Anwendungsmanagement muss im Fokus sein
Unternehmen sind heutzutage auf eine Vielzahl von Anwendungen angewiesen, um ihre Geschäftsprozesse am Laufen zu halten. Die Komplexität dieser IT-Landschaften, bestehend aus unzähligen Anwendungen, Technologien und Schnittstellen, kann schnell zu einem unüberschaubaren Chaos führen. Nicht selten werden Ressourcen verschwendet und Geschäftsprozesse werden ineffizient. Dazu treten mehr und mehr Sicherheitsrisiken auf. In dieser Flut der Anwendungen bieten Application Management Services (AMS) eine helfende Hand.
Application Management Services, kurz AMS, sind Dienstleistungen, die darauf abzielen, die Anwendungen eines Unternehmens zu verwalten und zu unterstützen. Diese Services begleiten Anwendungen typischerweise über den gesamten Lebenszyklus hinweg - von der Implementierung bis hin zur fortlaufenden Wartung und dem Support. Ein optimales Anwendungsmanagement gewährleistet dabei die Effizienz, Leistung und Sicherheit von Anwendungen, während die Kosten sowie die Komplexität der Softwarewartung minimiert werden. AMS können entweder intern, durch die eigene IT-Abteilung durchgeführt oder an einen externen Dienstleister ausgelagert werden. Die Auslagerung des Anwendungsmanagements auf Externe erfreut sich immer größerer Beliebtheit, da sie in den IT-Abteilungen vieler Unternehmen für reichlich Entlastung sorgen.
Eine zuverlässige und effiziente Anwendungslandschaft ist das Herzstück jedes erfolgreichen Unternehmens. Allerdings stellt die Verwaltung der Anwendungen Unternehmen oftmals vor einer Reihe an Herausforderungen. Besonders Unternehmen die ständigen Veränderungen unterliegen, sind auf einen flexiblen und skalierbaren Ansatz für die Anwendungsverwaltung angewiesen. Oft mangelt es jedoch an den nötigen Ressourcen oder dem erforderlichen Fachwissen, um die Systeme effektiv und anpassungsfähig zu betreuen. Viele Unternehmen verlieren die Übersicht über ihre Anwendungen und kämpfen um die Kontrolle. Das Einhalten von Compliance-Anforderungen kann Unternehmen zusätzlich unter Druck setzen. Die Folgen: Leistungseinbußen, Ausfallszeiten und Sicherheitsrisiken.
Mit AMS können veraltete Anwendungen modernisiert, mangelhafte Dokumentation verbessert, durch KI-unterstützte Analysen sogenannte „Code Smells“ identifiziert oder ineffiziente Codestrukturen korrigiert werden. Zudem lassen sich Performanceprobleme erkennen und beheben, sowie Bugs fixen, um die Stabilität und Zuverlässigkeit der Anwendung zu verbessern. Lasttests und Optimierungen werden durchgeführt, um die Anwendung unter hoher Belastung effektiv arbeiten zu lassen. Nicht zuletzt kann AMS die Entwicklung von ressourceneffizienten und nachhaltigeren Anwendungen unterstützen, die weniger Energie verbrauchen und grüner sind.
Der Videopodcast der IT-Beratung Syngenio gibt einen tiefgehenden Einblick in das Thema Application Management.
Anwendungsmanagement verbindet die Bedürfnisse und Perspektiven verschiedener Stakeholder – von Fachabteilungen bis hin zu Endnutzern. AMS ist daher prinzipiell für Unternehmen jeder Größe und Branche von Interesse, die zur Unterstützung ihrer Geschäftsprozesse auf Software und Anwendungen angewiesen sind. Dies können eigens entwickelte oder maßgeschneiderte Softwareanwendungen sein, für deren Implementierung, Wartung und Optimierung Hilfe benötigt wird. Auch Unternehmen mit verschiedenen IT-Systemen, wie etwa CRM-, ERP- oder Finanzsysteme, profitieren von einem kompetenten Anwendungsmanagement. E-Commerce-Unternehmen, Banken oder Zahlungsdienstleister, die die Verfügbarkeit und Aktualität ihrer Systeme sicherstellen müssen, um etwa die Sicherheit von Transaktionen zu gewährleisten, können von den Managed Services Gebrauch machen.
Application Management Services ermöglichen es Unternehmen, durch Digitalisierung und Standardisierung ihrer IT-Prozesse, signifikante Kosteneinsparungen zu erzielen. Die Automatisierung von Aufgaben, die Konsolidierung von Systemen und die Nutzung von Standardlösungen führen zu einer Reduzierung von Komplexität und redundanten Aktivitäten. Dies senkt wiederum nicht nur die Betriebskosten, sondern ermöglicht auch eine effizientere Nutzung der IT-Ressourcen.
Durch proaktives Monitoring, regelmäßige Wartung und schnelle Fehlerbehebung wird sichergestellt, dass die Anwendungen stets zuverlässig und leistungsfähig zur Verfügung stehen und so die Servicequalität der Anwendungen deutlich verbessern.
Ein zentraler Aspekt des Services ist die Integration von DevOps-Praktiken und die Automatisierung von Softwareentwicklungsprozessen. Die Steigerung der Effizienz sowie die Verkürzung von Release-Zyklen wird durch die Einführung von Continuous Integration (CI) und Continuous Deployment (CD) sowie die Automatisierung von Build-, Test- und Deployment-Prozessen ermöglicht. Diese systematischen Prozessverbesserungen ermöglichen nicht nur eine schnellere Reaktion auf Änderungen und eine kontinuierliche Überwachung der Softwarequalität durch automatisierte Tests, sondern ermöglichen auch, dass neue Anforderungen schnell umgesetzt und sofort für Kunden verfügbar werden. Diese Methoden tragen nicht nur zur Kostensenkung bei, sondern erhöhen auch die Transparenz und Konsistenz der Abläufe, was insgesamt zu einer höheren Zufriedenheit auf Kundenseite führt. Zusätzlich ermöglicht das Fokussieren auf einzelne Anwendungen oder Anwendungsfamilien – auch partielles Outsourcing genannt eine gezielte Betreuung und Optimierung.
Die Implementierung von AMS folgt einem strukturierten Ansatz, der in der Regel aus Analyse und Vorbereitung, der Übergabe und schließlich der Serviceerbringung besteht:
In dieser Phase wird die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen. Das Team des Service-Anbieters verschafft sich einen umfassenden Überblick über den aktuellen Zustand der Anwendung. Um die Anforderungen und Erwartungen aller Beteiligten zu verstehen, werden Interviews mit den Stakeholdern durchgeführt. Zudem wird die Anwendung auf ihre Funktionsfähigkeit, Effizienz und Skalierbarkeit überprüft. Alle Ergebnisse werden in einem Bericht festgehalten, auf dessen Basis ein detaillierter Maßnahmenplan erstellt wird.
Sobald der Kunde den Maßnahmenplan freigegeben hat, werden alle Voraussetzungen überprüft, um eine reibungslose Übergabe sicherzustellen. Dazu gehören die Erstellung von Service Level Agreements und eine umfassende Dokumentation, die alle Serviceprozesse detailliert beschreibt. Um sicherzustellen, dass die geplanten Prozesse reibungslos funktionieren, werden diese in Testszenarien erprobt.
Anschließend werden die benötigten Ressourcen und Kapazitäten für die Erbringung der vereinbarten Services überprüft und sichergestellt. Um ein tiefgehendes Verständnis der Aufgaben und Arbeitsabläufe zu erlangen, werden die Experten die Arbeitsprozesse des Kunden beobachten - auch Shadowing genannt - und im Gegenzug deren Tätigkeiten vom Kundenteam begleiten lassen - Reverse Shadowing genannt.
In der letzten Phase bieten die AMS-Experten umfassende, fortlaufende Managed Services für die Anwendung, inklusive Überwachung, Fehlerbehebung, Performanceoptimierung und proaktives Handeln zur Optimierung. Sollte es aufgrund veränderter Anforderungen oder strategischer Entscheidungen notwendig werden, können vereinbarte Aufgaben und Verantwortlichkeiten wieder an den Kunden rückübertragen werden.
Unternehmen, die Wert auf professionelles Wartungsmanagement legen, sollten maßgeschneiderte Lösungen nutzen, die in ihre IT-Landschaft integriert werden können und nicht von der Stange kaufen. Bei diesen Maßschneiderungen kümmern sich Spezialisten mit einem breiten Technologie-Stack und Erfahrung im Full Stack Development um die Anwendungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg und modernisieren diese bei Bedarf. Das geht über eine reine Standardwartung hinaus. Der Dienstleister wird zu einem vertrauensvollen Partner, der Wartung, Optimierung und Nachhaltigkeit im Rahmen einer individuellen Betreuung bieten kann. Im Sinne eines Ökosystems stellen sie beim Design, von der Entwicklung bis hin zur Software-Wartung immer die Frage nach dem Zusammenspiel und hinterfragen Sinnhaftes und Überflüssiges. AMS bieten ein ganzheitliches, agiles Zusammenarbeitsmodell für kontinuierliche Weiterentwicklung und qualitatives Wachstum. Die Anwendungslandschaft wird vereinfacht, Transparenz gewährleistet und die Unternehmen können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, ohne die Kontrolle abgeben zu müssen.
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