschreibt Peter Obesser von Vertiv im Kommentar.

Peter Obesser

Peter Obesser ist Senior Solutions Engineer im Bereich „Channel Sales“ bei Vertiv.

Immer mehr Anwendungen und Daten werden vom Unternehmensrechenzentrum an den Netzrand, die Edge, verlagert. Das Ziel: Die Datenverarbeitung näher an den Ort der Datennutzung bringen, Latenzzeiten bei der Übertragung verkürzen und die Bandbreitennutzung besser verteilen. Viele Unternehmen stehen dabei vor der Herausforderung, nach der Implementierung die volle Kontrolle über alle Edge-Standorte zu behalten. Was gilt es  in Sachen Edge Monitoring zu beachten?

Edge Computing ist aus dem modernen Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken. Das Erfolgsgeheimnis: einerseits niedrige Latenzen, andererseits die Vermeidung von Bandbreitenengpässen in der Unternehmenszentrale. Egal ob es darum geht, Nutzern Daten in Echtzeit bereitzustellen, große Datenmengen zu übertragen oder die latenzfreie Datenübertragung ohne Ausfälle bei kritischen Anwendungen wie automatisierten Fahrassistenzsystemen zu gewährleisten – Edge Computing bietet die Schnelligkeit und Übertragungsqualität, die unsere digitale Welt benötigt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Jedes Unternehmen, das seinen Kunden, Mitarbeitern und Partnern ein optimales digitales Erlebnis bieten will, wird sich also früher oder später auch mit dem Thema Edge Computing auseinandersetzen müssen. Die Anforderungen an die Edge-Standorte sind dann so unterschiedlich wie die Anwendungen selbst.

Dabei stellen sich einige grundlegende Fragen: Welche Funktionen soll der Edge-Standort unterstützen? Wie sehen die Voraussetzungen des Edge-Netzes aus? Welche physischen Besonderheiten haben die einzelnen Standorte? Welche Infrastruktur ist für den reibungslosen Betrieb erforderlich?

Die meisten IT-Chefs haben in der Regel schon ein grobes Bild ihrer Edge-Strategie vor Augen, wenn sie mit Edge Computing starten. Oft wird aber vergessen, dass auch Edge-Standorte nicht nach dem „Aus den ­Augen, aus dem Sinn“-Prinzip funktionieren. Als Teil der IT-Infrastruktur müssen auch sie kontrolliert werden. Und je besser der Einblick in die Standorte ist, desto kontinuierlicher funktionieren die Geschäftsabläufe dort.

Monitoring ist hier keine Option, sondern ein Must-have. Schon die Auswahl der richtigen Monitoring-Tools kann dabei zur Herausforderung werden. Ein Tool, das zu mächtig für den aktuellen Stand der IT ist, wird in den meisten Fällen schnell zu aufwendig im Betrieb. Außerdem bieten solche Monitoring-Werkzeuge oft viele Funktionen, die vielleicht (noch) gar nicht benötigt werden. Andererseits können Monitoring-Tools, die nicht gut skalierbar sind, zu Problemen führen, sobald das Edge Computing erweitert werden soll.

Auf das richtige Tool kommt es an

Für die Auswahl der passenden Tools ist es vor allem wichtig, dass sie die nötige Flexibilität bieten – sei es bei der Menge der Standorte und überwachten Geräte oder den Möglichkeiten der Darstellung von Kennzahlen. Hier sollten folgende Punkte bedacht werden:

  • herstellerunabhängiges Device-Management
  • einfache Konfiguration und Skalierbarkeit
  • individualisierbare Datenauswertung über alle ­Ebenen hinweg
  • Möglichkeit zur Einbettung in weitere Über­wachungssysteme, beispielsweise über API-Schnittstellen

Eine Monitoring-Suite mit den oben genannten Merkmalen hilft der IT-Abteilung, Entscheidungen datenbasiert und schnell zu treffen. Denn so werden alle Informationen aus dem Edge-Standort übersichtlich und auf individuelle Anforderungen angepasst dar­gestellt. Auf diese Weise bereiten die CIOs ihre Unternehmen bestens darauf vor, in die Welt des Edge Computing einzutauchen – egal ob erste Edge-Standorte eingerichtet werden oder ob der weitere Ausbau des Edge-Netzes ansteht.

Bildquelle: Vertiv

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