Fluch oder Segen?

KI verantwortungsvoll einsetzen

Einige Vertreter aus Gesellschaft und Politik stehen der flächendeckenden Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI) kritisch gegenüber. Zu groß seien die ­Risiken, dass diese Technologie missbraucht wird. Wie ist es möglich, KI verantwortungsvoll einzusetzen?

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KI kann vielfältig eingesetzt werden, aber wer übernimmt die Verantwortung dafür?

Künstliche Intelligenz – Fluch oder Segen? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Eine Untersuchung des Pew Research ­Centers ergab, dass weniger als die Hälfte der Befragten in Großbritannien, den USA, Kanada, Deutschland, Frankreich und weiteren Ländern glauben, dass die Entwicklung von KI gut für die Gesellschaft ist. Dennoch steht fest: KI existiert bereits, wird bleiben und bietet zahlreiche Vorteile. In der Folge wandelt sich die Fragestellung hin zu Themen wie Transparenz und ethischem Gebrauch.

Abbau von Vorurteilen

Blackbox-Algorithmen erschweren die Akzeptanz von KI in der Gesellschaft. Das Blackbox-Problem bezieht sich auf mangelndes Verständnis darüber, wie Algorithmen Entscheidungen treffen oder beeinflussen. Licht ins Dunkel dieser Prozesse zu bringen, ist wichtig, um Vertrauen aufzubauen. Die öffentliche Sicherheit ist eines der meistgenannten Einsatzgebiete für KI, da die Vorteile exponenziell wirken können in der schnelllebigen Arbeit von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Dennoch müssen Polizeibehörden, Feuerwehren und Rettungsdienste vor dem Gebrauch von KI die ethischen Rahmenbedingungen schaffen, um für Verständnis, Verantwortlichkeit und Akzeptanz zu sorgen. Entscheidend ist, wie das System aufgesetzt wurde. Schlechte Daten können eine schlechte KI und infolgedessen minderwertige Ergebnisse hervorbringen. 

Die Verwendung einer breiten Basis von Echtzeitdaten ermöglicht schnellere und situationsgerechtere Handlungen, um die Sicherheit von Menschen und Infrastruktur zu erhöhen. Auch kann KI benutzt werden, um Polizei- und Rettungskräfte optimal zu mobilisieren und das mentale Wohlbefinden der Mitarbeiter fortlaufend zu überprüfen. In diesen Einsatzgebieten sollte KI niemals die alleinige Entscheidungsgewalt ­erlangen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

In einer Einsatzzentrale, die mit einem Einsatzleitsystem von Hexagon ausgestattet ist, kann unter­stützende KI dem Personal etwa helfen, bessere Entscheidungen zu treffen, beispielsweise indem sie unerkannte Zusammenhänge zwischen verschiedenen Informationen offenlegt. Während an einem Tag unzählige Anrufe in einer Leitstelle eingehen und entsprechende Einsätze zu disponieren sind, ist die ­Kapazität der Mitarbeiter, die Daten unmittelbar als Entscheidungsgrundlage zu nutzen, begrenzt.

Der Gebrauch von KI wird in naher Zukunft stetig zunehmen. Angesichts der zahlreichen Vorteile, aber auch des Bewusstseins, dass sie schädlich sein kann, müssen Behörden und öffentliche Dienstleister garantieren, dass KI-Einsätze sorgfältig durchdacht sind. Es kann keine Akzeptanz ohne Vertrauen geben. Und Vertrauen in KI muss erworben werden. Befürworter der Technologie, Hersteller und Nutzer müssen garantieren, dass Transparenz und ethischer Gebrauch „ab Werk eingebaut“ sind.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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