Digitalisierung

„Je einfacher, desto besser“

Im Interview berichtet Jagjeet Bewas, Channel Partner Manager DACH von Monday.com, warum die Digitale Transformation spannende Perspektiven für Unternehmen jeder Art bieten kann.

Digitalisierung

„Digitalisierung bedeutet und verlangt meines Erachtens vor allem einen Perspektivwechsel“, betont Jagjeet Bewas.

ITD: Herr Bewas, woran hakt es aus Ihrer Sicht bei der Digitalisierung in Deutschland noch am meisten?
Jagjeet Bewas:
Altsysteme und langwierige manuelle Prozesse sind oft tief in traditionelle Organisationskulturen und Denkweisen eingebunden. Digitalisierung bedeutet und verlangt meines Erachtens vor allem einen Perspektivwechsel. Das bedeutet einerseits die Abschaffung einseitiger und ineffizienter Prozesse und Vorgehensweisen und andererseits die Einführung von Systemen, die unternehmensweit genutzt werden können. Und zwar nicht nur von Spezialisten, sondern auch von einzelnen Geschäftsnutzern. Eine benutzerfreundliche und intuitive Plattform, über welche alle Prozesse schnell implementiert werden können, ist unerlässlich. Grundlegend ist dabei vor allem die Bereitschaft, den Zugang zu Daten und Informationen zu demokratisieren. Das heißt: Möglichst viele Mitarbeiter eines Unternehmens erhalten freien Zugang zu allen Daten. Auf diese Weise erlangen alle Beteiligten mehr Datenkompetenz und eine ganzheitliche Digitalisierung kann angestrebt werden, ohne dass einzelne Abteilungen auf Datensilos sitzen bleiben.

ITD: Welche Potenziale bietet eine konsequente Digitale Transformation für die Unternehmen?
Bewas:
Die Digitale Transformation reduziert manuelle Prozesse und automatisiert sie und schafft somit gleichzeitig eine einzige, zuverlässige „Quelle der Wahrheit” im gesamten Unternehmen. Vor allem die Befähigung der einzelnen Mitarbeiter beseitigt potenzielle Engpässe und schafft eine bessere Abstimmung zwischen Teams und Abteilungen. Das Potenzial ist enorm, denn Zeit und Kosten reduzieren sich auf lange Sicht deutlich. Darüber hinaus sehen wir bei erfolgreichen Digitalen Transformationen auch positive Zusammenhänge zu Kundenzufriedenheit, Mitarbeitermotivation, Engagement und Brand Awareness.

ITD: Welche Rolle spielen innovative Tech-Unternehmen und Start-ups in diesem Kontext?
Bewas:
Junge Unternehmen und Start-ups sind oft Vorreiter, wenn es um die digitale Transformation geht, da dieser Aspekt tief in ihrer innovativen Organisationskultur verankert ist. Kosteneinsparungen durch die Reduzierung manueller Prozesse und die Demokratisierung von Daten stehen oft an erster Stelle. Jüngere Unternehmen führen häufig neue Technologien ein und ebnen auf diese Weise den Weg für die „traditionelleren” Unternehmen, um von ihnen zu lernen und selbst neue Arbeitsweisen zu übernehmen. Nichtsdestotrotz bietet die Digitale Transformation spannende Perspektiven für Unternehmen jeder Art – ganz unabhängig von Größe, Branche oder Unternehmenshintergrund.

ITD: Wie lassen sich Workflow-Prozesse und Projekte sinnvoll digitalisieren? Was gilt es zu beachten?
Bewas:
Die Devise lautet: Je einfacher, desto besser. Eine Plattform und ihre integrierten Prozesse sollten intuitiv und unkompliziert aufgebaut sein und den Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, selbstständig und effizient zu arbeiten. Mit einem guten Work Operating System (Work OS), wie etwa dem von Monday.com, bildet ein Unternehmen den gemeinsamen Arbeitsbereich und seine Workflows digital ab – und bietet allen Beteiligten die Möglichkeit zur mühelosen Selbstbedienung und die Flexibilität, Prozesse in eine bestehende Infrastruktur zu integrieren.

Bildquelle: Monday.com

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