Passende Cloud-Lösung

IT-Unabhängigkeit für den Betriebsrat

Für die erfolgreiche Arbeit von Betriebsräten ist ein Aspekt unbedingte Voraussetzung: geschützte Datenräume. Dafür sorgt beim Betriebsrat des Klinikums Darmstadt – losgelöst von der hauseigenen IT – eine passende Cloud-Lösung.

Krankenschwestern mit Patient

Im Jahr 2009 wurde das Klinikum Darmstadt in eine GmbH als hundertprozentige städtische Tochter überführt.

Viele Unternehmen haben sich in den letzten Jahren umfassend mit der Digitalisierung auseinandergesetzt – komplexe IT-Systeme wurden geschaffen, IT-Abteilungen ausgebaut oder auf externe Dienstleister gesetzt. Für Betriebsräte blieb die digitale Transformation jedoch lange ungesehen. Die Konsequenz: Fehlt es an einem angemessenen Wissensstand, entsteht ein großes Ungleichgewicht zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat.

In vielen Gremien ist also ein Umdenken gefragt. Damit Betriebsräte in Zukunft fähig sind, wieder auf Augenhöhe mit dem Arbeitgeber zu agieren, ist für die Mitglieder klar: Innerhalb ihrer Arbeit muss die Transformation in nächster Zeit immer weiter in den Mittelpunkt rücken. Auch dem Betriebsrat des Klinikums Darmstadt war schon früh bewusst: Er muss beim Thema „Digitalisierung“ hinsehen und sich den damit verbundenen Herausforderungen aktiv stellen – mit zeitgemäßen Lösungen wie Cloud-Umgebungen.

Bei der Digitalisierung den Anschluss nicht verpassen

„Ohne digitale Alternativen ist ein Arbeiten in der heutigen Berufswelt schlichtweg unmöglich“, erklärt Christian Stöveken, Betriebsrat des Klinikums Darmstadt. „Die Mitbestimmung laut Paragraf 87 Absatz 1 Nummer 6 des Betriebsverfassungsgesetzes fordert von den Arbeitnehmervertretungen ein gewisses Sachwissen. So müssen sie auf der einen Seite gegenüber dem Arbeitnehmer mit ihren Kenntnissen um die Digitalisierung aufwarten. Auf der anderen Seite sollten sie auch eventuell eingeführte Produkte gegenüber der Belegschaft sachkundig vertreten können.“ Hierunter fällt ebenso der betriebsratseigene Support der einzelnen IT-Produkte. Genau wie der Arbeitgeber muss die Arbeitnehmervertretung bei seinen Produkten auf einen sachkundigen Support zählen können – und zwar, ohne eventuelle Daten an die hauseigene IT weitergeben zu müssen. Daneben wird für ihn das Thema „Datenschutz“ immer relevanter. Deshalb spricht sich der Betriebsrat unmissverständlich dafür aus, die Datenhoheit im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eigenverantwortlich zu gewährleisten.

Betriebsräte denken um

Das Gremium des Klinikum Darmstadt hat sich bereits in der letzten Legislatur aktiv mit dem Thema „Digitalisierung“ auseinandergesetzt. Hier war der erste Schritt, festzustellen, welche Arbeitsschritte in der täglichen Routine des Gremiums anfallen und wie eine passende Umsetzung auf digitaler Ebene stattfinden kann. Nach Aufschlüsselung der einzelnen Workflows war ersichtlich, welche Strukturen in der Betriebsratsarbeit einen erheblichen Benefit durch eine Digitalisierung erfahren können.

„Leider mussten wir feststellen, dass es fast keine Anbieter gibt, die Software-Lösungen für Betriebsräte bereitstellen. Nach der Analyse des Ist-Zustandes war aber schnell klar, welche Anwendungen wir für unsere tägliche Arbeit benötigen“, berichtet Christian Stöveken, der auch Vorsitzender des IT-Ausschusses ist. So hat sich die Interessenvertretung der Belegschaft des Klinikums beispielsweise für einen externen E-Mail-Anbieter entschieden sowie für eine Cloud zum Sitzungsmanagement. Um noch mehr Unabhängigkeit sicherzustellen, fiel die Wahl zudem auf eine eigene Datenwolke.

Cloud-Lösung für geschützte Datenräume

„Ein umfangreiches Admin Panel mit einer sehr guten Benutzer- und Datenverwaltung, die Option separater Datenräume und eine umfassende Volltextsuche – um von diesen Vorteilen zu profitieren, haben wir uns für die Enterprise-Version von Luckycloud entschieden“, fasst Christian Stöveken zusammen. Die Cloud bietet zum einen für jedes Mitglied des Gremiums einen persönlichen Datenraum für Dokumente. Daneben ist für den Betriebsrat die Option interessant, die Cloud für verschiedene Ausschüsse und Arbeitskreise als zentrales Datenlager zu nutzen. Hier sind die neuen Möglichkeiten der Datenwolke sogar dezidierter als das vorherige Rollen- und Berechtigungskonzept seitens des Arbeitgebers.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Auch dem Datenschutz trägt die Cloud in vollem Umfang Rechnung. Neben der DSGVO-konformen Verarbeitung der Daten tragen Features wie ein Remote Wipe zur Verwaltung von Mobilgeräten oder eine LDAP/AD-Authentifizierung zu einem Mehr an Sicherheit bei. In naher Zukunft wollen die Gremienmitglieder versuchen, innerhalb der Cloud zeitgleich an einem Dokument zu arbeiten. Denn hier bietet der externe Cloud-Anbieter mit der Versionierung einzelner Dateien ein sehr nützliches Tool an, um auf weit zurückliegende Dokumentenentwürfe jederzeit zugreifen zu können.

Optimaler Zugriff auf alle Daten

In der heutigen Arbeitswelt lassen sich Daten von überall bearbeiten. Dieser Tatsache dürfen sich Betriebsräte nicht verschließen. Eine Cloud-Lösung bietet den Gremien die Möglichkeit, immer und überall auf alle Daten zuzugreifen – und das, ohne hohe Ansprüche an Hardware oder Betriebssysteme. Dazu kommt, dass sie sich von der hauseigenen IT lösen und dadurch vollständige Unabhängigkeit gewährleisten.

Klinikum Darmstadt GmbH
Das Klinikum Darmstadt ist ein Krankenhaus in Darmstadt und Akademisches Lehrkrankenhaus der medizinischen Fakultäten der Universitäten Heidelberg/Mannheim sowie Frankfurt am Main und der einzige Maximalversorger in Südhessen. Mit insgesamt 3.350 Mitarbeitern ist die Klinikum Darmstadt GmbH zudem der größte kommunale Arbeitgeber in der Wissenschaftsstadt Darmstadt.


Bildquelle: Klinikum Darmstadt

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