Das Unternehmen plant, die Elemente der neuen Architektur in 630 Maklerbüros und Remote Offices einzuführen.
Engel & Völkers wollte seine globale Netzwerkarchitektur modernisieren, um seinen Mitarbeitern die nahtlose Arbeit mit Coud-basierten Anwendungen zu ermöglichen und das Netzwerk-Management zu vereinfachen. „Wir möchten nicht an jedem Standort einen IT-Experten haben und auch nicht immer zu neu eröffneten Maklerbüros fahren müssen. Wir möchten ein zentral und automatisch funktionierendes System“, erklärt Oliver Ganswig, Team Lead Workplace/Product Owner Global Productivity bei Engel & Völkers. „Für bestimmte Abteilungen wie die Rechts- und Finanzabteilung sahen wir zudem von Anfang an feste Arbeitsplätze vor. Ansonsten sollte die Arbeit aber flexibel möglich sein. Unsere Mitarbeiter sollten überall im Gebäude arbeiten können.“
Die neue IT-Architektur sowie alle Hardware-Komponenten stammen von Aruba, einem Hewlett-Packard-Enterprise-Unternehmen, und wurden für den Cloud-basierten, serviceorientierten Betrieb optimiert. Außer den Komponenten, die physisch vorhanden sein müssen, werden alle Komponenten in der Cloud gehostet – hauptsächlich Access Switches und Wireless APs. Die Konfiguration, Bereitstellung und Überwachung des gesamten Netzwerks erfolgen in der Cloud.
Bestimmte Mitarbeiter, die an entfernten Standorten oder im Homeoffice arbeiten – etwa aus der HR- und Finanzabteilung oder Vorstandsmitglieder – benötigen aufgrund der Daten, mit denen sie arbeiten, einen noch sichereren Zugang. Für sie hat die IT Remote Access Points (RAP) eingerichtet, um die rollen- und richtlinienbasierte Netzwerkumgebung des Unternehmens bis zu ihnen ausweiten. Die RAP bauen automatisch sichere VPN-Tunnel zum Unternehmensnetzwerk auf, die alle in der Cloud verwaltet werden.
Da Benutzererfahrung und proaktive Fehlerbehebung der Konnektivität für das Unternehmen sehr wichtig sind, werden sukzessive User-Experience-Insight-Sensoren (UXI) an allen Niederlassungen installiert. Damit kann die IT die Verbindungsqualität aus Perspektive der Geräte und Endpunkte überwachen. So werden Probleme schnell und sicher erkannt und können Korrekturen automatisch implementiert werden.
Die neue Hamburger Zentrale wurde 2018 eröffnet. Im Jahr vor dem Covid-19-Lockdown lieferte das Netzwerk laut Ganswig die erhoffte Benutzererfahrung: „Vor der Corona-Krise kombinierte etwa ein Drittel der Belegschaft die Arbeit im Büro und zu Hause. Nach dem Lockdown ist dieser Anteil auf etwa 80 Prozent gestiegen. Wir haben unsere 350 Arbeitsplätze auf 130 reduziert, um den nötigen Mindestabstand im Büro zu gewährleisten, und im Durchschnitt kommen derzeit etwa 60 bis 80 Mitarbeiter ins Büro.“ Darüber hinaus plant das Unternehmen, die Elemente der neuen Architektur in 630 Maklerbüros und Remote Offices einzuführen, was über 13.000 Netzwerkbenutzer betreffen würde.
Die Cloud-native Lösung umfasst alle Elemente für eine Niederlassung und bietet flexible Dienste für Lan, Wlan und Sicherheit mit Cloud-basierter Überwachung und Verwaltung. Ganswig und sein Team können jetzt die Benutzererfahrung, den Traffic und die Performance an jedem Standort überwachen und verstehen sowie neue Dienste einführen. Die Lösung vereinheitlicht Netzwerkinfrastruktur, Betrieb, Service Assurance und Sicherheit in Wlan-, Lan- und Wan-Umgebungen. Sie gewährleistet das Onboarding und die Verwaltung von Unternehmensgeräten.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Die Herausforderung, so Ganswig, sei, mit dem neuen Proptech-Sektor Schritt zu halten. Engel & Völkers investiert strategisch in diesen Bereich. Die offene Architektur macht die Integration neuer Anwendungen sehr einfach. In Kombination mit der einheitlichen Infrastruktur, ihrer hohen Sicherheit und der Automatisierung wird es nun einfacher zu wachsen.
Das in der Immobilienbranche aktive Unternehmen wurde 1977 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Hamburg und beschäftigt ca. 11.000 Mitarbeiter.
Bildquelle: Engel & Völker