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Kommt der digitale Euro?

Die Europäische Zentralbank (EZB) treibt die Überlegungen für einen digitalen Euro weiter voran. Die Notenbank habe daher ihre Zusammenarbeit mit der EU-Kommision intensiviert, wie sie mitteilte.

Kommt der digitale Euro?

Die Einführung eines digitalen Euros ist laut Studien und Einschätzungen von Marktbeo-bachtern ab 2025 möglich.

Die Lösung sei laut EZB als Ergänzung zu Bargeld und den bereits vom privaten Sektor bereitgestellten Zahlungsmitteln gedacht und soll das Bezahlen vereinfachen und die finanzielle Inklusion vorantreiben. Experten sind sich sicher, dass ein von der EZB ausgegebener „Digi-Euro“ vor allem dann an Relevanz gewinnt, wenn die Tokenisierung von Assets weiter zunimmt. Bei der Digitalisierung des Finanzsektors dürfe Europa sich nicht abhängen lassen. Vor diesem Hintergrund hat die Bank eine umfassende Strategie vorgelegt: Anders als etwa Krypto-Assets wäre der Blockchain-basierte Euro nicht schwankungsanfällig, da er wertbasiert wäre und die EZB als vertrauenswürdige Emittentin hinter der Währung steht. Dadurch, so die Notenbank, würde er dasselbe Vertrauen genießen wie Bargeld – in Vorteil gegenüber Krypto-Assets wie z. B. Stablecoins.

Handlungsbedarf sieht man auch beim Digitalverband Bitkom: „Wir sollten rasch zeitlich und räumlich begrenzte Pilotprojekte starten und mit diesen Erfahrungen die optimale technische Infrastruktur für einen digitalen Euro entwickeln“, sagt Patrick Hansen, Bereichsleiter Blockchain beim Bitkom. Dies erklärte der Verband auch vor dem Hintergrund, dass China die Einführung eines digitalen Yuan bereits für die kommenden Olympischen Winterspiele in Peking plane.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Doch ab wann ließe sich ein solches Projekt realisieren? „Wir halten die Einführung eines digitalen Euros auf Basis von Studien und Einschätzungen von Marktbeo-bachtern in Form einer Retail ­CBDC (Central Bank Digital Currency) ab 2025 für möglich und auch notwendig“, erklärt Dr. Guido Zimmermann, Senior Economist bei der Landesbank Baden-Württemberg. Wahrscheinlich sei jedoch eher 2030. Entscheidend sei, dass die Finanzstabilität gewahrt bleibe, Banken als vertrauenswürdige Intermediäre in den Prozess eingebunden werden und sie gegenüber Big-Tech-Firmen wie Facebook keinen regulatorischen Nachteil erleiden, so Zimmermann. 

Bildquelle: Getty Images/iStock/Getty Images Plus

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