Laut Statistischem Bundesamt waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Jahr 2020 nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland.
Auf Weltreise gehen trotz Herzimplantat? Ein Herzschrittmacher mit eingebautem Funkchip macht Patienten mobiler. Denn das vernetzte Gerät lässt sich durch Internet-of-Things-Technik (IoT) aus der Ferne auslesen und meldet Störungen und auffällige Vitaldaten sofort. Hersteller der Implantate ist das Unternehmen Biotronik, ein global tätiger Spezialanbieter für kardiologische Medizintechnik mit Hauptsitz in Berlin. Das Unternehmen integriert in jeden Herzschrittmacher und Defibrillator einen Funkchip, der regelmäßig Daten zum Zustand des Patienten wie auch des Implantats an einen Cardiomessenger sendet.
Der Cardiomessenger verfügt über ein Funkmodul mit einer IoT-Lösung der Telekom, die die weltweite Kommunikationsinfrastruktur und Konnektivität für Biotronik bereitstellt. So übermittelt der Cardiomessenger die Messdaten via Mobilfunknetz an die Home-Monitoring-Plattform des Spezialanbieters. Diese befindet sich auf eigenen Unternehmensservern in einer Private Cloud, worauf das angeschlossene ärztliche Fachpersonal jederzeit zugreifen kann, um sich rund um die Uhr ein Bild vom Patienten und dem Implantat zu machen. Rund 5.000 Praxen und Kliniken in mehr als 100 Ländern sind bereits an die Monitoring-Lösung angeschlossen.
Registriert der Cardiomessenger Unregelmäßigkeiten in den Vitaldaten des Erkrankten oder bei der Funktionsfähigkeit des Implantats, wird eine Warnmeldung an den zuständigen Arzt geschickt. So kann das medizinische Fachpersonal in kürzester Zeit reagieren und Patienten zu Hilfe eilen. Studien zur Früherkennung klinisch relevanter Ereignisse zeigen, dass Monitoring-Lösungen wie das System von Biotronik das Sterberisiko um bis zu 60 Prozent senken.
Laut Statistischem Bundesamt waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Jahr 2020 nach wie vor die häufigste Todesursache in Deutschland. Wenn Ärzte Messdaten von Herz-Kreislauf-Patienten per Fax oder Mail erhalten und manuell auswerten müssen, um Auffälligkeiten zu bemerken, kann es für den Patienten im schlimmsten Fall zu spät sein.
Hingegen kann die Vernetzung von IoT-Geräten den Unterschied ausmachen und Leben retten. „Über die Konnektivität erreichen wir eine Verringerung der Sterblichkeit“, sagt Volker Lang, Senior Vice President Research and Development von Biotronik. „Wir bauen nur noch medizinische Geräte, die verbindungsfähig sind.“
Damit die Home-Monitoring-Lösung funktioniert, müssen die Daten der IoT-Geräte sehr zuverlässig und sehr oft übertragen werden – und das weltweit. Derzeit sind Cardiomessenger in mehr als 100 Ländern aktiv, einschließlich den USA. Eine reibungslose Datenübermittlung weltweit ist unverzichtbar: Die Daten der Geräte müssen automatisch beim Übergang von einem Netzbetreiber zum nächsten weitergegeben werden.
„Wir benötigen einen sehr verlässlichen Partner, der uns Infrastruktur und Netzwerkkonnektivität überall in der Welt gibt“, sagt Volker Lang. Hierfür setzt das Berliner Hightech-Unternehmen auf seinen Telekommunikationspartner. Dieser verfügt über eigene Netze in elf europäischen Ländern sowie den USA und kann über Kooperationen und mehr als 600 Roaming-Partner alle Leistungen aus einer Hand anbieten und eine flächendeckende Netzversorgung sicherstellen. Zudem wird zusammen mit T-Mobile US ein weltweit verfügbares IoT-Komplettpaket für alle Plattformen und Technologien inklusive 5G aufgelegt, das Anwendern zugutekommt. „5G kann für uns zum Gamechanger werden“, sagt Volker Lang.
Mit Hauptsitz in Berlin ist Biotronik SE & Co. KG ein führendes Medizintechnikunternehmen, das seit mehr als 50 Jahren bewährte und innovative kardiovaskuläre und endovaskuläre Lösungen entwickelt. Angetrieben von dem Ziel, die Technologie perfekt auf den menschlichen Körper abzustimmen, ermöglichen Innovationen des Unternehmens eine Versorgung, die jedes Jahr das Leben von Millionen von Menschen mit Herz- und Blutgefäßerkrankungen rettet und verbessert. Das Unternehmen unterhält für seine Technologien und Lösungen Forschungs-, Entwicklungs- und Fertigungsstandorte in Deutschland, Singapur, der Schweiz und den USA.
Bildnachweis: Getty Images / iStock / Getty Images Plus