Open Source

Keine halben Sachen

Unternehmen sollten in der Public Cloud auf Open Source setzen, um in Zeiten der Digitalen Transformation den Anschluss nicht zu verlieren.

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    Open Source verwandelt die Public Cloud in ein intelligentes, automatisiertes Datenökosystem. ((Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus))

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    Open Source ist der Schlüssel dafür, bestehende Geschäftsmodelle datenbasiert wie intelligent zu optimieren. ((Bildquelle: Aiven))

Drei Viertel aller europäischen Unternehmen sollen bis 2030 auf Cloud Computing setzen – so die lobenswerten Ziele der Europäischen Kommission, ausgerufen Ende letzten Jahres im Report „The Digital Economy and Society Index (DESI)“. Noch ist es bis dahin aber ein weiter Weg. 2020 hat ein Viertel aller euro­päischen Unternehmen Cloud-Computing-Dienste von mittlerer bis hoher Komplexität erworben und Cloud-Technologien eingeführt. Auf diesem Wege, so lässt die EU-Kommission verlauten, senken Unternehmen ihre Betriebskosten. Zu typischen Cloud-Computing-Diensten zählen beispielsweise das Hosten von Daten­banken, Buchhaltungs-Software oder Customer-Re­lationship-Management-Systemen (CRM) in der Cloud. 

Ein von Aiven beauftragtes IDC-Whitepaper aus dem Herbst 2020 untermauert, wie richtig die Kommission mit ihrer Annahme liegt, dass sich Betriebskosten durch zeitgemäße Cloud- und IT-Lösungen reduzieren lassen. So berichten Unternehmen, dank vollständig verwalteter Dienste für beliebte Open-Source-Projekte wie Apache Kafka, Apache Cassandra, Opensearch, M3 oder PostgreSQL in der Public Cloud, über einen Return on Investment (ROI) von 340 Prozent innerhalb von drei Jahren. Gründe dafür sind vor allem niedrigere Kosten durch die Nutzung von Open-Source-Lösungen sowie effizienter arbeitende IT-Teams dank verwalteter Lösungen.

Intelligentes, automatisiertes Datenökosystem

Voraussetzung, um das Potenzial der Effizienzsteigerung vollends auszuschöpfen, ist allerdings nicht nur der Umzug in die Public Cloud, sondern auch der Umstieg auf eine zeitgemäße IT-Infrastruktur, basierend auf Open Source. Eigene Analysen haben ergeben, dass Unternehmen ihre Betriebskosten um bis zu 30 Prozent binnen drei Jahren senken können, indem sie auf Infrastructure as a Service (IaaS) setzen; aber sogar um bis zu 60 Prozent binnen fünf Jahren, wenn sie einen Schritt weiter gehen und sich für Platform as a Service (PaaS) entscheiden. Die Vorteile der verwalteten Plattform in der Cloud liegen auf der Hand: Während die Public Cloud vor allem das Speichern und Bearbeiten der eigenen Daten effizienter und auch sicherer gestaltet, so steigert Open Source die Agilität und ist zugleich der Schlüssel dafür, bestehende Geschäftsmodelle ­datenbasiert wie intelligent zu optimieren sowie neue Geschäftsmodelle in vergleichsweise kurzer Zeit zu entwickeln und zu vermarkten. 

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Schließlich verwandelt Open Source die Public Cloud in ein intelligentes, zunehmend stärker automatisiertes Datenökosystem. Echtzeitdaten – beispielsweise über das Verhalten der eigenen Kunden, aber auch externe Daten wie über Kapitalströme oder über das Wetter – fließen unentwegt in die Prozesse und Entscheidungen der Unternehmen ein. Über Schnittstellen sind die Open-Source-Lösungen in der Public Cloud miteinander verknüpft. Das mühselige Hin-und-her-kopieren von Informationen von einem fest installiertem Software-Programm ins andere gehört somit der Vergangenheit an. Kein Wunder also, dass die EU-Kommission fordert, dass bis 2030 75 Prozent der ­europäischen Unternehmen auf die Cloud, Künstliche Intelligenz und Big Data setzen sollen. Open Source ist dafür unentbehrlich. Wer nur auf die Public Cloud setzt, der bleibt dagegen auf halber Strecke stehen. 

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