Fortschrittliche IT-Infrastruktur

Kunstgenuss ohne Kompromisse

Alle fünf Jahre im Zentrum der Kunstwelt setzt die Documenta in Kassel nicht nur auf zeitgenössische Kunst, sondern auch auf moderne IT-Lösungen, die einen reibungslosen Ablauf und eine effiziente Organisation gewährleisten.

  • Kasseler Kunstaustellung

    Durch die erfolgreich umgesetzten Projekte ist die Kasseler Kunstausstellung bereit für weitere Kunstwerke, Kunstschaffende und Besucher. ((Bildquelle: Nicolas Wefers))

  • Museum Fridericianum

    Seit 1955 wird das Museum Fridericianum alle fünf Jahre zum Mittelpunkt der Documenta und ist als „Kunsthalle Fridericianum“ ein Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst. ((Bildquelle: Nils Klinger))

  • Stefan Schlenker, Documenta

    Stefan Schlenker, Bauunterhaltung, Netzwerkinfrastruktur, Gebäudetechnik bei Documenta und Museum Fridericianum gGmbH ((Bildquelle: Nicolas Wefers))

Gebäudevernetzung, Gäste-Wlan, Besucherleitsystem, Kassen – die Liste an IT-basierten Einrichtungen und Prozessen bei Messen, Ausstellungen und anderen größeren Veranstaltungen ist lang und wird mit zunehmender Digitalisierung stetig länger. Umso relevanter ist es, das große Ganze im Blick zu haben und eine IT-Infrastruktur aufzubauen, die bei aller Vielschichtigkeit und Komplexität störungs- und fehlerfrei arbeitet. Den Anspruch auf eine durchdachte und zuverlässige IT hat auch die Documenta Kassel. Die Organisatoren setzen seit 2019 daher auf die Beratung und das Leistungsspektrum des Systemhauses Cramer, das von seinen Standorten in Hamm und Kassel die technische Umsetzung der Projekte steuert und als Unternehmen der Plenticon Group alles aus einer Hand bietet.

Zu den ersten Projekten, die für die Documenta Kassel umgesetzt wurden und bis heute betreut werden, zählt das Server-Storage-Projekt. „Die Messe verfügt über ein enormes, stetig wachsendes digitales Archiv“, berichtet Stefan Schlenker, Technisches Gebäudemanagement und IT-Infrastruktur bei der Documenta Kassel. „2019 betrug die Datenmenge fast ein halbes Petabyte. Im Rahmen der Ausstellung im Jahr 2022 war ein weiterer Datenzuwachs zu erwarten.“

Gestern unter dem Standard, heute State of the Art

Die jahrzehntelang gewachsene Struktur basierte auf fünf physikalisch installierten Servern und zehn produktiv bei Nutzern eingebundenen NAS-Systemen. Sie enthielt viele Duplikate, die konsolidiert werden mussten. Nun wurde das System durch ein klassisches Server-Storage-Cluster abgelöst. Die implementierte Lösung ermöglicht eine höhere Verfügbarkeit und Skalierbarkeit der Anwendung, was bei einer stetig wachsenden Datenmenge erforderlich ist. Neben der Datenspeicherung wurde für eine passende, bis dato nicht existierende Datensicherung gesorgt. Die produktiven 400 Terrabyte Nutzdaten werden dazu auf redundante NAS-Systeme in getrennten Gebäuden gesichert.

„Unsere bisherige IT und die eingesetzten Lösungen entsprachen nicht mehr dem Standard“, so Schlenker. „Die heute eingesetzten Lösungen sind hingegen State of the Art. Wir konnten zudem ein sicheres Backup-System aufbauen, mit dem wir mittlerweile in Summe über eine Bruttospeicherkapazität von über einem Petabyte verfügen.“

Ebenfalls erfolgreich verlief die Umsetzung des großangelegten Wlan-Projekts. Um für einen reibungslosen Arbeitsablauf aller Mitarbeiter zu sorgen und darüber hinaus allen Besuchern die Nutzung eines Gäste-Wlans zu ermöglichen, wurden an zehn größeren Venues inklusive Außenbereiche durch Lancom SD-Wlan gemanagte Internetzugänge eingerichtet. Auch infrastrukturell schwierige Lagen, wie z.B. Unterführungen, wurden nicht ausgespart. Bei dem Projekt kam es nicht nur auf die Netzverfügbarkeit, sondern ebenso auf die Netzstabilität an, schließlich sind auch Betriebsleitsysteme und Kassen auf ein intaktes Wlan angewiesen. Ein Ausfall oder Störungen würden während der Documenta chaotische Zustände nach sich ziehen. Zur Aufrechterhaltung des Betriebs trägt die redundante Gebäudevernetzung per Glasfaser und Richtfunkstrecken bei.

Backup-Erweiterung für das Archiv

Um die IT-Infrastruktur der Documenta Kassel rundum auf den aktuellen Technologiestandard zu heben, stand die Netzwerk­einrichtung für diverse interne Standorte mit Sophos XGS Firewalls und APX auf der Agenda. Dazu zählten das Pressezentrum, ein Hotel sowie das Ruruhaus, eine zentrale Begegnungsstätte der Documenta Fifteen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2024. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Heute, zwei Jahre nach der Ausstellung von 2022, wird an der Backup-Erweiterung für das Archiv gearbeitet. „Alle Kunstwerke werden digitalisiert und archiviert, was zu einem stetig wachsenden Speicherplatzbedarf führt“, erklärt Schlenker. Dieser wächst auch aufgrund der vielen Werke, die internationale Künstler der Documenta zukommen lassen. Die teilweise auf externen Festplatten eingereichten Daten werden auf ein Eingangslaufwerk übertragen und ebenfalls sicher archiviert.

Unterstützt werden die Organisatoren und Mitarbeiter während der Ausstellungszeit durch ein 18-köpfiges Team des Systemhauses: Zehn IT-Experten bieten Telefon-Support, acht weitere Mitarbeiter stehen vor Ort für IT-Fragen und Problemlösungen zur Verfügung. Während außerhalb der Ausstellungszeiten rund 100 bis 120 Documenta-Mitarbeiter technisch betreut werden, sind es während der Ausstellungszeit deutlich mehr. „Für diese Zeit müssen zusätzliche Rechner und Smartphones bereitgestellt werden, die vorab schon so einrichtet wurden, dass sie nach der Übergabe an die Mitarbeiter direkt einsatzbereit sind, mit all den erforderlichen Funktionen und Programmen“, so Schlenker. Dazu wird auf ein Zero-Touch-Deployment gesetzt, bei dem die Geräte voll automatisiert für die neuen User vorbereitet werden.

Dokumenta und Museum Fidericianum gGmbH
Branche: Kunst und Kultur
Erste Ausstellung: 1955
Hauptsitz: Kassel
Mitarbeiter: 120

Stefan Schlenker
Alter: 34 Jahre
Ausbildung und Werdegang: 2009–2013 Völske-Elektro-Anlagen GmbH – Ausbildung zum Elektroniker/Energie und Gebäudetechnik; 2013 BZL Lauterbach – Meisterausbildung im Elektrotechnikerhandwerk; 2014–August 2015 Völske-Elektro-Anlagen GmbH – Technische Projektvorbereitung/Servicetechniker; August 2015–Dezember 2015 Deutsche Vermögensberatung Marburg – Haustechniker MSR; Januar 2016–November 2016 Securiton – Techniker für Brandmeldeanlagen
Derzeitige Position: seit November 2016 Documenta und Museum Fridericianum gGmbH – Bauunterhaltung, Netzwerkinfrastruktur, Gebäudetechnik

Kurz und knapp
In unserem Betrieb spielt die Informations- und Kommunikationstechnologie (ITK) …
… eine zentrale Rolle, da sie maßgeblich zur effizienten Organisation und zu
reibungslosen Abläufen während der Documenta Kassel beiträgt.

In unserer Branche muss IT-seitig in der Regel am meisten investiert werden in …
… die Sicherung und Verwaltung von großen Datenmengen.

Die notwendigen Mittel vorausgesetzt, würde ich sofort …

… in ein weiterführendes Wlan-Projekt investieren. Ein ausgedehntes und stabiles Netzwerk ist entscheidend für den reibungslosen Arbeitsablauf der Mitarbeiter und die Interaktion der Besucher.

Von ITK-Anbietern für den Mittelstand erwarte ich, dass …
… sie nicht nur fortschrittliche Technologielösungen bieten, sondern auch eine umfassende Beratung und Betreuung.

Optimaler Support zeichnet sich dadurch aus, dass …

… er nicht nur vor und während der Ausstellungszeit verfügbar ist, sondern auch danach.

 

 

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok