Security Operations Report 2024

Knapp die Hälfte aller Sicherheitsvorfälle passieren nach Feierabend

Laut dem aktuellen Arctic Wolf Security Operations Report greifen Cyberkriminelle zentrale Unternehmensapplikationen immer häufiger zu Zeiten an, in denen sie wenig Gegenwehr erwarten.

Schrift Security auf einem Bildschirm

Hacker machen keinen Feierabend

Die Zahl der Cyberangriffe ist ungebrochen hoch und das, obwohl immer mehr Sicherheitstools eingesetzt werden – leider meist ohne ganzheitliche Präventions- und Detektionsstrategie. Angesichts der Bedrohungslage des letzten Jahres – mit großflächigen IT-Ausfällen, Tausenden neuen kritischen Schwachstellen, maliziösen Aktivitäten staatlicher Bedrohungsakteure und verstärktem KI-Einsatz der Angreifer – stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, ihr Cyber-Risiko effektiv zu managen.

Das sind einige der Ergebniss des neuen Security Operations Report 2024 des Security-Anbieters Arctic Wolf. Er basiert auf den Daten und Beobachtungen, die im vergangenen Jahr weltweit von der Arctic Wolf Security Operations Plattform erfasst und analysiert wurden. Der Report wertet mehr als 250 Billionen Sicherheitsereignisse von mehr als 6.500 Unternehmen aus. Er bietet tiefe Einblicke in die moderne Bedrohungslandschaft und teilt Best Practices. So können Unternehmen von der Expertise und Erfahrung eines der größten Security Operations Center (SOC) der Welt profitieren und bessere Sicherheitsergebnisse erzielen.

Hacker haben keinen Feierabend

Die Auswertung des Arctic Wolf Security Operations Report 2024 ergab, dass fast die Hälfte aller Sicherheitsvorfälle (45 %) außerhalb der traditionellen Arbeitszeiten zwischen 20 Uhr und 8 Uhr stattfinden. Besonders ist das der Fall bei der finalen Ausführung der Verschlüsselung bei Ransomware. Außerdem wurden bis zu 20 % der Sicherheitsalerts am Wochenende zwischen Freitag, 20 Uhr und Montag, 8 Uhr erfasst.

Cyberkriminelle scheinen ganz gezielt die Zeiten zu nutzen, in denen Sicherheitsteams nicht im Einsatz oder dünn besetzt sind, um Schaden anzurichten. In den ersten Angriffsphasen hingegen verstecken sich Angreifer oftmals in den Log-Daten legitimer User. So können sie das Risiko, entdeckt zu werden, verringern, ihre Verweildauer verlängern und die eingeschränkte Reaktionsfähigkeit der Unternehmen auszunutzen. Die breite Einführung von cloudbasierten Anwendungen lässt Unternehmen zusätzlich rund um die Uhr zu einem attraktiven Ziel werden.

„Die Ergebnisse des Reports verdeutlichen die Wichtigkeit einer 24x7x365-Sicherheitsüberwachung“, kommentiert Dr. Sebastian Schmerl, Regional Vice President Security Services EMEA bei Arctic Wolf. „Um Systeme zu infiltrieren und sich unbemerkt auszubreiten, bevorzugen Hacker Zeiten mit möglichst vielen aktiven Nutzern. So gelingt es ihnen eher, unter dem Radar zu fliegen. Vor allem dann ist es daher für Sicherheitsverantwortliche entscheidend, jeden eingehenden Alert gewissenhaft zu prüfen, auch wenn das für sie eine Sisyphusarbeit bedeutet.

Leiten die Angreifer die eigentliche Schadensausführung ein, ist es für sie von Vorteil, wenn die IT-Teams, aufgrund einer ausgedünnten Besetzung – z.B. nachts, abends, während des Wochenendes – nicht schnell eingreifen können. Hacker halten sich nicht an gesetzliche Arbeitszeiten. Gleichzeitig ist für viele Unternehmen ein Rund-um-die-Uhr-Monitoring aufgrund von knappen personellen Ressourcen und aus finanziellen Gründen keine Option. Managed Security Services und die Zusammenarbeit mit einem externen Partner können helfen, diese zeitlich kritische Lücke zu schließen.“

Den kompletten Security Operations Report 2024 finden Sie hier zum Download.

Bild: Werner Moser / Pixabay

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