Im Sommer erscheint das souveräne "Euro-Office"
Ein Zusammenschluss europäischer Unternehmen und Community-Organisationen hat „Euro-Office“ vorgestellt, eine Lösung zur Bearbeitung von Dokumenten, Tabellen und Präsentationen, die als echte souveräne Community-Kooperation von über einem Dutzend verschiedener Organisationen entwickelt wurde. Eine Tech-Preview ist ab sofort verfügbar. Das Projekt, das von großen europäischen Technologieunternehmen wie IONOS, Nextcloud, Eurostack, XWiki, OpenProject, Soverin, Abilian und BTactic unterstützt wird, plant eine erste stabile Version bis zum Sommer.
In ganz Europa überdenken öffentliche Verwaltungen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen ihre Abhängigkeit von außereuropäischen Produktivitätsplattformen. Obwohl Office-Software nach wie vor eine geschäftskritische Infrastruktur darstellt, gibt es derzeit keine Lösung, die vollständige Kompatibilität mit Microsoft-Formaten, eine vertraute Benutzererfahrung und echte digitale Souveränität unter europäischer Federführung vereint.
„Angesichts der geopolitischen Entwicklungen des letzten Jahres besteht in Europa ein klarer Bedarf an einer zuverlässigen, vollständig Microsoft-kompatiblen und benutzerfreundlichen souveränen Office-Lösung“, erklärt Achim Weiss, CEO von IONOS. „Unsere gemeinsame Initiative liefert eine Suite mit einer äußerst vertrauten Benutzeroberfläche, die die Bearbeitung von Dokumenten, Präsentationen und Tabellenkalkulationen ermöglicht.“
Bestehende Alternativen erfordern oft Kompromisse bei Kompatibilität und Benutzerfreundlichkeit, sind mit rechtlichen Risiken hinsichtlich Lizenzierung und Markenrecht behaftet oder werden ohne transparente und offene Governance entwickelt, wobei es an einer unabhängigen, nachhaltigen Mitwirkergemeinschaft mangelt. Für Organisationen, die mit sensiblen Informationen und öffentlichen Daten umgehen, entsteht dadurch ein strukturelles Risiko.
Euro-Office schließt diese Lücke direkt. Es ist darauf ausgelegt, weit verbreitete Dokument-, Tabellen- und Präsentationsformate nahtlos zu verarbeiten und bietet gleichzeitig eine Benutzeroberfläche, die Umschulungsaufwand und Migrationsprobleme minimiert. Der gesamte Quellcode wird unter einer vollständig Open-Source-Lizenz veröffentlicht, ist frei von markenrechtlichen Einschränkungen und wird in einem transparenten Prozess entwickelt, der öffentlicher Kontrolle und Mitwirkung offensteht. Das Ergebnis ist eine Office-Suite, die nicht nur auf Funktionalität, sondern auch auf strategische Widerstandsfähigkeit ausgelegt ist.
„Europa verfügt schon seit Jahren über die technischen Bausteine. Was bisher fehlte, war eine Initiative, diese zu einer sinnvollen, umfassenden Lösung zusammenzuführen“, sagt Frank Karlitschek, CEO von Nextcloud. „Mit Euro-Office fangen wir nicht bei Null an; stattdessen übernehmen wir Verantwortung für einen wichtigen Teil der digitalen Infrastruktur. Damit erhalten Organisationen endlich Tools, denen sie vertrauen können: transparent, beständig und in Europa verwaltet.“
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