Laut Gerard Lavin können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nicht mehr mit kostenlosen Obstkörben ins Büro locken.
Die Neuvermietung von Büroflächen ist in Deutschland im ersten Halbjahr 2023 um 40 Prozent eingebrochen. Der Grund dafür: Da nur noch ein Teil der Belegschaften regelmäßig den Weg ins Büro findet, bleiben heute dreimal mehr Arbeitsplätze ungenutzt als früher. Es ist also nachvollziehbar, dass Unternehmen die Büroflächen dem tatsächlichen Bedarf anpassen, um Kosten zu senken. Der Wunsch der Mitarbeiter wiederum, die Vorteile der Heimarbeit möglichst oft auszukosten, kollidiert allerdings zunehmend mit dem Aufruf vieler Arbeitgeber, wieder häufiger ins Büro zu kommen. Sie möchten, dass sich ihre Mitarbeiter regelmäßig in Präsenz begegnen, um den kollegialen Austausch zu fördern.
Können die Interessen beider Seiten miteinander vereint werden? Ja, aber dafür sollten vor allem passende technische Voraussetzungen geschaffen werden, damit Angestellte an jedem Ort optimal arbeiten können. Da die technologische Infrastruktur dabei eine entscheidende Rolle spielt, müssen insbesondere die CIOs ihrer Führungsrolle gerecht werden und mit anderen Abteilungen eng zusammenarbeiten.
Gefragt sind sinnvolle Tools, Systeme und Richtlinien, mit denen sich die Balance zwischen Büro und Homeoffice halten lässt. Dazu zählen beispielsweise Apps, mit denen Mitarbeiter ihre Zeiten im Büro planen und buchen können – etwa indem sie sehen, welche Kollegen an den entsprechenden Office-Tagen ebenfalls vor Ort sein werden. Auch Kalendersysteme, die zeigen, inwieweit Kollegen und Räumlichkeiten verfügbar sind, gestalten den Aufenthalt im Büro sehr effektiv.
Zudem ist es erforderlich, die IT-Struktur dem neuen Alltag anzupassen. CIOs sollten ihre bisherigen Vorstellungen von der Verwaltung der Nutzergeräte, Netzwerktopologien und Traffic-Analysen anpassen. In Zukunft ist es notwendig, mit Blick auf die Netzwerkperformance, -sicherheit, -verfügbarkeit und -kapazität, genauso die Gegebenheiten im Büro wie im heimischen Wlan der Mitarbeiter mitzudenken. CIOs sind in diesem Prozess der Veränderung gefordert und müssen eine neue fachübergreifende Zusammenarbeit fördern. Das heißt, dass die IT-Abteilung mit den Kollegen aus dem Personalbereich und anderen konstruktiv zusammenarbeiten muss, um herauszufinden, was die Angestellten von Systemen, Tools sowie ihren Vorgesetzten und Kollegen wollen und brauchen.
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Unternehmen, die ihre Mitarbeiter ins Büro zurückholen wollen, müssen dafür Anreize schaffen, die über einen kostenlosen Obstkorb hinausgehen. CIOs tragen in diesem Kontext die Verantwortung dafür, die Büros den neuen Gegebenheiten anzupassen und sinnvoll auszustatten, damit jeder von dort, aber auch zu Hause, optimal arbeiten kann.
Bildquelle: Citrix