Digitale Zahlungen in Indien gehen zunehmend an den großen Anbietern vorbei
Indien treibt seinen digitalen Zahlungsverkehr massiv voran und verändert damit die Kräfteverhältnisse in der Finanzbranche. Die Regierung und Branchenakteure stärken gezielt das Unified Payments Interface (UPI) und das landeseigene Kartennetzwerk RuPay. Diese Entwicklung zwingt internationale Anbieter wie Visa und Mastercard, ihre Geschäftsmodelle anzupassen.
Allein über UPI werden monatlich mehr als 13 Milliarden Transaktionen abgewickelt – das entspricht 71 Prozent aller Transaktionen in Indien. Die Regierung unterstützt das System mit dem Ziel, Kreditkartenzahlungen vermehrt über lokale Anbieter abzuwickeln. Dadurch rückt RuPay in den Mittelpunkt: Das indische Kartennetzwerk hat sich in kurzer Zeit zu einer führenden Alternative entwickelt.
Maßgeblich war eine 2022 eingeführte Exklusivberechtigung, Kreditkartenzahlungen über UPI abzuwickeln. Diese Maßnahme sorgt für verschobene Marktanteile. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025 erreichte RuPay ein Transaktionsvolumen von 638 Milliarden Rupien (rund 7,43 Milliarden US-Dollar) bei UPI-Kreditkartenzahlungen – fast doppelt so viel wie im Vorjahr.
Visa und Mastercard sehen sich in Indien zunehmend unter Druck, während RuPay stetig an Boden gewinnt. Zugleich entfaltet das UPI-System sein Potenzial als „universelle Schaltzentrale“ für den Zahlungsverkehr. Experten halten es für möglich, dass Bankkreditkonten statt physischer Kreditkarten künftig direkt in UPI eingebunden werden. Dies würde eine weitere Zwischenschicht eliminieren und den Einfluss internationaler Anbieter weiter schmälern.
Quelle: TechCrunch India
(Verfasst mit Hilfe von KI.)