Brandschutzkonzept

Kritische IT-Infrastrukturen adäquat schützen

Damit IT- und Unternehmensverantwortliche über die Realisierung eines Rechenzentrums hinaus mit ihren kritischen Prozessen auf der sicheren Seite sind, sollten sie in notwendige Schutzvorkehrungen investieren.

RZ von Chubb

Wer ein Rechenzentrum betreibt, sollte in jedem Fall auch ein Brandschutzkonzept vorweisen können.

Denn mehr denn je zuvor handelt es sich bei Rechenzentren (RZ) um das Herzstück eines jeden Unternehmens. Existenzielle Daten gelangen über zahlreiche Wege ins RZ und werden von dort wieder abgerufen – hierbei handelt es sich im wahrsten Sinne um die Lebensadern, die geschäftliche Prozesse aufrechterhalten. Dieses Wissen zugrunde gelegt, sollte stets an erster Stelle die Integration eines Brandschutzsystems stehen, das sowohl ein hohes Maß an Personenschutz als auch die Eindämmung materieller sowie von Reputationsschäden sicherstellt. Damit einhergehend gehören die Auswahl und die Implementierung einer adäquaten Löschanlage ganz klar in die Hände von Experten. Diese werden im optimalen Fall bereits bei der Planung und Konzeption eingebunden und agieren herstellerunabhängig.

Bei der Auswahl der Löschanlage gibt es einiges zu beachten. So bietet sich in IT-Umgebungen der Einsatz von Inertgasen oder aber chemischen Löschmitteln an. Bei den chemischen Löschmitteln wird oftmals das FK-5-1-12 präferiert, das den Flammen durch eine chemische Reaktion die Wärme entzieht, wodurch der Löscheffekt eintritt. Besonders geeignet ist diese Variante in Bereichen, die regelmäßig von Personen frequentiert werden, da das Löschmittel sich nicht zuletzt durch seine Humanverträglichkeit auszeichnet.

Erfahrene Errichter

Hinzu kommt, dass es elektrisch nicht leitend und nahezu rückstandsfrei ist. Eine verhältnismäßig rasche Wiederinbetriebnahme der Serverumgebung nach der Auslösung ist damit gewährleistet. Vor allem im Bereich der IT-Infrastruktur wird durch diese Lösungen zeitintensiven Betriebsunterbrechungen und damit einhergehend wirtschaftlichen Einbußen vorgebeugt. Der Einsatz einer Inertgas-Löschanlage repräsentiert eine gleichermaßen sichere als auch wirtschaftliche Alternative, da das reine Löschgas im Gegensatz zu seinem chemischen Pendant günstiger in der Anschaffung ist. Bei Inertgas-Löschanlagen werden bei gleichem zu schützenden Raumvolumen wesentlich mehr Löschmittelbehälter als bei chemischen Löschanlagen benötigt, d.h. der Platzbedarf zur Löschmittelbevorratung ist bei Inertgas-Löschanlagen erheblich größer.

Je nach Größe des zu schützenden Rechenzentrums bzw. Anzahl der Löschbereiche kann die Gaslöschanlage als Mehrbereichsanlage ausgelegt werden, so dass unterschiedliche Abschnitte effektiv geschützt werden können. Die Brandgefahr und daraus resultierende Schäden werden so auf ein Minimum reduziert. Desweiteren können Gaslöschanlagen mittels aktiver oder passiver Reservebevorratung von Löschmittelbehältern ausgestattet werden. Dieses ermöglicht nach Löschung eine sehr schnelle Wiederinbetriebnahme.

Um die verschiedenen Schutzbereiche optimal auszustatten, werden diese daher zunächst einer professionellen Begutachtung unterzogen. Nach Analyse und Konzepterstellung, kann die Realisierung beginnen. Die technische Planung und Auslegung der Löschanlage erfolgt durch erfahrene Errichter, wie z.B. die Chubb Deutschland GmbH, im Bereich „Brandschutz kritischer Infrastrukturen“ gemäß den entsprechenden VdS-Richtlinien und Normen.

Sicheres Fundament

Sowohl die Server- als auch die Klima- und Technikräume müssen von Beginn an in das Brandschutzkonzept einbezogen werden. Doch nicht nur der Löschbereich, sondern auch der Raum, in dem die Löschanlagenzentrale installiert ist, sollte im Rahmen der Planung und Konzeption berücksichtigt werden. So darf u.a. die Löschmittelbevorratung keiner direkten Brandgefahr ausgesetzt sein. Zusätzlich sollte die Traglast des Bodens genauestens begutachtet werden, da in Rechenzentren meist Doppelböden vorhanden sind, die dem Gewicht der Löschmittelbehälter standhalten müssen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 10/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Unabhängig von der Einhaltung der genannten Faktoren und der damit gewährleisteten Funktionsbereitschaft der Löschanlage ist auch die Erbringung bauseitiger Leistungen notwendig, damit das Löschsystem in Betrieb und abgenommen werden kann. Jede Löschanlage hat bestimmte Störungs- und Alarmsignale/-meldungen, welche über die Brandmelder-/Löschsteuerzentrale an eine ständig besetzte Stelle übertragen werden sollten. Exakt hier bietet sich die Anbindung an eine entsprechend zertifizierte Notrufleitstelle an. Nur eine durch die VdS Schadenverhütung GmbH zertifizierte 24/7-Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) zur Überwachung sämtlicher installierter Sicherheitsanlagen rundet Schutzkonzepte sinnvoll ab. Professionelles Alarmmanagement sowie eine stets besetzte Alarmempfangsstelle sind für den reibungslosen Betrieb unabdingbar. Damit einhergehend bedarf es umfangreicher Serviceleistungen aus einer Hand, die eine schnelle Reaktion auf Ereignisse und zuverlässige Lösungen gewährleisten. Abgesehen von der Brandschutzlösung stellt vor dem Hintergrund der Nutzung einer NSL auch die Einbindung anderer Gewerke des Gebäudeschutzes eine optimale Herangehensweise zugunsten eines Rundum-sorglos-Pakets dar.

Bildquelle: Chubb Deutschland GmbH

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