Datacenter im Umbruch

Kosten in den Griff bekommen

Die Datacenter in deutschen Unternehmen befinden sich im Umbruch. Immer mehr Firmen nutzen externe Infrastruktur-Ressourcen. Aber auch die unternehmensinternen Datacenter rüsten auf, um Kostenexplosionen, IT-Sicherheit und Compliance in den Griff zu bekommen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit wird anno 2022 zu einem grundlegenden Business-Faktor.

Die Realisierung dieser Veränderungen gewinnt zunehmend an Fahrt – das zeigt die aktuelle IDC-Studie „Datacenter in Deutschland 2022“, die auf einer branchenübergreifenden Befragung von 150 Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern im August 2022 basiert.

Das Jahr 2022 zeigt, dass der betriebliche Alltag künftig viel stärker als bisher durch Unsicherheiten geprägt sein wird. An erster Stelle der Business-Herausforderungen sehen die IT-Entscheider die Gewährleistung von IT-Sicherheit und Compliance (32 Prozent). Beide Themen sind direkt businessrelevant. Zur Abwehr der permanent wachsenden Cyberattacken muss die IT-Infrastruktur robust und resilient sein. Kosten und Produktivität (29 Prozent) werden auch für IT-Entscheider immer wichtiger. Die erforderliche Modernisierung (29 Prozent) kann im Datacenter sowohl mit dem Austausch der baulichen Anlagen als auch mit neuer IT erreicht werden.

Business-Enabler

Nachhaltigkeit hält mit rascher Geschwindigkeit Einzug in Unternehmen in Deutschland. 21 Prozent der befragten Unternehmen verfügen derzeit über eine unternehmensweite Nachhaltigkeitsstrategie und weitere 46 Prozent haben ein Nachhaltigkeitsprogramm auf den Weg gebracht. Großunternehmen sind hier schon etwas weiter vorangeschritten als Organisationen mit weniger als 1.000 Mitarbeitern. IDC erwartet in den kommenden Jahren eine Weiterentwicklung hin zu einem umfassenden unternehmensweiten Ansatz in den meisten Organisationen. Aus Datacenter-Perspektive ist Nachhaltigkeit ein harter Businessfaktor. 81 Prozent beziehen ganz oder teilweise grüne Energie und 77 Prozent arbeiten an der Reduzierung ihres Stromverbrauchs.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 12/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Auch digitale Souveränität und Datensouveränität bzw. Datenhoheit gewinnen zunehmend an Bedeutung. Dabei geht es um die vollständig selbstbestimmte Kontrolle der Erhebung, Speicherung, Nutzung und Verarbeitung eigener Daten. Für 34 Prozent der Entscheider ist die digitale Souveränität eine grundlegende Komponente der IT- und Businessstrategie. Die Befragung zeigt, dass deutlich mehr sehr große Unternehmen das Thema digitale Souveränität auf der Agenda haben als der in Deutschland starke Mittelstand.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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