Nach den Finanzmärkten stehen derzeit auch die Energiegeschäfte im Visier von Kontrolleuren. Die Arbeit der seit Jahresbeginn aktiven EU-Aufsichtsagentur für den Strom- und Gasmarkt (ACER) in Slowenien läuft auf Hochtouren.
„Bisher gab es im Energiegroßhandel noch keine Vorschriften gegen Marktmissbrauch, wie sie an den Finanzmärkten üblich sind. Seit wenigen Monaten müssen Händler der in Ljubljana angesiedelten EU-Aufsichtsagentur für den Strom- und Gasmarkt (ACER) Einblicke in ihre Geschäftspraktiken geben. Großhändler müssen sich registrieren lassen und regelmäßig Daten ihrer Aufträge anzeigen“, so B-Next CEO Wolfgang Fabisch. Er weißt darauf hin, dass es Ziel der EU-Verordnung über die „Integrität und Transparenz des Energiemarkts (REMIT)" sei, Insiderhandel und Marktmanipulationen auf den Energiegroßhandelsmärkten EU-weit zu unterbinden.
Bei Verstößen gegen die Meldepflicht drohen hohe Geldstrafen. Die EU-Aufseher erhalten mit dieser Verordnung Polizeigewalt und das Recht, unangemeldet Inspektionen vor Ort durchzuführen. Akten, Dokumente oder Protokolle von Telefonverbindungen können eingesehen und beschlagnahmt werden.
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