Tech-Markt

Interne Wissenslücken schließen

Im Kurzkommentar äußert sich Gerrit Külper, Director People and Employee Relations Central Europe bei Sage, zur neuvorgestellten Fachkräftestrategie der Bundesregierung.

Gerrit Külper

Laut Gerrit Külper sollten Firmen in Erfahrung bringen, wie die gesuchten Fachkräfte „ticken“

Nur mit einer guten Basis an qualifizierten Fachkräften kann die Wirtschaft flexibel auf neue Herausforderungen und vorausschauend auf absehbare Veränderungen am Arbeitsmarkt reagieren. Mit ihrer vorgestellten Fachkräftestrategie will die Bundesregierung Unternehmen dabei unterstützen, diese Basis zu schaffen. Aus unserer Sicht: eine längst überfällige Initiative. Denn die Herausforderungen sind enorm: Das Arbeitskräfteangebot in Deutschland nimmt aufgrund des demografischen Wandels weiter ab und verschärft die globale Konkurrenz um qualifizierte Fachkräfte. Auch andauernde Krisen wie die Covid-19-Pandemie sowie der Krieg in der Ukraine und seine Folgen könnten sich noch negativ auf den Arbeitsmarkt auswirken.

Hinzu kommt: Während durch den Strukturwandel in einigen Branchen und Regionen Deutschlands Arbeitsplätze verschwinden, werden andernorts dringend Fachkräfte gesucht, teilweise mit völlig neuen Qualifikationen. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren verstärken. Denn für den Wandel Deutschlands zu einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft sind Fachkräfte aus Berufsgruppen gefragt, die mit ihren Fähigkeiten auf dieses Konzept einzahlen, was den War for Talents anheizt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Es gilt daher, die erforderlichen Kompetenzen weiter auszubauen. Zu diesem Zweck will die Bundesregierung alle Personen im erwerbsfähigen Alter ermutigen, sich in zukunftsorientierten Bereichen aus- und weiterzubilden. Dazu sollen entsprechende Angebote, Erleichterungen und Anreize bereitgestellt werden. Zusätzlich will die Regierung verstärkt für Berufe sowie Ausbildungs- und Studiengänge werben, in denen Engpässe bestehen. Aber auch Unternehmen können mehr tun. Aus unserer Sicht müssen sie vor allem wesentlich mehr in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, um interne Wissenslücken zu schließen. Das gilt vor allem für das vielerorts fehlende Digital-Know-how. Wichtig sind zudem Kooperationen mit Hochschulen, um frühzeitig Kontakt zu potenziellen Bewerbern herzustellen.

Bildquelle: Sage GmbH

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok