Die Westnetz GmbH ist der Verteilnetzbetreiber für Strom und Gas im Westen Deutschlands. Das Unternehmen mit Sitz in Dortmund ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWE Deutschland AG. Als unabhängiger Verteilnetzbetreiber betreibt die Westnetz GmbH eine Vielzahl von Netzen unterschiedlicher Eigentümer auch außerhalb des RWE Konzerns. Das Unternehmen soll mit 13 Regionalzentren eine sichere Energieversorgung sichern und die Strom- und Gasnetze allen Marktteilnehmern zu gleichen Bedingungen zur Verfügung stellen.
Im RWE Konzern verantwortet die Westnetz GmbH im regulierten Bereich Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von 195.000 km Stromnetz und 26.000 km Gasnetz. 5.300 Mitarbeiter sorgen für einen störungsfreien Betrieb. Die Abteilung Nachrichtentechnik der Westnetz GmbH ist dabei verantwortlich für die Steuerung der LAN/WAN-Infrastrukturen für ca. 70% des RWE- Konzerns.
Verfügbarkeit von IP-Netzwerken hat Priorität
Die Mitarbeiter der Abteilung Nachrichtentechnik sind für die tägliche Netzwerkverfügbarkeit für die Bürokommunikation innerhalb des RWE-Konzerns verantwortlich. Sieverantworten auch die Steuerung unternehmenskritischer Prozessnetze, wie zum Beispiel die Verfügbarkeit von Nieder- und Mittelspannsystemen.
Für die Steuerung der Bürokommunikationsnetze setzte die Abteilung eine CMDB ein, die nach und nach Schwächen zeigte und fehleranfällig war. Michael Birkhan, IT Service Manager, suchte eine neue Softwarelösung, die folgende Anforderungen beherrscht: eigenständige Modellierung von Workflows, flexible Anpassungsmöglichkeit von Datenbankfeldern und Inhalten, transparente Darstellung von Datenbeständen mit allen Verknüpfungen untereinander, eine effektive und detaillierte Berechtigungssteuerung in der Datenbank um allgemein zugängliche und vertrauliche Daten zu trennen sowie die Anbindung externer Datenquellen zur Dokumentation und Weiterverarbeitung, wie beispielsweise Managementsysteme zur Netzwerküberwachung
Die Zielsetzung des Projektes, das 2009 aufgesetzt wurde, war die Einführung eines strukturierten, workflowgesteuerten Change- und Configurationmanagements in LAN/WAN-Netzwerken.
Steuerung aller kritischen Prozesse
Nach entsprechender Marktsichtung entschied sich der Anwender für MyCMDB. Die Software überzeugte in der Möglichkeit der Workflow-Steuerung, in der Benutzerfreundlichkeit und den Anpassungsmöglichkeiten, die selbständig vorgenommen werden können. „Wir nutzen die Funktionalität einer klassischen Configuration Management Database, führen dort das Change Management durch und gleichen automatisiert den CMDB Bestand mit den Überwachungssystemen ab, um Abweichungen zu ermitteln und zu bereinigen. Zusätzlich verwalten wir auch noch sämtliche Wartungsverträge“, fasst Michael Birkhan die Lösung zusammen.
Einführung eines Ticket-Systems im Prozessnetzbereich
Nachdem sich der Einsatz der Lösung im Bereich der LAN/WAN-Infrastruktur für die Bürokommunikation bewährt hatte, begann Ende 2012 das Nachfolgeprojekt: die Ablösung eines Ticket-Systems im Prozessnetz sowie die Integration der Prozessnetzdatenstrukturen. „Wir haben uns vorgenommen, Ende Juni unser altes Ticket System im Bereich der Prozessnetze abzuschalten und das Incident und Problem Management der Prozessnetze zukünftig mit MyCMDB zu steuern“, kommentiert Michael Birkhan und ist sich sicher, auch diesmal den zeitlich gesetzten Rahmen einzuhalten. Eine Besonderheit soll die automatische Mail-Alarmierung über entsprechende Überwachungssysteme werden.
Die Software priorisiert die eingehenden Störungsmails anhand definierter Parameter und entscheidet, ob eine Nachricht an eine Telefonie-Einheit übermittelt wird, die wiederum die entsprechenden Mitarbeiter, die Rufbereitschaft haben, informiert.
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